Tafeln zur Bestimmung der Mineralien mittelst einfacher chemischer Versuche auf trockenem und nassem Wege

Es sind in der gegenwärtigen Auflage über 100 Species aufgenommen, welche in den vorhergehenden nicht berücksichtigt werden konnten und mag für die

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Tafeln zur Bestimmung der Mineralien mittelst einfacher chemischer Versuche auf trockenem und nassem Wege is an 1869 historical mining reference by Kobell, Franz von, preserved in the Mountain Man Mining research library, focused on determinative mineralogy.

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Bestimmung der Mineralien

mittelst

eiofacher chemisclier Versnche auf trockenem und nassem Wege.

Von

Franz v. Kobell.

Neunte vermehrte Auflage.

München, 1869.

Verlag der J. L i B d a O e r' sehen Buchhandlung. (SchBpping.)

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Vorwort.

Es sind in der gegenwärtigen Auflage über 100 Species aufgenommen, welche in den vorhergehenden nicht berücksichtigt werden konnten und mag für die angewendete Anordnung sprechen, dass neue Species leicht einzureihen, wenn ihre IVIischung, Verhalten vor dem Löthrohr und auf nassem Wege bekannt sind. Erfreulicherweise wird auch von den Mineralogen die chemische Charakteristik mehr und mehr gewürdigt und daher genauer und vollstäniger bestimmt, als es sonst der Fall war.

Die Bestimiriung eines Minerals von dessen vollkommener Ausbildüng und Reinheit, und von der Geschicklichkeit des Bestimmers möglichst unab- hängig zu machen, blieb fortwährend das Ziel, nach welchem ich strebte.

Für Lehrer bemerke ich, dass es zweckmässig ist, die Proben in klein geschlagenen Stücken (das dabei fallende Pulver wird durch ein Blechsieb abgesiebt) in nummerirten Gläsern zu den Uebungen herzugeben. Dabei wird kein Material verschwendet und kann auch ein Assistent durch einen betreffenden Katalog in der Leitung der Arbeiten unterstützt

werden. Zu dergleiclien Proben dienen sonst unbrauclibare Doubletten einer Sammlung oder kann das Material von den Mineralienhandlungen in Freiberg in Sachsen, in Bonn und Heidelberg billig bezogen werden. Für die ersten Hebungen sind am besten Proben zu wählen, welche die in Anwendung kommenden Kennzeichen unzweideutig darbieten, dergleichen sind: Aluminit, Alunit, Anhydrit, Antimonit, Apophyllit, Argentit, Arsenopyrit, Atakamit, Bart, Bomit, Bournonit, Calamin, Calcit, Cerussit, Chalkopyrit, Chalkosin, Cölestin, Cuprit, Datolith, Dialogit, Disthen, Dolomit, Galenit, Glaukodot, Gyps, Hämatit, Kassiterit, Kobaltin, Kryolith, Lasurit, Lievrit, Limonit, Liparit, Lithionit, Magnesit, Magnetit, Malachit, Manganit, Molybdänit, Natrolith, Nickelin, Operment, Pektolith, Psilomelan, Pyrit, Pyrolusit, Pyromorphit, PjTi'hotin, Realgar, Scheelit, Smaltin, Smithsonit, Siderit, Sphalerit, Strontianit, Talk, Tinkal, Witherit, Wolfram, Wollastonit, Wulfenit, Zinnober u. a. Wenn das Beobachtungsvermögen durch Bestimmung der vorgenannten Species geschärft worden, kann man zu anderen übergehen, welche theilweise mehr Aufmerksamkeit verlangen, um richtig erkannt zu werden.

München, im November 1868 .

v.'Kobell.

Einleitung.

Die gegenwärtigen Tafeln haben den Zweck, das Auffinden und Bestimmen der Mneralien in der Art zu erleichtern, dass man durch einfache Versuche vor dem Lötlirohre und auf nassem Wege schnell auf eine Gruppe von w'enigen Species ge- führt wird, worunter irgend ein zu bestimmendes Mineral sich befindet. Aus dieser Gruppe lässt sich die in Frage stehende Species auch wieder meistens durch chemische Kennzeichen herausfinden und w'enn man dann in irgend einer Charakteristik oder einem Handbuche der Mineralogie die physischen Eigenschaften der aufgefundenen Species vergleicht, so wird man sich vollends von der richtigen Bestimmung überzeugen können, oder bei leicht möglichen Verwechslungen ohne Schwierigkeit auf das Wahre geführt werden. Ich habe mich von den Vortheilen einer solchen Bestimmungsmethode zunä durch ein Practicum überzeugt, welches ich an der hiesigen Universität seit mehr als dreissig Jahien geleitet habe. — Es ist dabei natürlich vorausgesetzt, dass man mit dem Gebrauche des Löthrohres, sowie

mit der Anstellung der einfaclisten Auflösungsund Präcipitationsversuche vertraut sei.

Eine kurze Anleitung hiezu habe ich in meinem Lehrbuch „die Mineralogie , leichtfasslich dargestellt etc." gegeben und Versuche, wie sie hier erfordert werden, sind ohne Schwierigkeit anzustellen.

Ich hoffe, dass diese Tafeln besonders für Diejenigen von einigem Nutzen sein werden, welche sich dem eigentlichen Studium der Älineralogie nicht gerade widen können oder wollen, aber doch oft in den Fall kommen, dass die Bestimmung der jMineralien für sie von Interesse ist. So dürften sie dem Chemiker, Bergmann und Techniker nicht ganz unwillkommen sein.

Die Einrichtung ist von der Art, dass Derjenige, welcher ein Mineral bestimmen will, durch die /ibtheilungeu fortwährend angewiesen wird , was er vorzunehmen und welche Versuche er zu machen hat. Mit einem Schmelzversuche der Probe für sich und mit Soda, mit einem Autlösungsversuche und einigen Präcipitationen ist der Zweck meistens erreicht, wenn man dem Gange der Tafeln folgt und die Versuche mit einiger Genauigkeit ausführt. Dabei learnt man durch das Nachlesen gar bald eine Menge von Reactionen kennen und erwirbt sich in wenigen Stunden die Fähigkeit, Mineralien schnell und sicher zu bestimmen, zu deren Erkennung auf

nichtchemischem Wege gar manche müsame Vorstudien nothwendig wären. Aber abgesehen davon, dass man die meisten Species leicht bestimmt, so bestimmt man sie auch in einer besonders technisch interessanten Weise, da mit den Versuchen häufig eine qualitative Analyse gemacht wird und ihre Resultate natürlich von einer allgemeineren Wichtigkeit sind, als z. B. Ausmittlung von Krystallisation, spec. Gewicht u. dergl.

Ich war bemüht, die Abtheilungen so zu ordnen und zu reihen, dass leicht zu begehende Beobachtungsfehler möglichst unschä gemacht sind und da einige Mineralien in gewissen Varietäten sowohl metallglänzend als nicht metallglänzend Vorkommen, und ebenso bei einigen der Schmelzgrad unter 5 und über 5 je nach der Geschicklichkeit des Blä- sers an der Gränze zweifelhaft erscheint, so sind dergl. in der einen und in der andern Abtheilung aufgeführt worden. Die gebrauchte Skale für die Schmelzgrade ist folgende: %

Item schon am Saume eines

3. Almandin (Thoneisengranat). Nicht mehr am Lichte wie die vorigen, leicht und auch in etwas stumpfen Stücken vor dem Löthrohre schmelzend.

4. Amphibol (Strahlstein aus dem Zillerthale),

fi. Brondt (v. Kupferberg im Bayreuthischen etc.) V. d. L. nur in den feinsten Spitzen etwas abrundbar.

Man hat Splitter dieser Mineralien vorräthig und vergleicht sie bei der Bestimmung mit ähnlichen der Probe.

Bei dem Aufsuchen ist es nothwendig, die Vergleichung immer mit der ersten Gruppe anzufangen und dann zu den folgenden überzugehen , denn manchmal zeigt ein Mineral, welches in die Gruppe 1 . gehört , auch den Charakter einer folgenden Gruppe, aber nicht umgekehrt. Zur Erleichterung des Aufsuchens ist die üebersicht oder das Schema der ganzen Anordnung beigeügt. Diese Üebersicht gieht die nächute Anleitung zur Bestimmung eines fraglichen Minerals. Statt einer weitern Erkläning mögen einige Beispiele dienen.

1) Beispiel. Man habe Aluminit zu bestimmen. Das Mineral ist nicht metallglänzend und unschmelzbar. Es gehört also, wie die üebersicht anzeigt, unter II. C. Der Charakter der ersten hier befindlichen Gnippe bezieht sich auf das Verhalten

V. d. L. in weniger feinen und feineren Splittern schmelzbar.

des mit Kobaltauflösung befeuchteten Minerals vor dem Löthrohre. Ein Versuch bestimmt es als zu dieser Gruppe gehörig. Da es im Kolben viel Wasser giebt, so ist man angewiesen, es unter a) zu suchen. Man findet, dass von den hier angeführten Mineralien Alunit und Aluminit mit Soda Hepar geben. Unser Mineral zeigt dieses Verhalten. .Vom Aluminit heist es, dass er in Salzsäure leicht auflöslich ist, von Alunit aber, dass er von dieser Säure nur wenig angegriffen wird. Ein Vei'such mit Salzsäure bestimmt das Mineral als Aluminit und die Farbe unterscheidet ihn von dem z. Tbl. ähnlichen Pissophan. — Damit denjenigen, welche mit chemischen Versuchen mehr vertraut sind, ein Mittel an die Hand gegeben werde, sich noch weitere Kenntnisse über die Zusammensetzung eines Minerals zu verschaffen, als dieses schon durch die in den Tafeln angeführten Kennzeichen geschieht, so ist bei jedem Species die chemische Formel angeführt worden. So findet man beim Aluminit die Formel Al S 9 H und ersieht daraus, dass die wesentlichen Bestandtheile dieses Minerals Schwefelsäure, Thonerde und Wasser sind, kann danach noch weitere Versuche anstellen und sich die angestellten erklären.

2) Beispiel. Man habe Bornit (Buntkupfererz) zu bestimmen. Es ist metallglänzend und schmilzt vor dem Löthrohre, ohne einen merklichen Baucli

zu entwickeln, wobei man im Oxydationsfeuer den Geruch von schwellichter Säure wahrnehmen kann. Hieraus folgt, dass es sich unter I. A. befinden müsse, wenn es mit Soda Hepar giebt, welches ein Versuch uachweist. Das Verhalten zeigt leicht, dass es keynes der ersten der angegebenen Mine: ralien sein kann und dass es zu der Gruppe Chalkosin etc. gehört, deren salpetersaure Auflösung mit Aetzammoniak in Ueberschuss eine lasurblaue Fai-be annimmt. Die Faibe unterscheidet es leicht von den übrigen dieser Gruppe. — Da die Farbe bei den meisten metallglänzenden Mineralien charakteiistisch ist, so wurde sie bei diesen mit angeführt, wodurch manche Bestimmung noch abgekürzt wird.

Ebenso ist zuweilen die KrystaUisation und das spedfische Gewicht angeführt, wenn sie zur Charakteristik beitragen können. Die Bestimmung des specifischen Gewichtes ist durch die ,von Prof. Jolly erfundene Federwage ohne Gewichte so erleichtert, dass dazu nur wenige Minuten erfordert werden und verhältnissmässig sehr kleine Probestückchen genügen. (Dergl. Wagen sind von dem Mechaniker Berberich in München füi' 9 Gulden zu beziehen.) Für die Härte -Grade ist die Mohssche Skale gebraucht: 1. Talk, 2. Steinsalz, 3. Kalkspath, 4. Flussspath, 5. Apatit, 6. Orthoklas, 7. Quarz, 8. Topas, 9. Korund, 10. Diamant.

Noch muss ich bemerken, dass die Prüfung auf die Schmelzbaikeit in der Pincette vorgenommen werden muss*) und besonders bei den strengthüssigen Mineralien bat man feine Splitter zu wählen, welche über die Platinspitzen der Pincette hervorragen müssen. In stumpfen Stücken kann man ein Mineral leicht fiir unschmelzbar halten, welches in Splittern recht gut schmilzt. Dabei ist die Probe etwas ausserhalb der Spitze des blauen Lichtkegels zu halten, wo die stärkste Hitze ist. Um bemerken zu können, ob ein Mineral der Flamme Färbung ertheilt, muss eine gute reine Flamme geblasen werden, an welcher besonders der blaue Theil deutlich erscheint. Stearinkerzen mit nicht zu dünnem Dochte geben eine sehr gute Flamme.

Um Hepaibildung zu erkennen, schmilzt man das Pulver der Probe mit etwa dem dreifachen Volum Soda auf Kohle zusammen und bläst anhaltend darauf. Mau sticht dann den Kolilentheil, an welchem der Fluss haftet, mit einem Messer heraus

Mineralien, welche stark verknistern, reibt man zu einem feinen Pulver und streicht dieses dann, etwas mit Wasser befeuchtet, auf die Kohle. Beim Erhitzen vereinigen sich die Theilchen, wenn die Probe schmelzbar ist, so dass man dann die zusammengesinterte Masse mit der Pincette fassen und weiter in der Flamme behandeln kann.

und bringt ihn auf eine Silbermünze und einen Tropfen Wasser dazu. Gelbliche oder bräunliche Flecken auf dem Silber zeigen die Heparbildung an.

Für die Bestimmung des Wassergehaltes wähle man Krystalle oder compakte Stücke, ohngefähr von der Grösse einer halben Erbse. Statt eines Glaskolbens kann man sich auch einer offenen Glasröhre (von 5 Zoll Länge) bedienen. Man schiebt die Probe hinein, und bläst dann von aussen darauf; (las Wasser sammelt sich in Tropfen zu beiden Seiten der Probe an dem kälteni Theil der Röhre. — \'erknisternde Mineralien wicket man in Kupferfolie, schiebt sie so in die Röhre und erhitzt sie. Um den Gewichtsverlust durch Glühen zu bestimmen, bedient man sich am besten eines kleinen dünnen, gestielten Platintiegels, welcher ohngefähr 2 Grammen gewöhnlicher Hydrate fassen kann, befestigt ihn in einem geeigneten Rohre von Messing an einem Stativ und gebraucht zum Erhitzen ein Aeolipil, dessen oberer Flammen kegel den Tiegel umspühlen muss. Auf diese Weise wird bei talkerdehaltigen Silikaten, wie Chlorit, Ripidolith etc. das Wasser vollständig ausgetrieben, welches mit der gewöhnlichen Weingeistlampe nicht geschieht. Für die meisten Hydrate ist das Glühen in einer guten Gasflamme hinreichend. Bedient man sich zum Wägen der Jolly'schen Federwage, so genügt gewöhnlich

eine Probe von 'A Gramm Gewicht oder ein etwas über erbsengrosses Stückchen, um den Glühverlust zu bestimmen.

Bei den Auflösungsversuchen ist die Probe in einer Chalcedonschale möglichst fein zu reiben und die Säuren sind ziemlich concentrirt anzuwenden. Man bedient sich hiebei eines kleinen Digerirkolbens, oder einer Porcellanschale, welche über der Weingeistlampe erhitzt werden können. Bei den Proben, wo eine erscheinende Farbe charakteristisch (durch Behandlung der Lösung mit Stanniol, Eisen etc.), ist eine Porcellanschale am geeignetsten, wie ich überhaupt für derlei Versuche diese mehr anwende, als die Glaskolben. Mineralien, welche von der Härte des Quarzes oder härter sind, werden (mit wenigen Ausnahmen, Chrysolith und manche Granaten) von der Salzsäure unmittelbar nicht zersetzt. Um sich bei Silicaten und auch andern Verbindungen der Erden und Metalloxyde zu überzeugen, ob sie von Säuren zersetzt werden, prüft man die partielle Auflösung (nachdem das feine Pulver eine Viertelstunde oder länger mit der Säure gekocht worden war) mit Aetzammoniak und phosphorsaurem Natrum. Wenn diese beiden Reagentien einen merklichen Niederschlag geben, so isl es ein Zeichen, dass Zersetzung stattfindet, wenn sie aber nur einige Flocken fällen, so wird die Substanz nicht oder wenigstens nur sehr schwer zersetzt.

Werden Silicate als feines Pulver mit concentrirter Phosphorsäure bis zum anfangenden Fortrauchen der Säure erhitzt und (nach dem Erkalten) die Masse mit Wasser übergossen und aufgekocht, so scheiden sich gelatinöse Klumpen von Kieselerde aus.

Manche Silicate gelatiniren, nachdem sie vorher geschmolzen burden, so Granat, Vesuvian etc. Man schmilzt dazu melmere Splitter oder kleine Stücke der Probe, klopft sie auf einem Ambos unter Papier zu Pulver, reibt dieses fein und kocht es in einer Reagensröhre mit etwas verdünnter Salz- säure, wo sich beim Verdampfen der Säure gallertartige Klumpen im Rückstand zeigen oder beim ruhigen Stehenlassen nach einiger Zeit (12 Stunden) eine deutliche im Glase unbewegliche Gallerte sich bildet. Rührt man sie dann mit einem Glasstabe unter Zusatz von Wasser um, so kann man sich in der Lösung mit Ammoniak, kleesaurem Ammoniak etc. von einem Gehalt an Thonerde, Kalkerde etc. überzeugen.

Als Schwefelprobe auf nassem Wege dient in den meisten Fällen folgendes Verfahren. Man mengt eine Messerspitze voll vom Probepulver mit einem gleichen Volum Eisenpulver (ferrum alcoholisatum der Apotheker), bringt das Gemenge in ein Cylinderglas von 2 V 2 Zoll Höhe und etwa einen Zoll

Durchmesser und giesst Salzsäure einige Linien hoch darauf (1 Vol. coucentr. Säure und 1 Vol. Wasser, dann legt man einen Streifen Filtrirpapier, welches mit Bleizuckerlösung getränkt und wieder getrocknet wurde, auf einen passenden Kork und schliesst damit das Glas. Die Papierenden stehen frei nach aussen. Die Färbung des Papiers wird in etwa 1 Minute Zeit beobachtet, wobei das Glas geschüt- telt werden kann. Von Verbindungen, welche auf diesem Wege deutliche Schwefelreaction zeigen, werde ich im Texte, wo es dienen kann, anführen: „Mit der Eisenprobe hepatisch reagii'end."

Zur Erkennung der Flusssäure bei Mneralien, welche solche mit concentrirter Schwefelsäure entwickeln, bedient man sich eines kleinen Platintiegels, welchen man mit einem in der Mitte durchbohrten Platindeckel bedeckt. Auf das kleine Loch in diesem Deckel legt man ein Stückchen einer Glasplatte. Man kann dann den Tiegel in freiem Feuer erhitzen und erkennt an dem, nach dem Versuche gereinigten und getrockneten Glase sehr deutlich die Corrosion.

Manche fluorhaltige Silicate, wie z. B. Topas, geben auf diese Weise keine Spur von Flusssäure. Um in solchen das Fluor sicher nachzuweisen, muss man das feine Pulver (von etwa 2 Grammen) mit Kalihydrat und etwas Wasserglas im Silbertiegel

schmelzen und etwa 4 Stunde im Fluss erhalten. Dann löst man die Masse mit Wasser auf, fallt die Kieselerde durch Salmiaklösung, filtrirt, säuert das Filtrat mit Salzsäure etwas an, setzt eine liösung von salzsaurem Kalk zu und fällt mit Aetzammoniak das Fluorcalcium , welches wohl getrocknet und dann weiter mit Schwefelsäure geprüft wird.

Dass man nur von reinem und homogenem Material eine bestimmte Reaction hervorbringen kann . bedarf keiner Bemerkung. Glaubt man es mit einem nicht ganz reinen Material zu thun zu haben, so muss man auf das Vorkommen und die Begleiter desselben Rücksicht nehmen, und danach die Reactionen beurtheilen. So braust z. B. mancher Wollastonit mit Säuren, obwohl ihm diese Reaction nicht eigenthümlich ist. Der Grund hievon liegt in beigemengtem Kalkspath.

sind in diesen Tafeln ziemlich alle Mineralspecies angeführt, welche bis jetzt hinlänglich bestimmt sind, und über deren chemisches Verhalten ich mir durch eigene Versuche oder glaubwüridge Angaben Anderer Kenntniss verschaffen konnte*).

Dazu lieferten schätzbares Material: A, Kemgott's Uebersicht der Resultate mineralogischer Forschungen von 1862 — 1865 und Descriptive Mineralogy, comprising te most recent Discoveries by J. D. Dam, aide by O. J. Brush, 5. edit. New York 1868,

Dass ich auch die fossilen Kohlen anhangsweise heigefügt habe, wird Manchem willkommen sein*). Wo man durchsichtige Proben anwenden kann, ist die Bestimmung der einfachen oder doppelten Strahlenbrechung oft sehr nützlich. Man bedient sich dazu des Stauroscops (s. meine Mineralogie 2. Aufl.). Diejenigen Mineralien, welche das Kreuz im Stau-ein

Werk, welchem an Vollständigkeit und kritischer Zusammenstellung kein anderes ähnliches gleichkommt.

Der für die Versuche nöthine Apparat besteht wesentlich in Folgendem : Löthrohr , Pincette mit Platinspitzen, einige Platindrähte, Wachs-oder Stearinkerze (der innere Flammeukegel 'muss beim Blasen mit dem Löthrohre blau erscheinen, ebenso der untere TheU am Licht der brennenden Kerze), Hammer und Ambos, Kohlen, dünne Glasröhren oder Kolben, Glasstäbe, Cylindergläser, Glaskolben zum Kochen, PorceUanschalen, Filtrirtrichter, Platintiegel, ein kleiner Silbertiegel, eine Weingeistlampe, ein Aeolipil. Von Reagentien: Borax, Phosphorsalz, Soda (rein und frei von Schwefelsäure), Cyankalium, salpetersaure Kobaltauflösung, saures schwefelsaures Kali , schwefelsaures Eisenoxydul- Ammoniak in Krystallen, Salzsäure, Salpetersäure (beide chemisch rein), Schwefelsäure, concentrirte Phosphorsäure, Aetzammoniak, kleesaures Ammoniak, Kalilauge, kohlensaures Kali, phosphorsaures Natrum, salpetersaurer Baryt, salpetersaures Silberoxyd, Curcuma-und Lakmuspapier, Stanniol, Eisenpulver (frei von Schwefel) etc.

V. KoUetl, Tafeln. 9. Aufl.

roscoe beim Drehen mit Farben verändern oder drehen oder auslöschen, sind von doppelter Brechung, die es, in mehreren Richtungen im Stauroscop betrachtet und gedreht, nicht verändern, sind einfach brechend. — Zur Prüfung auf Pyroelectricität gebraucht man ein Haar des sog. Gemsbartes, welches zwischen den Fingeni nach der Spitze gestrichen, stark + el. wird. —

Uebersicht.

/. Mineralien mit MetaMglanz.

(Von den metallähnlioh glänzenden sind nur diejenigen in dieser Abtheilung begriffen, welche zugleich, auch an dünnen Kanten, Tollkommen undurchsichtig sind)

leicht vor andern zu unterscheiden sind die gediegenen unter dem Hammer dehnbaren Metalle und das Quecksilber. S. pag. 1.

Die übrigen bilden folgende Gruppen:

A, Schmelzbar von 1 — 5 oder atich leicht flüchtig.

1. Vor dem Löthrohr auf Kohle starken knoblauchartigen Geruch von Arsenik verbreitend, pag. 2.

2. V. d. L. auf Kohle oder in einer offenen Glasröhre erhitzt, starken rettigartigen Geruch von Selen verbreitend. pag. 6.

3. V. d. L. auf der Kohle einen weisslichen Beschlag gebend , der die Reductionsflamme grünlich und grOnlichblau färbt. In einem kleinen Glaskolben mit viel concentr. Schwefelsäure gelinde erhitzt, der Säure eine purpurrothe oder auch hyazinthrothe Farbe ertheilend, welche auf Zusatz von Wasser unter Bildung eines schwarzgrauen Präcipitats (von Tellur) verschwindet, pag. 8.

4. V. d. L. auf Kohle starken Antimonrauch entwickelnd. pag. 10.

5. Y. d. L. mit Soda Hepar gebend, ohne die allgemeinen Charaktere der vorhergehenden Abtheilung zu zeigen, pag. 18.

6. Nicht unter die vorhergehenden Abtheilungen ge- hörend. pag. 17.

B. Unschmelzbar oder von dem Schmelzgrade über 5 und nicht flüchtig.

1. V. d. L. dem Boraxglase, in sehr geringer Menge zugesetzt, im Oxydationsfeuer eine amethystrothe Farbe ertiieilend. pag. 20.

2. Y. d. L. im Bedactionsfeuer auf Kohle anhaltend erhitzt, magnetisch werdend, pag. 22. s

3. An die vorhergehenden zum Theil sich anschliessend, pag. 23.

II. Mineralien ohne Metallglanz.

Ä. Vor dem Löthrohre leicht verflüchtigend oder verbrennend, pag. 26.

B. V. d. L. schmelzbar von 1 — 5 und nicht flüchtig oder nur theilweise.

I. V. d. L. mit Soda auf Kohle geschmolzen, ein Metallkom gebend oder für sich eine auf die Magnetnadel wirkende Masse:

1. V. d. L. mit Soda ein Silberkom gebend, pag. 28.

2. V. d. L. mit Soda ein Bleikorn gebend, pag. 30.

3. Es ertheilen mit Salzsäure befeuchtet der Löthrohrflamme eine schöne blaue Färbung und geben mit Salpetersäure eine Auflösung, welche sich bei Zusatz von Aetzammoniak in Ueberschuss lasurblau färbt, pag. 34.

a) y. d. L. auf Kohle starken arsenikalischen Geruch entwickelnd. pag. 34.

b) y. d. L. keinen arsenikalischen Geruch entwickelnd, pag. 3G.

4. V. d. L. dem Boraxglase eine schöne sapphirblaue Farbe ertheilend. pag. 38.

5. V. d. L. in der Pincette oder auf der Kohle im Keductionsfeuer geschmolzen eine schwarze oder graue, auf die Magnetnadel wirkende Masse gebend, ohne imter die vorhergehenden Abtheilungen zu gehören, pag. 39.

a) Beim Schmelzen starken arsenikalischen Geruch entwickelnd. pag. 39.

b) ln Salzsäure ohne merklichen Rückstand aullSslich und ohne Gallerte zu bilden, pag. 40.

c) Mit Salzsäure eine Gallerte bildend oder mit Ausscheidung von Kieselerde sich zersetzend, pag. 43.

d) yon Salzsäure nur wenig angegriffen, pag. 45.

6. Nicht unter die vorhergehenden Gruppen gehörend, pag. 47.

II. Mineralien ohne Metallglanz.

B. V. d. L. schmelzbar von 1 — 5 und nicht flüchtig oder nur theilweise.

II. V. d. L. mit Soda auf Kohle geschmolzen kein Metallkorn gebend und für sich keine auf die Magnetnadel wirkende Masse:

1. Nach dem Schmelzen und anhaltenden Erhitzen auf Kohle, in der Pincette oder bei den sehr leichtflüssigen im Platinlöffel oder auf einem Platinbleche, alkalisch reagirend, und mit Wasser befeuchtet, Curcumapapier braun förbend. pag. 48.

o) In Wasser leicht und Tollkommcn auflöslich. pug. 48. b) In Wasser schwer oder unauflöslich, pag. 60.

2. In Salzsäure, einige auch in Wasser, ohne merklichen Rückstand auflöslich, beim Eindampfen der Lösung nicht gelatinirend, pag. 52.

3. In Salzsäure zur vollkommenen steifen Gallerte auf- löslich. pag. 54.

a) y. d. L. im Kolben Wasser gebend, pag. 55.

b) Y. d. L. im Kolben kein oder nur Spuren von Wasser gebend. pag. 56.

4. In Salzsäure mit Hinterlassung von Kieselerde auf- löslich , ohne vollkommene Gallerte zu bilden, pag. 59.

а) V. d. L. im Kolben Wasser gebend, pag. 59.

б) V. d. L. im Kolben kein oder nur Spuren von Wasser gebend, pag. 62.

5. Von Salzsäure wenig angegriffen und v. d. L. dem Boraxglase starke Manganfarbe ertheilend. pag. 64.

6. Nicht unter die vorhergehenden Abtheilnngen ge- hörend. pag. 65.

II. Mineralien ohne Metallglanz.

C. Unschmelzbar odo' von dem Schmelzgrade über 5:

1. Nach vorhergegangenem Glühen mit Kobaltauflösung befeuchtet und v. d. L. geglüht eine schöne blaue Farbe annehmend, pag. 72.

o) V. d. L. im Kolben viel Wasser gebend, pag. 72.

b) V. d. L. im Kolben kein oder nur wenig Wasser gebend. pag. 7.5.

2. Mit Kobaltauflösung befeuchtet und v. d. L. geglüht eine grüne Farbe annehmend, pag. 78.

3. Nach dem Glühen alkalisch reagirend und mit Wasser befeuchtet Curcumapapier braun färbend, pag. 79.

4. In Salzsäure oder, wo diese nicht wirksam, in Salpetersäure vollkommen oder grösstentheils auflöslich, ohne beim Eindampfen der Lösung zu gelatiniren oder einen bedeutenden Eückstand von Kieselerde zu hinterlassen, pag. 81.

5. Mit Salzsäure gelatinirend, oder sich mit Ausscheidung von Kieselerde zersetzend, pag. 86.

a) V. d. L. im Kolben Wasser gebend, pag. 80.

b) V. d. L, im Kolben kein oder nur Spuren von Wasser gebend, pag. 90.

6. Nicht unter die vorhergehenden Gruppen gehörend, pag. 91.

a) In der Härte unter 7. pag. 91.

b) Von der Härte 7 und darüber, pag. 90.

I. Mineralien mit Metallglanz.

Von den Mineralien, welche unvollkommenen Metallglanz zeigen, sind nur diejenigen in dieser Abtheilung begriffen, welche zugleich undurchsichtig Vorkommen, wie z. B. Wolfram, Chromeisenerz etc.

Es werden leicht durch ihre physischen Eigenschaften vor andern unterschieden und sind unt&r dem Hammer dehnbar und geschmeidig:

Gediegen Silber Ag, silberweiss, in Salpetersäure leicht auflöslich; die Auflösung giebt, auch stark verdünnt, mit Salzsäure einen weissen käsigen Niederschlag, welcher schnell am Licht seine Farbe verändert und bläulichgrau wird. H. 2, 5.

Gediegen Gold Au und Elchtrum (Goldsilber) Ag -j- xAu, mehr oder weniger von goldgelber Farbe. Gediegen Gold nur in Salpetersalzsäure auflöslich, ohne einen merklichen Kückstand. Goldsilber wird von Salpetersalzsäure ganz oder theil weise zerlegt, mit Ausscheidung von Chlorsilber. Verdünnt man einige Tropfen der durch Eindampfen concentrirten Goldlösung mit einer grossen Menge Wasser, so dass die zuvor gelbe Flüssigkeit fast farblos wird, und erwärmt sie in einer Schaale mit einem Stanniolblech, so färbt sie sich schön purpurroth und setzt beim Stehenlassen den sogenannten Goldpurpur (zinnsaures Goldoxydul) ab.

r. Kobell, Tafeln. 9, Aufl. .

Gediegen Kupfer Ca, von kupferrother Farbe, in Salpetersäure zur himmelblauen Flüssigkeit auflöslich. Die Aufl. giebt mit Aetzammoniak ein blues Präc. , welches sich in üeberschuss zur lasurblauen Flüssigkeit auflöst.

Gediegen Blei Pb, von bleigrauer Farbe : v. d. L. leicht schmelzbar, rauchend und die Kohle grünlichgelb beschlagend. In Salpetersäure leicht auflöslich. Die Auf- lösung giebt, stark verdünnt mit Salzsäure kein, dagegen mit Schwefelsäure ein starkes Präcipitat. H. 1,5.

Gediegen Platin Pt und Palladium Pd, beide unschmelzbar. Platin ist von stahlgrauer Farbe, wird nicht von Salpetersäure, aber von Salpetersalzsäure aufgelöst. Palladium, stahlgrau in 's Silberweisse, wird von Salpetersäure, leichter von Salpetersalzsäure aufgelöst. Die Auflösung von Platin giebt mit kohlensaurem Kali ein gelbes, in üeberschuss unauflösliches, die von Palladium ein bräunliches, in üeberschuss auflösliches Präcipitat.

Gediegen Eisen Fe, lichte stahlgrau, vom Magnet gezogen. ünschmelzbar, in Salzsäure leicht auflöslich.

Argentit, welcher auch dehnbar, s. Abthl. 5., ebenso Hessit, Abthl. 3.

Gediegen Quecksilber Hg ist leicht zu erkennen, da es in gewöhnlicher Temperatur flüssig ist. Zinnweiss.

Die übrigen metallglänzenden Mineralien bilden folgende Gruppen. Es sind:

A. Schmelzbar von 1 — 5 oder leicht flttchtig.

1. Auf der Kohle v. d. L. starken knoblauchartigen Geruch von Arsenik verbreitend.

Gediegen Arsenik As verflüchtigt v. d. L. ohne zu schmelzen und sublimirt im Kolben als metallischer graulicher krystallinischer Beschlag. Bei manchem schmilzt der letzte Sich verflüchtigende Theil. Auf frischem Bruche zinnweiss.

Binnit Pb* As schmilzt sehr leicht, allmählig verflüchtigend, von Salpetersäure wird er mit Ausscheidung von schwefelsaurem Bleioxyd aufgelöst. Die Lösung wird durch Ueberschuss von Ammoniak nicht blau ge- färbt. Von concentrirter Kalilauge wird beim Kochen Schwefelarsenik extrahirt, aus der Lösung mit Salzsäure in gelben Flocken fällbar. Strich röthlichbraun. Aehnlich verhält sich der Arsenomelan und der Jordanit, letzterer mit schwarzem Strich.

Dufrenoysit*) €uAs*, Tennaniit (Arsenikalisches Fahl-

Zn*

nf ,Polybasit 'T

As

in,

Sb

I n I

Enargit -Gu As und Domeyhit Cu® As. V. d. L. auf Kohle geschmolzen und dann mit Salzsäure befeuchtet, ertheilen sie der Flamme eine blaue Farbe. Die salpetersaure Lösung färbt sich mit Aetzammoniak in Ueberschuss lasurblau, mit Salzsäure erhält man bei Polybasit ein starkes Präcipitat von Chlorsilber, bei den übrigen kein oder ein sehr geringes Präc. Mit Kalilauge bis zum Dickfliessen gekocht, dann mit Wasser gelöst und filtrirt, wird aus allen, den Domeykit ausgenommen, Schwefelarsenik (auch Schwefelantimon) ausgezogen, durch Salzsäure in gelben, auch röthlichgelben Flocken fällbar. Enargit ist unter 98°

Nach Kcnngotts Nomenklatur.

1

' deutlich spaltbar, die übrigen sind nicht spaltbar. Dufrenoysit hat eine dunkelstahlgraue Farbe, Tennantit eine lichte stahlgraue, Domeykit eine silberweisse in's Gelbe. Die salpetersaure Lösung der meisten Tennantite giebt mit Aet/amniouiak ein röthlichbraunes Prä- cipitat von Eisenoxydhydrat ; die Lösung von Dufrenoysit giebt kein solches.

In die Nähe des Domeykit (sp. G. 7 — 7,5) der Algodonit und Withneyü (sp. G. 8,3).

Smaltin Co As*, Skuttcrndit (Tesseralkies) Co As*, Kohaltin (Glanzkobalt) Co As* Co S*, Glau- Co) . ,

kodot Ni>,® und AUoklas As, S, Bi, Co, Fe . . .

ertheilen v. d. L. dem Boraxglase eine sapphirblaue Farbe. Von Salpetersäure werden sie mit Ausscheidung von arsenichter Säure aufgelöst. Die Lösungen sind roth. Die concentr. Lösung von AUoklas wird von Wasser getrübt, die der übrigen nicht. Sie geben mit Wasserglas blues Präc. Smaltin, Skutterudit und Glaukodot geben, im Glaskolben bis zum Schmelzen des Glases erhitzt, ein Sublimat von metallischem Arsenik, Kobaltin giebt kein solches Sublimat. Die stark sauere und verdünnte Lösung von Kobaltin und Glaukodot giebt mit salzsaurem Baryt starkes Präc. von schwefelsaurem Baryt; die Lösungen von Smaltin und Skutterudit geben kein oder nur ein geringes Präcip. Kobaltin spaltet ausgezeichnet hexaedrisch, ebenso Skutterudit; Glaukodot spaltet nach einem rhomb. Prisma von 110'/* Smaltin ist nicht spaltbar.

Mancher Smaltin ist stark nickelhaltig und nähert sich dem Chloanthit; dann ist seine salpetersaure Lö-

sung grünlich. Man erkennt den Xickelgehalt , wenn man das Pulver mit Salpetersäure zersetzt, dann (ohne zu filtriren) so lange tropfenweise Ammoniak zugiebt, bis deutliche alkalische Keaction eintritt, und unver- dünnt filtrirt. Das Filtrat ist himmelblau.

Vergl. die folgenden und gediegen Wismuth, welches öfters mit Kobalterzen verunreinigt ist. Seine concentr. Salpetersäure Lösung wird von Wasser getrübt wie bei Alloklns, dessen Farbe aber atabigrau, während ged. Wismuth röthlich silberweiss.

Nickelin (Kothnickelkies) Ni As, Chloauthit (Weissnickelkies Ni As* und Gersdorffit (Nickelarsenikglanz) Ni + Ni As* geben mit Salpetersalzsäure gekocht, eine apfelgrüne Lösung. Mit Aetzamraoniak in Ueberschuss erhält man eine sapphirblaue Flüssigkeit. Kalilauge und Kieselkali geben in der 'Aufl. grünliche Niederschläge. Salzsaurer Baryt bringt in der saueren verdünnten Aufl. des Gersdorffit ein starkes Präc. hervor, von den übrigen erhält man kein oder nur ein geringes. — Nickelin und Gersdorffit geben im Kolben kein Sublimat von metallischem Arsenik, dagegen er- hält man ein solches von Chloanthit*). Diesem ähnlich verhält sich der Ohatamit, dessen Lösung mit Ammoniak in üeberschuss ein rothbraunes Präc. giebt, ferner Korynit, welcher v. d. L. auf Kohle neben dem Arsenikrauch auch Antimonrauch giebt. — Diese Mineralien reagiren v. d. L. gewöhnlich auf Kobalt. — Die Farbe des Nickelin ist lichte kupfen'oth, die des Chloanthit und Ohatamit zinnweiss, die des Gersdorffit

Der Rara me I s b orgi t unterscheidet sich vom Chloanthit nur durch die Krystallisation, welche bei diesem tessera), bei jenem rhombisch.

lichte bleigrau, dem Zinnweissen sich nähernd. Der Korynit ist silberweiss in's Stahlgraue.

Vergl. Ullmannit 4.

Arsenopi/rit (Arsenikkies) Fe S' -f- Fe As*. V. d. L. im Kolben giebt er ein Sublimat von metallischem Arsenik, und schmilzt dann zu einer schwarzen, nach langem Blasen magnetischen Kugel*). In Salpetersäure ist er mit Ausscheidung von Schwefel und arsenichter Säure auflöslich. Die Aufl. giebt mit Aetzammoniak ein röthlich gelbes Präc. Mit der Eisenprobe stark hepatisch reagirend. Auf frischem Bruche silberweiss, etwas in's Grauliche. Sp. G. 6,2.

Vergl. gediegen Wismuth G, und gediegen Antimon, welche öfters arsenikhaltig, und durch LeichtflOssigkeit und gelbeu oder weissen Beschlag der Kohle leicht zu erkennen sind.

Mancher Proustit zeigt auch metallischen Qlanz, ist leicht kenntlich durch sein rothes Strichpulver.

3. Es verbreiten v. d. L. auf Kohle, oder in einer offenen Glasröhre erhitzt, starken rettigartigen Geruch von Selen. (Vergleiche auch die folgende Abtheilung.) Tiemannit (Selenquecksilber) Hg, Se und Lehrhaehit (Selenquecksilberblei) Pb, Hg, Se geben mit Soda im Kolben metallisches Quecksilber, ebenso wenn sie als Pulver mit Eisenpulver gemengt in Kupferfolie gewickelt, im Glasrohr erhitzt werden. Selenquecksilberblei giebt auf der Kohle mit Soda Bleikörner, Selenquecksilber nicht. Beide verdampfen leicht: Selenquecksilber mit Schmelzen, Selenquecksilberblei schon vor

welcher aber nach dem Verjagen des Arseniks nur schwer und unvollkommen auf der Oberfläche schmilzt. Spec. 6. 7,2. Mit der Eisenprobe nicht oder nur schwach hepatisch reagirend.

dem Schmelzen. Die Farbe des erstem ist zwischen' stahlgraa und ärzlich-blaugrau , die des letztem bleigrau.

Clausthalit (Selenblei) Pb Se verflüchtigt v. d. L. grösstentheils, ohne zu schmelzen, und beschlägt die Kohle anfangs schwach metallisch grau, daun weiss und grün- lichgelb. Mit Soda giebt er Bleikörner, doch schwierig. Die salpetersaure Aufl. fällt mit Schwefelsäure schwefelsaures Bleioxyd. Mit concentr. Schwefelsäure in einem Kolben bis zum anfangenden Verdampfen der Säure erhitzt, färbt sich diese schön grün und giebt mit Wasser ein schön rothes Präc. oder dergl. Trübung (v. Selen). Farbe bleigrau.

Naumannit (Selensilber) Ag Se schmilzt leicht, in der äussern Flamme rahig, in der innern mit Aufschäumen und giebt mit Borax ein reines Silberkorn. In concentr. Salpetersäure auflöslich. Die Aufl. giebt mit Salzsäure ein starkes Präc. von Chlorsilber. Farbe eisenschwarz.

Berzelin (Selenkupfer) Cu* Se, Baphanosmit (Selenbleikupfer) Pb Se -f- Cu Se und Eukairit Cu* Se -f Ag Se schmelzen auf .Kohle zu einem metallischen Korn, welches, mit Salzsäure befeuchtet, die Flamme schön blau färbt. In concentr. Salpetersäure sind sie aufl.; die Aufl. erhält mit Aetzammoniak in üeberschuss versetzt eine lasurblaue Färbung. Die Aufl. von Eukairit giebt mit Salzsäure ein starkes Präc. von Chlorsilber, die von Raphanosmit mit Schwefelsäure ein Präc. von schwefelsauerm Bleioxyd, die von Berzelin mit beiden Säuren keinen Niederschlag. Die Farbe des Berzelin ist silberweiss, die von Eukairit und Baphanosmit bleigrau. Eine dem Berzelin ähnliche 18 Procent Thallium

enthaltende Verbindung ist der Crookesit, er förbt die Löthrohrflamme lebhaft grün.

3. V. d. L. auf der Kohle einen toeisslichen Beschlay (jebend, der die Eeductionsßamme grünlich oder grün- lichblau färbt. In einem, kleinen Glaskolben mit viel concentr. Schtvef eisäure gelinde erhitzt, der Säure eine purpurrothe oder auch hyazinthrothe Farbe crtheilend, tvelche auf Zusatz von Tt'asser unter Bildung eines schtvarzgrauen Präcipitats (v. Tellur) verschwindet.

Wenn man das Pr3c. auf einem Filtrum sammelt und trocknet, so ertheilt es der conc. Schwefelsäure beim anfangenden Erwärmen die Purpurfarbe; diese verschwindet bei forgesetztem Erhitzen. Die meisten Tellurrerbindungen entwickeln auf der Kohle v. d. L. auch etwas rettigartigen Geruch von Selen.

Die Tellurerze können nach der Farbe in zwei Gruppen unterschieden werden, a) Von zinnweisser oder silberweisser Farbe sind: Gediegen Tellur Te. V. d. L. schmilzt es leicht, lässt sich ganz fortblasen, raucht stark und brennt mit grünlicher Flamme. In Salpetersäure ist es ohne Rückstand auflöslich. Die Auflösung giebt mit Kalilauge ein weisses, in Ueberschuss grösstentheils auflösliches Präcipitat. Salzsäure und Schwefelsäure bringen keinen merklichen Niederschlag hervor. Farbe zinnweiss in's Silberweisse.

Hessit (Tellursilber) Ag Te und Altait (Tellurblei) Pb Te sind in Salpetersäure ohne Rückstand auflöslich. Die Aufl. von Hessit giebt bei Ueberschuss von Salpetersäure mit Schwefelsäure kein, die von Altait ein starkes Präc. Der erste giebt mit Soda v. d. L. ein Silberkorn. Hessit ist geschmeidig, Altait mile, aber nicht geschmeidig. Farbe zinnweiss.

Müllerin (Weisstellur), Te, Au, Pb, Ag ist in Salpeter- säure mit Ausscheidung von Glold grösstentheils aufl. Die Auflösung giebt mit Salzsäure ein Präcipitat von Chlorsilber, mit Schwefelsäure einen Niederschlag von schwefelsaurem Bleioxyd. Silberweiss in's Messinggelbe. Spröde. (Gehört wahrscheinlich zum Sylvanit.')

Vergl. die folgenden.

b) Von bleigrauer oder stahlgrauer Farbe sind:

Tetradymit, Bi, Te, S, schmilzt vor dem L. leicht zur silberweissen spröden Metallkugel. Ist in Salpetersäure leicht, mit Ausscheidung von etwas Schwefel, auflösl. Die Aufl. giebt mit Schwefelsäure und Salzsäure kein, mit Kalilauge ein weisses, in TJeberschuss unauflösliches Präc. Lichte bleigrau. In dünnen Blättchen etwas biegsam. Eine ähnliche Verbindung ist der Jos'cit.

Sylvanit (Schrifterz), Au, Ag, Te*). — V. d. L. leicht schmelzend, bei längerem Blasen zum geschmeidigen Metallkorn. In Salpetersäure unvollkommen, in Salpetersalzsäure mit Ausscheidung von Chlorsilber aufl. Die Auflösung giebt bei den reineren Varietäten mit Schwefelsäure kein Präc. Lichte stahlgrau.

Nagyayit (Blättererz), Pb, Au, Te, S. V. d. L. leicht schmelzend, bei lange fortgesetztem Blasen zu einem geschmeidigen Metallkorn. In Salpetersalzsäure leicht und grösstentheils auflöslich. Die Aufl. giebt mit Schwefelsäure ein starkes Präc. von schwefelsaurem Bleioxyd. Mit concentr. Schwefelsäure erhält man beim Erwär- men nicht wie bei den vorhergehenden eine schön rothe Flüssigkeit, sondern eine hyazinthrothe oder

Von ähnlicher Mischung (mit grösserem Silbergehnlt) ist der Petzit.

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bräunlichgelbe. Von Wasser wird sie mit Ausscheidung von Tellur entfärbt. ärzlich bleigrau.

Vergl. auch Belonit 5.

4. Es entwickeln v. d. L. starken Antimonrauch.

Der Bauch ist beinahe geruchlos oder riecht nach schweflichter Säure oder schwach arsenikalisch von Schwefeloder zufälligem Arsenikgehalt der Erze. Er beschlägt,* wie er sich bei der ersten Einwirkung der Hitze entwickelt, die Kohle rein weiss und ertheilt der Keductionsflamme keine Farbe.

Gediegen Antimon Sb, Antimonit (Antimonglanz) Äb,

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Zinkenit Pb Äb, Jamesonit Pb* Sb und Boumonit

I Iii I Iii

Pb' Sb 4" sind v. d. L. vollkommen flüchtig

oder können grösstentheils fortgeblasen werden.

Gediegen Antimon unterscheidet sich von den übrigen schon durch seine zinnweisse Farbe. V. d. L. stark erhitzt brennt es lang fort, ohne dass man weiter darauf bläst und bedeckt sich mit weissen Nadeln von Oxyd*).

Antimonit wird als Pulver von concentrirter Kalilauge schnell ockergelb gefärbt und ist darin grösstentheils auflöslich. Die Auflösung fällt mit Salzsäure gelbrothe Flocken. Bleigrau in's Stahlgraue.

Zinkenit, Jamesonit und Boumonit sind von stahlgrauer Farbe. Sie verändern, als Pulver mit Kalilauge digerirt, ihre Farbe nicht, doch wird von der Lauge beim Einkochen bis fast zur Trockene, Schwefelantimon ansgezogen, welches mit Salzsäure in gelbrothen oder orangefarbenen Flocken gefällt wird. Zinkenit und Jamesonit werden von Salpetersäure zu einem weissen

gediegen Wismuth und Bismuthin.

Pulver oxydirt, ohne dass viel aufgelöst und der Säure eine Farbe ertheilt wird. Von Boumonit erhält man eine partielle himmelblaue Auflösung, welche mit Schwefelsäure ein weisses Präc. von schwefelsaurem Bleioxyd giebt und mit Aetzammoniak in Ueberschuss eine lasurblaue Farbe annimmt. Dem Boumonit ähnlich ver- hält sich der Stylott/2, giebt aber in der salpetersalzs. Lösung mit Schwefelsäure kein Präcipitat.

Zinkenit ist nicht spaltbar, seine Härte 3,5. Jamesonit ist vorzüglich in einer Richtung spaltbar, seine Härte 2,5.

Diesen Mineralien stehen im chemischen Verhalten sehr nahe die selten vorkommenden Verbindungen (von

Pb und -S-b) : Boulangerit, Geokronit, Kilbrikenit, Playionit, Meneghinit.

Auch mancher mit Antimonit gemengte Galenit (Bleiglanz)

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verhau sich ähnlich und ebenso Kobellit Pb 1 1 1 , welcher 35

Procent Schwefelwismuth enthält. Wird dessen Pulver mit concentr. Salpetersäure eingekocht, dann mit verdünnter Salpeter- säure Ubergossen und hltrirt uud das Filtrat wieder bis zur Krystallisation eingekocht, so entsteht beim AuflSsen in Wasser eine weiss Trübung von bas. Salpeters. Wismuthoxyd; wird dieses RItrirt, so fällt Schwefelsäure im Filtrat Schwefels. Bleioxyd.

Diskrasit (Antimonsilber) Ag Sb, Stephanit (Sprödglaserz) Ag* Äb, Polytelit (Silberfahlerz*) Sb4-2

Das silberarme Antimonialfahlerz, Tetraedrit, unterscheidet sich von dem silberreichen durch den geringeren Niederschlag, welchen Salzsäure in der salpetersauren Aufl. hervorbringt, mit Ammoniak in Ueberschuss erhält man bei beiden eine lasurblaue Flüssigkeit.

Sb und Myargyrit Ag Sb geben v. d. L. mit

Soda, oder Borax und Soda ein geschmeidiges Silberkom und die salpetersaure Auflösung fällt mit Salz- säure Chlorsilber. Diskrasit hat silberweisse Farbe, giebt mit Soda kein Hepar und wird von Kalilauge nicht angegriffen. Die übrigen geben mit Soda Hepar und von Kalilauge wird Schwefelantimon ausgezogen, welches durch Salzsäure in orangefarbenen Flocken ge- fällt wird. Die partielle salpetersaure Auflösung von Stephanit und Myargyrit nimmt, mit Aetzammoniak in üeberschuss versetzt, keine oder nur eine schwach bläuliche, die von Polytelit aber eine lasurblaue Farbe an. Die Farbe von Stephanit ist eisenschwarz — ärzlichbleigrau, im Striche schwarz, die von Myargyrit eisenschwarz — lichte stahlgrau, im Striche dunkelkirschroth, die von Polytelit stahlgrau — eisenschwarz, im Striche graulichschwarz. Die Härte von Stephanit und Myargyrit ist 2,5, die von Polytelit 3,5. Ein im Allgemeinen den vorhergehenden sich ähnlich verhaltendes, Erz ist der tesseral krystallisirende Brong-

I I I I I

niartit Sb, Ag, Pb, welcher beim Zersetzen mit Salpetersäure Schwefels. Bleioxyd ausscheidet. Ebenso der Freiesiebenit , welcher aber klinorhombisch krystallisirt.

Vergl. Pyrargyrit.

Spaniolith (Quecksilberfahlerz) Cu, Hg, Sb, S. Die Salpeters. Aufl. färbt sich mit Ammoniak in üebersehuss lasurblau. Giebt mit Soda im Kolben Quecksilber.

Challcostibit (Kupferantimonglanz) Gu Sb giebt mit Soda nach längerem Schmelzen ein Kupferkorn und in der

salpetersauern Aufl. bringt Salzsäure kein Präc. hervor, Ammoniak in Ueberschuss färbt sie lasurblau. Bleigrau-eisenschwarz.

hauptit (Antimonnickel) Ni Sb und Berthierit -Sb*, geben nach anhaltendem Schmelzen auf Kohle eine magnetische Kugel. Breithauptit ist strengflüssig, Salz- säure greift ihn wenig an, Salpetersäure löst ihn leicht und vollkommen auf. Farbe lichte kupferroth in's Violette. UUmannit ist leichtflüssig, Salzsäure greift ihn wenig an, Salpetersalzsäure löst ihn mit Ausscheidung von Schwefel auf*). Farbe bleigrau in's Stahlgraue. Berthierit ist leichtflüssig und wird von Salzsäure leicht und vollkommen mit Entwicklung von Schwefelwasserstoff aufgelöst; Fai-be dunkel stahlgrau, etwas iu's Bräunliche.

5. Es gehen v. d. L. mit Soda Hepar, ohne dass ihnen die in den vorhergehenden Numnern angegebenen allgemeinen Charaktere zukommen. Mit der Eisenprobe hepatisch reagirend.

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Argentit (Glaserz) Ag und Jalpait, Ag, -Gu, sind von den folgenden leicht durch ihre Geschmeidigkeit zu unterscheiden, indem sie sich wie Blei schneiden lassen. Die Salpeters. Lösung giebt mit Salzsäure starkes Präc. von Chlorsilber, mit Zusatz von Ammoniak färbt sie sich bei Jalpait blau, bei Argentit nicht. Mit Cyankalium V. d. L. auf Kohle leicht zu Silber und kupferhaltigem Silber reducirbar. Der Akanthil unterscheidet

Im Uebrigen verhalten sich die Aufl. von Breithauptit und UUmannit mit Ammoniak, wie unter I. bei Nickelin angegeben.

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sich vom Argentit nur durch die Krystallisation, welche bei diesem tesseral, bei jenem rhombisch.

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Alabandin (Manganglanz) Mn und Hauerit Mn sind von den folgenden leicht durch die Farbe des Pulvers zu unterscheiden, welche hei ersterem lauchgrOn, bei letzterem bräunlichroth. Beide geben mit einem Gemisch von Phosphors, und Salpeters, eingekocht eine schöne violette Flüssigkeit.

Zinnober Hg, in manchen Variet. von bleigrauer Farbe, ist durch den rothen Strich charakterisirt. Giebt im Kolben mit Eisenpulver gemengt und in Kupferfolie gewickelt, metallisches Quecksilber.

Vergl. Proustit und Pyrargyrit.

Galenit (Bleiglanz) i*b kann v. d. L. mit Soda leicht zu Blei reducirt werden und beschlägt die Kohle grünlichgelb. Ist in concentr. Salpetersäure leicht mit Ausscheidung von Schwefel und schwefelsaurem Bleioxyd aufl. Bleigrau, würflig spaltbar. Die Salpeters. Aufl. des Galenit nimmt mit Aetzammoniak ,in üeberschuss versetzt keine blaue Farbe an. Letzteres ist

aber der Fall bei der Aufl. des Cujproplumbit -Gu 2

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Pb, der sonst ein dem Galenit ähnliches Verhalten

V. d. L. zeigt. Der ebenfalls ähnliche Huaskolit Pb

-j- l'/j Zn giebt nach Zersetzung mit Salpetersäure und (nach zugesetzter Schwefelsäure) Abscheidung des Schwefels. Bleioxyds, mit Ammoniak keine blaue Farbe und weiter mit Schwefelammonium ein weissliches Präc. von Schwefelzink.

Chalkosin (Kupferglanz), Gu, Stromeyerit (Silberkupferglanz), Gu Ag, TVjYrtcM (Kupferwismutherz) Gu* Üi,

Fe*

Zn*

Än + -Gu* Sn, Chalkopyrit

(Kupferkies), Gu i'e, Cuban, Gu Fe -f 2 Fe, Bornit

(Buntkupfererz*), Gu'* Fe, Belonit (Nadelerz), -Gu* öi + Pb* Bi, Saynit (Nickelwismuthglanz), Bi + 10

Cupi ophmUt, Gu Pb* und Pentlandit (Eisennickelkies),

Ni 2 Fe geben mit Salpetersäure eine partielle himmelblaue oder grüne Auflösung, welche durch Aetzammoniak in üeberschuss eine himmelblaue oder lasurblaue Farbe annimmt. Wird die blaue ammoniakal. Flüssigkeit mit Schwefelsäure stark angesäuert, und dann ein Streifen von blanket Eisenblech hineingestellt, so wird auf diesem bei allen, mit Ausnahme von Saynit und Pentlandit (wenn ihnen nicht Chalkopyrit beigemengt ist) metallisches Kupfer geftllt. Die Farbe von Chalkopyrit**) und Cuban ist messinggelb, der letztere hexaedrisch spaltbar, der erstere nicht; die Farbe des Bornit ist auf frischem Bruche kupferroth in's Gelbe. Die Farbe von Pentlandit ist tombackbraun. Diese Erze schmelzen v. d. L. zu einer spröden stahlgrauen Kugel, welche vom Magnet gezogen wird. Pentlandit wirkt schon unmittelbar auf die Magnetnadel.

Ein in Farbe und Buntanlaufen dem Bomit äljnliches Kupfererz ist der CaatilUt, S, Cu, Zn, Pb, Ag, Fe, giebt beim Zersetzen mit Salpetersäure einen Rückstand Ton schwefelsaurem Bleioxyd.

Dem Chalkopyrit sehr ähnlich ist der Bamhardtit (Homichlin). Die messinggelbe Farbe des frischen Bruches ändert sich bei ihm in 24 Stunden in Goldgelb.

Die übrigen, deren Farbe grau ist, unterscheidet man auf folgende Weise:

a. Die gesättigte salpetersaure Aufl. giebt bei Zusatz - von Wasser ein weisses Präc. bei Wittichit, Saynit

und Belonit. In der säuern Aufl. von Belonit bringt Schwefelsäure ein Präc. von schwefelsauerm Bleioxyd hervor, was bei den übrigen nicht der Fall ist. (Vergl. Chiviatit.) Wittichit giebt v. d. L. mit Soda ein Kupferkorn*), Saynit ein graues nickelhaltiges stark magnetisches Eom.

b. Die gesättigte Salpeters. Aufl. giebt mit Wasser kein Präc., dagegen mit Schwefelsäure ein solches von schwefelsauerm Bleioxyd bei Cuproplumbit.

c. Die Salpeters. Aufl. giebt mit Wasser und Schwefelsäure kein, dagegen mit Salzsäure ein starkes Präc. von Chlorsilber bei Stromeyerit.

d. Von den erwähnten Keagentien wird in der Aufl. kein oder ein sehr geringes Präcipitat erhalten bei Chalkosin und Stannin. Vergl. Tetraedrit.

Chalkosin giebt v. d. L. auf Kohle bei längerem Blasen schon für sich ein geschmeidiges Kupferkorn und ist in Salpetersäure mit Ausscheidung von Schwefel auflöslich. Farbe ärzlichbleigrau — stahlgrau. Stannin giebt für sich kein geschmeidiges Metallkorn und wird von Salpetersäure mit Ausscheidung von Schwefel und Zinnoxyd aufgelöst. Farbe stahlgrau in's Messinggelbe. Dem (rhombisch krystallisirenden) Chalkosin ähnliche Kupfersulphu- '

Dem Wittichit ähnlich verhalten sich lannenit und Klaprotlut

, welche ebenfalls Verbindungen von -Gu und ji.

rete sind der' Carmenit*), Bigenit und Cuprnn (hexagonal).

I I I I I

Millerit (Haarkics) Ni, LinnHt (Siegenit) Ni M mit

I I I I Iii M

Co 45o, CarroUit Cu -Go, Pyrit (Eisenkies) Fe, Pyrrothin

(Magnetkies) Fe'' ie und Sternhergit S, Ag, Fe schmelzen vor dem Lichte zu einer auf die Magnetnadel wirkenden Kugel, welche, mit Salzsäure befeuchtet, der Flamme keine merkliche Färbung ertheilt, ausser bei Carrollit, welcher so behandelt die Flamme blau färbt. Die partielle salpetersaure Auf- lösung ist nicht himmelblau gefärbt. Linneit und Carrollit ertheilen v. d. L. dem Boraxglase eine sapphirblaue Färbung. In Salpetersäure sind sie leicht und vollkommen zu einer rosenrothen Flüssigkeit auflöslicli. Die Aufl. giebt mit salzsauerm Baryt ein weisses Prä- cipitat. Aus der Lösung von Carrollit fällt Eisen metallisches Kupfer. Farbe zwischen zinnweiss und lichte stahlgrau. — Sternhergit ist v. d. L. theilweise zu Silber reducirbar. Die partielle salpetersaure Aufl. giebt mit Salzsäure ein starkes Präc. von Chlorsilber. Farbe dunkel tombackbraun. — Pyrit und Pyrrothin geben v. d. L. nur die Reaction von Eisen und Schwefel. Pyrit**) wirkt vor dem Schmelzen nicht auf die Magnetnadel und wird von Salzsäure nur wenig angegriffen. Farbe speissgelb. Pyrrothin wirkt schon für sich auf die Magnetnadel und ist in Salzsäure mit

Nacli Dana ist der Carmenit ein mit Covellin gemengter Chalkosin.

Markasit (rhomhischer Eisenkies, Speerkies) und Pyrit (tesseraler Eisenkies) sind nur durch die Krystallisation zu unterscheiden. Von Salpetersäure werden sie zersetzt.

V. Kobell, TufelD. AuH. 2

Entwickelung von Schwefelwasserstoflf grösstentheils auflöslich. Farbe speissgelb iu's Kupferrotlie , ge- wöhnlich tombackbraun angelaufen. — Millerit wird von Salpetersäure nur wenig angegriflen. Mit Salpetersalzsäure erhält man eine grünliche Auflösung, worn Kalilauge ein grüniches Präc. hervorbringt. Messinggelb in's Speissgelbe, bis jetzt nur in haarförmigen Krystallen vorgekommen.

Bismuthin (Wismuthglanz) Bi schmilzt v. d. L. im Reductionsfeuer mit Kochen und Spritzen, giebt eine Wismuthkugel und beschlägt die Kohle gelblich. In Salpetersäure ist er mit Ausscheidung von Schwefel auflöslich. Die conceutr. Aufl. trübt sich beim Ver- dünnen mit Wasser und giebt ein weisses Präc. Lichte bleigrau in's Stahlgraue. Der Chiiiaiit, von sonst ähnlichem Verhalten, wird von Salpetersäure mit Ausscheidung von Schwefels. Bleioxyd zersetzt. Vergl. gediegen Wismuth.

Amulgain Ag Hg*, Ag Hg* giebt v. d. L. im Kolben mit Kochen und Spritzen mebillisches Quecksilber und hinterlässt eine aufgequollene Silbermasse. In Salpetersäure leicht auflöslich. Silberweiss. Das silberreichste Amalgam mit 86 Proc. Silber ist der Arqmrit Ag®Hg.

Gediegen Wismuth Bi, ist leicht schmelzbar, brennt aus der Flamme genommen nicht fort, verdampft bei längerem Blasen und beschlägt die Kohle anfangs weiss, dann z. Th. orangefarben oder gelb, welche Farbe sich beim Abkühlen etwas bleicht. In einer Glasröhre gieltt es beinahe keinen Rauch und das Metall umgiebt

sich mit geschmolzenem Oxyd von dunkelbrauner Farbe, welches beim Erkalten gelb wird. Durch dieses Verhalten ist es leicht von gediegen Antimon und Tellur zu unterscheiden. Ist in Salpetersäure leicht auflöslich. Die gesättigte Aufl. giebt mit viel Wasser ein weisses Präc. Farbe röthlich silberweiss. Lässt sich mit dem Hammer nicht ausplatten.

Hämatit (Rotheisenerz) ie, schwer schmelzbar, wird im Reductionsfeuer magnetisch, ist im Striche kirschroth.

Cuprit, manchmal metallähnlich glänzend, ist leicht zu Kupfer reducirbar.

Magnetit (Magneteisenerz), meistens über 5 schmelzbar, ist leicht durch die Eigenschaft, für sich schon stark auf die Magnetnadel zu wirken und durch den schwarzen Strich zu erkennen.

/

Wolfram Mn, Fe, W schmilzt v. d. Lichte 3 zu einer grauen, öfters krystallini sehen Kugel. Mit Phosphorsäure stark eingekocht einen schönen blauen Syrup gebend, dessen Farbe besonders beim Abkühlen hervortritt. Mit Wasser verdünnt erhält man eine anfangs röthlichgelbe , dann farblose Flüssigkeit. Auf Zusatz von Eisenpulver und etwas Schwefelsäure färbt sie sich beim Umschütteln allmählig intensiv sapphirblau. Diese Flüssigkeit mit viel Wasser verdünnt verliert nach einigen Minuten wieder die blaue Farbe. Wird dem blauen Syrup mit Phosphors, etwas Salpeters. zugesetzt, so ändert sich seine Farbe in Violett (dieManganreaction). — Grauschwarz in's Elsenschwarze, Stricli dunkel rothbraun.

Schioareer Mangankiesel Mn* Si -f 3 H schmilzt v. d. L; mit Anschwellen und giebt im Kolben viel

2

Wasser. Ertheilt dem Boraiglase im Oxydationsfeuer starke amethystrothe Färbung. Wird von Salzsäure mit Ausscheidung von Kieselerde aufgelöst, ohne zu gelatiniren. Bleigrau in's Eisenschwarze. Vgl. Klipsteinit.

Psilomelan, in manchen Var. (schwer) schmelzbar, reagirt V. d. L. mit Borax stark auf Mangan und entwickelt beim Kochen mit concentr. Salzsäure Chlor. Dunkel hläulichgrau, amorph.

Fayalit, lAeviit und Allanit, manchmal metalläbnlich glänzend, gelatiniren vollkommen mit Salzsäure. Fayalit ist für sich (ohne vorheriges Schmelzen) magnetisch, die übrigen nicht. Allanit bläht sich v. d. L. stark auf, Lievrit nur wenig, beide schmelzen leicht.

FlatUierit, Pb, von metallähnlichem Diamantglanz, eisenschwarz, im Striche braun, ist mit Soda v. d. L.

leicht zu Blei reducirbar.

Samarskit, b, Fe, ¥, Y, von unvollkommenem Metallglanz, schmelzbar =4—5 zu einer stahlgrauen Masse. Mit Kalihydrat im Silbertiegel geschmolzen und mit Wasser ansgelaugt und hltrirt, erhält man eine grüne Lösung, welche mit Salzsäure neutralisirt ein weissliches Präcipitat giebt. Wird dieses mit einer hinreichenden Menge rauchender Salzsäure und Stanniol einige Minuten gekocht und dann mit dem gleichen Volumen Wasser verdünnt, so giebt es eine klare sapphirblaue Lösung. — Schwarz, Strichpulver dunkelrothbraun.

B. llnsehmelzbar oder von dem Schmelzgrmle Uber 5.

1. Es ertheilen dem Boraxglase in sehr geringe' Menge zugesetzt im Oxydationsfeuer eine amethystrothe Farbe.

Die hieher gehörenden Manganoxyde sind in conceiitr. Salzsäure mehr oder weniger leicht und mit Chloreiitwickelung auflöslich. Sie geben beim Einkochen des Pulvers mit Phosphorsäure' bis zur dicken Syrupconsistenz eine schön violette Flüssigkeit, welche mit Wasser verdünnt durch Schütteln mit einigen Krystallen von Eisenvitriol sich entfärbt.

Yergl. Franklinit in der folgenden Abtheilung, er wirkt für sich merklich auf die Magnetnadel.

Crediierit Cu-* Mn* ertheilt mit Salzsäure befeuchtet der Löthrohrflarame eine schöne blaue Farbe. Die salzs. Aufl. giebt mit Aetzammoniak in Ueberschuss ein Präc. und eine lasurblaue -Flüssigkeit, welches bei den folgenden nicht der Fall ist.

Braunit Mn. Dunkel bräunlichschwarz. Strich schwarz, ein wenig in's Bräunliche. Hart zwischen Orthoklas und Quarz. Giebt v. d. L. im Kolben kein oder nur Spuren von Wasser.

Hausnumnit Mn Mn. Bräunlichschwarz. Strich kastanienbraun, röthlichbraun. Hart zwischen Apatit und Orthoklas. Giebt v. d. L. im Kolben kein Wasser.

Manganit Mn H. Stahlgrau — eisenschwarz. Strich dunkel röthlichbraun. Hart zwischen Kalkspath und Flussspath. Giebt v. d. L. im Kolben Wasser.

Psilomelan Mn, Mn, Ba, Ka. Bläulich — graulichschwarz, ärzlich-grau. Strich bräunlich-schwarz, schwarz. Hart zwischen Apatit und Orthoklas. Giebt v. d. L. im Kolben W'asser. Die meisten Var. geben in der salzsauern Aufl. mit Schwefelsäure ein starkes Präc. von schwefelsaurem Baryt. (Bisher nur amorph vorgekommen.)

Pyrolusit (Polianit) Mn. Eisenschwarz zum Stahlgrauen. Strich schwarz. Hart zwischen Steinsalz und Kalkspath. V. d. L. im Kolben kein oder nur Spuren von Wasser gebend.

Vergl. Aliibandin und Kauerit.

2. Es werden, im Bcductionsfcuer auf Kohle ycylüht, auf die Magnetnadel wirksam oder sind es schon für sich.

(Rotheisenerz) i'e ist von den folgenden durch kirschrothen Strich bei eisenschwarzer, stahlgrauer oder auch briiunlichrother Farbe zu unterscheiden. In Salzsäure langsam aullöslich.

Fe i'e, sind für sich magnetisch. Von concentrirter Salzsäure werden beide langsam aufgelöst. Franklinit entwickelt dabei Chlorgas, Magnetit nicht. Franklinit giebt beim Einkochen des Pulvers mit Phosphorsäure eine schön violette Flössigkeit, Magnetit nicht. Die Farbe beider ist eisenschwarz, das Pulver von Franklinit röthlichbraun , von Magnetit schwarz. Vergl. das folgende Titaneisen. Der in Salzs. schwer lösliche Mugnoferrit oder Magnesioferrit giebt nach 0-\ydatiou des Eisenoxyduls mit chlorsaurem Kali und Fällen mit Ueberschuss von Ammoniak, im Filtrat mit phosphors. Natron ein Präcipitat von phosphors. Ammoniak-Magnesia.

Titaneisen ¥e Ti (Menakan, Ilmenit, Ilystatit, Kibdelophan, Tserin etc.) wirkt auf die Magnetnadel, ist

aber von den vorhergehenden leicht zu unterscheidini, indem man das feine l'ulver mit concentr. Salzüiiure kocht, tiltrirt und das Filtrat mit Stanniol kocht, wobei die Flilssigkeit allmählig eine schöne blaue oder violette Farbe anuimmt, welche beim Vcrddnneu rosenroth wird. Eisenschwarz — stahlgrau, Strich schwarz.

Vergl. Rutil und Arkansit, welche durch Beimengung von Tituncidcn auch öfters magnetisch sind. Sic werden von Salz- säure nur sehr wenig angegriffen.

L'monit (ßrauneisenerz) in manchen Var. von metall- ähnlichem Glanze, unterscheidet sich leicht von den vorhergehenden durch die ockergelbe Farlie des Striches.

Mancher eisenhaltige Sphukrit (Zinkblende) mit metallähnlichem Glanze wird leicht erkannt, indem er, mit Eisenpulver gemengt, mit Salzsäure Schwefelwasserstoff entwickelt.

Vergl. auch die folgende Abtheilung.

3. An die vorhergehenden schliessen sich an: (,'hromit und Niobit.

MgjÄl

stark magnetisch, in manchen aber gar nicht. Er wird von Salzsäure nur wenig angegriffen, mit Phosphorsäure eingedampft giebt er eine smaragdgrüne Lösung; mancher enthält Manganoxyd und giebt dann eine violette Lösung, beim Schütteln mit Krystallen von Eisenvitriol verschwindet aber diese Farbe (des Manganoxyds) und kommt die grüne des Chromoxyds zum Vorschein. — V. d. L. für sich unveränderlich ; von Borax und Phosphorsalz wird er langsam und vollkommen aufgelöst. Die Gläser zeigen nach dem

Erkalten schöne smaragdgiUne Farbe. — Eisenschwarz, pechschwarz. Strich gelblichbrauii.

Molijbdänit (Molybdänglanz) Mo und Graphit C sind beide sehr weich , ihre Härte ist 1,5. Die Farbe von Molybdänit ist röthlichbleigrau , die von Graphit eisenschwarz, stahlgrau. V. d. L. färbt der Molybdänit in der Pincette die Flamme lichte gi'ün und giebt mit Soda Hepar. Mit etwas Salpeter im Platinlöffel erhitzt, detonnirt er lebhaft mit Feuererscheinung. Mit conce nt rirter Salpetersäure eingekocht, giebt er eine weisse Masse, welche, mit Kalilauge gekocht, eine partielle Lösung giebt, die mit Salzsäure angesäuert uud ziemlich verdünnt beim Umrühren mit Stanniol schön blau gefärbt wird. Graphit zeigt kein ähnliches Verhalten. Mancher verpufft mit Salpeter, doch nicht lebhaft. Nach dem Verpuffen giebt die mit Wasser behandelte Masse eine alkalisch reagirende Flüssigkeit, welche auf Zusatz von Salzsäure braust. Wenn man ein Stückchen Graphit mit einer Zinkkluppe fast und in eine Aufl. von Kupfervitriol taught, so wird es fast sogleich mit Kupfer überzogen, beim Molybdänit geschieht dieses nur sehr langsam.

Arkansit, Ti, Perowskit, Ca Ti (und mancher Rutil mit metallähnl. Glanze). Wenn sie fein pulverisirt mit Kalihydrat zusammengeschmolzen und dann mit Salzsäure behandelt werden, so nimmt die Aufl. beim Kochen mit Stanniol allmählig eine blaue Farbe an, die sich bei einigem Verdünnen in's Violette oder Eosenrothe ändert, aber nicht bleicht. Perowskit krystallisirt gewöhnlich in Würfeln, Arkansit in rhomb. Comb., einer hexag. Pyr. gleichend. Ihre Farbe ist eisenschwarz-grau.

Iridosmin (Newjanskit und Si8serskit)'= Ir, Os. V. d. L. wird es weder von Borax noch von Phosphorsalz merklich angegriffen. In Salpetersalzsäure unauflöslich. Mit der Zinkkluppe in Kupfervitriol getaucht, sogleich mit Kupfer überzogen. Spec. Gew. bei Newjanskit 19,4, bei Sisserskit 21,2. Zinnweiss — bleigrau. Hart wie Quarz.

Tantalit und Niobit Mn, Fe, Ta, Äb, W, Sn und Ytter- V Ta

tanhd*) werden von Säuren nur wenig angegriffen

. V. d. L. ist der Tantalit und Niobit für sich unveränderlich, Yttertantal verändert seine Farbe sogleich in's Gelbliche oder Weisse.

Wird das Pulver von Tantalit (v. Kimito) und von Niobit (aus Bayern) mit Kalihydrat im Silbertiegel geschmolzen , mit Wasser ausgelaugt und flltrirt, so giebt die Lösung mit Salzsäure neutralisirt ein Präc. (die Metallsäure), welches mit verdünnter Schwefel- säure zum Kochen erhitzt, weiss wird; auf Zusatz von Zink färbt sich das Präcipitat von Niobit in der heissen Flüssigkeit tief smalteblau und behält diese Farbe bei Zusatz von Wasser ziemlich lang; das Präc. von Tantalit färbt sich dabei merklich weniger und verliert die Farbe durch Wasser schnell.

Aehnlich dem Niobit verhält sich der Dianit**)

In der Mischung nahe stehend ist der Fergusonit r ,y,

Wahrscheinlicli giebt es mehrere Species von Yttertantal; mancher zeigt keinen metallähnlichen Glanz.

Ich glaube den Namen Dianit für die Tantal-freien oder sehr

(die analoge niobsaiire Verbindung, welche keine oder nur wenig Tautiilsäurc enthält), unterscheidet sich aber leicht, -wenn man das oblige Präcipitat mit einer hinreichenden Menge rauchender Salzsäure und Stanniol einige Minuten kocht und dann ein gleiches Volum Wasser zusetzt. Dabei löst sich die Niobsäure zu einer klaren, sapphirblauen Flüssigkeit, während die Säure des Niobits und ebenso die des Tantalits angelöst bleibt und die Flüssigkeit farblos filtrirt. Die Farbe dieser Min. ist eisenschwarz, das Pulver von Yttertantal graulich, vom Diaiiit grauschwarz, auch röthlichbraun, von Niobit bräunlichschwarz, von Tantalit braun*).

Vergl. Polykras und Aeschinit.

Nuaturan (Uranpecherz) ist in Salpetersäure grösstentheils zu einer gelben Flüssigkeit aufl., worn Aetzammoniak ein schwefelgelbes Präc. hervorbriugt. Mit Phosphorsäure eingekocht, giebt es eine smaragdgrüne Lösung. Meistens fettglänzend und pechschwarz. Sp. Gew. 7,9-8.

II. Mineralien ohne Metallglanz.

A. Vor dem Löthrohro Iciclit verflüchtigend oder verbrennend.

Schwefel S brennt vor dem Lichte erhitzt mit Flamme und verbreitet starken Geruch von scliweflichter Säure. Farbe schwefelgelb, honiggelb, durch Einmengungen auch graulich und bräunlich.

wenig Tantal enthaltenden Verbindungen dieser Art beibehalten zu dürfen, um sie von dem ursprünglichen Niobit Roso's, dessen Säuro 40 Procent Tnntaläiiuro enthüll, zu unteracbeiden.

Das apec. Ocw. des Dianit (von Tammela) iat 5,ü, das dca Tantalit 7,1 — 7,8, das des Niobit 6,4.

Hcalijur As und Oiiermait As schmelzen beide sehr leiclit und verllüchtigeu mit starkem arsenikaliscliem Rauch*). lu Kalilauge sind sic ganz oder grösstentheils aufiöslich. Salzsäure fällt aus der Aufl. citrongelbe Flocken. Kealgar hat eine morgcnrothe , Operment eine citrongelbo Farbe.

Ärseiiit (Arsenichte Säure) As. V. d. L. mit Soda auf der Kohle Arsenikgeruch entwickelnd. Im Kolben als krystallinischer Beschlag sublimirend. Farblos, weiss. Vulcntinit (Antimonoxyd) -Sb und Pyrostibit (Anti-

Ml

monblende) Sb -f- 2 Sb schmelzen sehr leicht und verdampfen, indem sie die Kohle mit weissem Rauch beschlagen. Sie sind in Wasser unauflöslich. Valentinit ist in Salzsäure leicht und ohne Gasentwicklung auf- löslich. Pyrostibit löst sich grössten theils unter Entwicklung von Schwefelwasserstoffgas auf. Das Pulver von Valentinit verändert mit Kalilauge seine Farbe nicht, das von Pyrostibit wird schnell ockergelb gefUrbt. Valentinit hat eine weisse, Pyrostibit eine kirschrothe Farbe. Der Senarmontit ist vom Valentinit nur durch die Krystallisation verschieden, welche bei diesem rhombisch, bei jenem tesseral (Oktaeder).

Salmiak WH* <ll und Maskaynin OS -)- H, verflüchtigen mit starkem Rauch; Salmiak ohne zu

Wenn man eine kleine Probe in Kupferfolie gut einwickelt, in eine Glasröhre schiebt und mit der Löthrohrflnmme erhitzt, so erhalt man neben einem Sublimat von Schwcfclurscnik auch einen Spiegel von metallischem Arsenik. Bricht man dann die Röhre in der Nahe des Spiegels ab und erhitzt diesen, so erhält man deutlicher den knoblauchartigen Geruch des Arsenikrauches, als bei dem unmittelbaren Schmelzen obiger Schwofeiverbindungen.

schmelzen, Jlaskagnin leicht schmelzend und schäu- mend. Sie sind in Wasser leicht aufl. Die AuH. von Salmiak giebt mit salzsauerm Baryt kein, die von Maskagnin ein starkes Präc, von schwofelsauerra Baryt. Beide entwickeln, mit Kalilauge übergossen, ammoniakalischen Geruch. Ihre Farbe ist weiss.

Zinnoher Hg, von rothem Striche. Wird das Pulver mit Eisenpulver zusammengerieben und in Kupferfolie gewickelt im Glasrohre v. d. L. erhitzt, so erhält man metallisches Quecksilber, der Rückstand entwickelt mit Salzsäure Schwefelwasserstoff. — Calomel (Chlorquecksilber) Hg CI giebt mit Soda wie der vorige behandelt ebenfalls Quecksilber. Sein Pulver ist weiss und wird durch Kalilauge sogleich schwarz gefärbt. ChlorUci, z. Th. flüchtig, beschlägt die Kohle grünlichgelb und giebt mit Soda Bleikugeln.

S. die fossilen Kohlen im Anfiang.

B. Sdiiiielzbar vou 1—5 und nicht oder nur zum Theil

flüchtig.

I. V, d. L. mit Soda auf der Kohle behandelt ein Metallkom gebend, oder eine auf die Magnetnadel wirkende Perle*).

1. Es geben vor dan Löthrohre, nach vorhergegangenein Rösten, mit Soda ein Silberkorn.

(Es ist gut, das Korn noch einmal mit Borax r.u schmelzen, um das Silber ganz rein und geschmeidig zu erhalten.)

I Ml

Alle nichtmetallisch glanzenden Mineralien, welche t. d. L. arsenikulischen Geruch verbreiten, gehören, den Pharmakolith ausgenommen, hieber.

von den folgenden schon durch die rothe Farbe des Striches. V. d. L. entwickelt Proustit starken arsenikalischen Geruch. Pyrargyrit heschlägt die Kohle mit Antimonrauch. Mit Kalilauge wird das Pulver von beiden beim Erwärmen sogleich schwarz gefärbt und durch längeres Kochen zum Theil zersetzt. Die mit Salzsäure neutralisirte Lauge fällt bei Proustit citrongelbe Flocken von Schwefelarsenik, bei Pyrargyrit orangefarbene von Schwefelautimon. Die Farbe des erstem ist cochenill-karmesinroth, die des letztem karmesinroth-ärzlichbleigran.' Dem Proustit ähnlich

verhält sich der Xanthokon Ag'' Äs 2 Ag® As, welcher durch seine pomeranzengelbe Farbe und ebensolchen Strich leicht zu unterscheiden. — Vergleiche MyargjTit.

Kerargyr (Chlorsilber) Ag CI, Jodit (Jodsilber) Agl und Eniholit Ag, Br, CI, sind geschmeidig und lassen sich platt schlagen. In einer an einem Ende geschlossenen Glasröhre mit Krystalleu von saurem schwefelsaurem Kali geschmolzen, geben sie folgende Erscheinungen: die im Flusse schwimmende Perle von Jodsilber ist heiss ganz dunkel, fast schwarz und wird erst bei allmähligem Erkalten pyroproth, die Perle von Chlorsilber hat heiss eine hyazinth-rothgelbe, wenig intensive Farbe, die von Bromsilber ist heiss intensiv jiyroproth. Beim Erkalten gehen diese Farben bei allen in orange-und schwefelgelb über. In einem kleinen Cj'linderglas mit gefeiltem Zink gemengt und mit sehr verdünnter Schwefelsänre einige Zeit in Be- rührung, nehmen diese Silberverbinduugen eine ärzliche Farbe an. Giesst man die Lösung ab und etwas

Stärkelösung zu und weiter einige Tropfen mit etwas conc. Salzsäure versetzten Charaäleonösung, so nimmt die Flüssigkeit von Jodit eine blaue oder blauschwarze Farbe an, die von Embolit wird gelb, die von Kerargyr nimmt keine Farbe an. Wird oblige Losung von Embolit (ohne Stärkelösung) mit etwas der mit Salz- säure versetzten Chamäleonösung und dann mit Aether gemischt und fleissig umgerührt, so nimmt die Aetherschichte eine gelbe Farbe an, während die Flüssigkeit unter ihr farblos ist. Dieses Verhalten ist für Brom charakteristisch, wenn man sich vorher überzeugt hat, dass kein Jod vorhanden, weil dieses ähnliche Reaction giebt, von Chlor entsteht aber unter diesen Ver- hältnissen keine Färbung des Aethers.

Selhit (Kohlensaures Silberoxyd) Ag C ist in Salpetersäure leicht und mit Brausen auflöslich , Farbe aschgrau in's Schwarze (auf dem Striche metallisch glänzend).

Ü. Es gehen vor dein Löthrohre mit Soda ein BleiJcorn.

Von den hieher gehörenden Verbindungen giebt die salpetersaure Lösung mit Schwefelsäure ein starkes Präc. von schwefelsaurem Bleioxyd. Mit Kalilauge gekocht erhält man eine Lösung, welche mit chromsaurem Kali entweder unmittelbar oder auf Zusatz von Essigsäure einen orangefarbenen oder gelben Niederschlag hervorbringt.

Bindheimit Pb -f 4 H, giebt v. d. L. auf Kohle Blei und Antimonbeschlag, im Kolben Wasser. Weiss.

Mimefesit (Arseniksaures Bleioxyd) Pb -Gl -p 3 Pb"* As. V. d. L. auf Kohle wird es mit Entwicklung von starkem arsenikalischem Rauche reducirt. In der Pincette, in der äussem Flamme geschmolzen, krystallisiren

manche Varietäten , wie Pyromorphit. Farbe gelblichgrün, bräunlich. — Diesem Mineral sehr nahe-

Er ist V. d. L. auf Kohle für sich z. Th. reducirbar, z. Th. aber giebt er eine weisse Schlacke, welche für sich geschmolzen krystallisirt.

Pi/romorphit Pb €l -{-3 Pb"' P wird v. d. L. auf Kohle für sich nicht reducirt und schmilzt zu einer beim Erkalten öfters deutlich krystallisirenden Perle. Farbe gewöhnlich grün, in verschiedenen Abänderungen, auch braun und weiss.

Menniy Pb, Krolcoit (Chromsaures Bleioxyd) Pb Ch, Phönicit Pb Ch* und Dcchenit, V, As, Pb, Zn" sind von rother Farbe. Krokoit, Phönicit und Dechenit ortheilen v. d. L. dem Boraxglase in geringer Menge zugesetzt eine smaragdgrüne Farbe, welche beim Dechenit im Oxydationsfeuer allmählig lichte olivengrün, dann gelb wird und sich bleicht. Sie sind in Salz- säure ohne Brausen mit Ausscheidung von Chlorblei zu einer smaragdgriinen Flüssigkeit auflöslich*), welche bei Zusatz von Weingeist concentrirt und von dem sich ausscheidenden Chlorblei abgegossen, beim Dechenit durch Zusatz von Wasser eine himmelblaue Farbe annimmt, bei den übrigen grün bleibt. Krokoit giebt mit Phosphorsäure anfangs eine rothgelbe Lösung, welche beim Concentriren smaragdgrün wird und dann beim Verdünnen mit Wasser diese Farbe behält,

Bei hinreioliender Menge von SalzsSnro und hinlänglichem Kochen,

Dechenit giebt ebenso behandelt keine gi'üne, sondern eine gelbliche Lösung. Mennig giebt mit Borax ein gelbes, beim Abkühlen sich entfärbendes Glas und ertheilt der Salzsäure keine Farbe. Das Strichpulver von Krokoit und Dechenit ist pomeranzengelb, das von Phönicit ziegelroth.

Linarit Pb S Cu H ist durch seine lasurblaue Farbe charakterisirt. Wird von Salpetersäure bei anfangendem Erwärmen unter Ausscheidung von scbwefelsauerm Bleioxyd entfärbt.

Cerussit (Bleicarbonat, W'"eissbleierz) Pb C, Lanarkit Pb C -f Pb S und Kerasin (Hornblei) Pb Gl -f Pb C lösen sich in Salpetersäure mit Brausen auf, Lanarkit nur unvollkommen. Die Aufl. von Kerasin giebt mit Salpeters. Silberaufl. ein starkes Präc. von Chlorsilber, die von Lanarkit mit salpetersauerm Baryt ein Präc. von schwefelsauerm Baryt, die von Cerussit mit diesen Reagentien kein Präc. — Farbe weiss, gelblich, graulich etc. Dem Lanarkit ähnlich verhält sich der LcadhiUif 3 Pb C -f Pb S, welcher rhombisch krystallisirt; von gleicher Mischung, aber hexagonal (rhomboedrisch) ist der Susannit. Lanarkit krystallisirt klinorhombisch.

MendipH (Chlorblei) Pb Gl -f- 2 Pb ist in Salpeter- säure leicht und ohne Brausen aufl. Die Aufl. giebt mit Silberauflösung ein starkes Präc. — Farblos, weiss. Aehnlich verhält sich der Matlockit Pb Gl -f Pb.

Anylesit (Bleivilriol) Pb S ist nur schwer in Salpetersäure auflöslich. Giebt v. d. L. mit Soda Hepar und reducirt sich.

Wiäfenit (Molybdansaures Bleioxyd) Bb Mo. Mit Salz- säure gekocht und die Lösung stark verdünnt, er- hält diese beim Umrühren mit einem Stanniolblech eine blaue Farbe. Mit concentr. Phosphorsäure gekocht giebt er eine blass grünliche Lösung, welche, mit dem 4 fachen Volum Wasser verdünnt, sich zuweilen trübt. Schüttelt man diese Flüssigkeit mit sehr wenig Kisenpulver, so färbt sie sich blau, bei grösserer Menge von Eisen aber olivengrün (in gewöhnlicher Temperatur). Erhitzt man das Pulver in einer Porcellanschale mit concentrirter Schwefelsäure und setzt dann Weingeist zu, so färbt sich beim Erkalten die Flüssigkeit, besonders an den Wänden der Schaale schön lasurblau. — Farbe wachsgelb, honig-pomeranzengelb.

Stolzit (Wolframsaures Bleioxyd) Pb W. Mit Phosphorsäure wie der vorige behandelt, trübt sich die Lösung beim Verdünnen nicht, mit Eisenpulver färbt sich die verdünnte Lösung, aber erst beim Erwärmen, sehr schön blau und ändert bei grösserem Eisenzusatz diese Farbe nicht. Von Schwefelsäure wird das Pulver schön citrongelb gefärbt. Die Säure nimmt keine Farbe an. Farbe gelblich, gelblichbrauii.

Vauqudinit Cu'* Ch* -f 2 Pb Ch*, Vanadinit (Va-

Zni

ertheilen v. d. L. dem Boraxglase im Keductionsfeuer eine smaragdgrüne Farbe, die beim Vauquelinit auch im Oxydationsfeuer grün bleibt, bei den andern aber gelb wird. In Salpetersäure sind sie auflöslich. Die Aufl. von Vauquelinit ist grün, die von Vanadinit und Eusynchit gelb oder farblos. Die Lösungen von Vau-

T. Kobell, Tafeln. 9. Aufl. 3

quelinit und Eusynchit geben mit Salpeters. Silberlösung kein Präc. , die von Vanadinit giebt ein Präc. oder eine Trübung. Alle drei Species geben mit concentr. Salzsäure bei Zusatz von Weingeist eine smaragdgrüne Auflösung, welche, zum Ausscheiden von Ghlorblei concentrirt, auf Zusatz von Wasser bei Vanadinit und Eusynchit eine himmelblaue Farbe annimmt, bei Vauquelinit aber grün bleibt. Die Farbe von Vauquelinit ist ärzlich grün, olivengrün, die von Vanadinit braun, auch gelblich, die von Eusynchit gelbroth-ockergelb. Der Vanadinit krystallisirt hexagonal, der chemisch ähnliche Desdoizit rhombisch. Vergl. Bleigurami.

3. Es ertheilen, mit Sahsäure befeuchtet, der Löthrohrflamme eine schöne blaue Färbung und geben mit Salpetersäure eine himmelblaue oder auch grüne Auf- lösung, welche sich bei Zxtsatz von Aetsammonidk in Ueberschuss lasurblau färbt.

Die hieher gehörenden Kupferoxydverbindungen werden durch Kochen mit Kalilauge grösstentheils so zersetzt, dass sie ihre Säure an das Kali abgeben.

o. Es entwickeln v. d. L. starken arsenikalischen Geruch (die meisten geben für sich ein weisses sprödes Metallkorn von Arsenikkupfer). Sind von grüner Farbe.

Chenevixit, As, Cu, e, H. Schmilzt zu einer schwarzen magnetischen Schlacke, die folgenden geben kein magnetisches Schmelzprodukt.

Bayldonit, Äs, Cu, Pb, H. Die Salpeters. Lösung giebt mit Schwefelsäure ein Präc. von Schwefels. Bleioxyd.

Olivenit Cu

V. d. L. in der Pincette

geschmolzen krystallisirt er beim Abkühlen als eine strahlige Masse von ärzlicher Farbe, deren Oberfläche mit prismatischen Krystallen netzförmig bedeckt ist. Giebt im Kolben nur sehr wenig Wasser (4 Proc.). Farbe olivengrün, lauch- ärzlichgrün. Ein ähnliches Mineral mit 7 Proc. Wasser ist der Abichit (Klinoklas).

und Ghalkophyllit (Kupferglimmer) Cu® As -)- 23 H verknistern v. d. L. sehr heftig und geben im Kolben viel Wasser. Chalkophyllit ist in Ammoniak ohne Rückstand, Tirolit mit Ausscheidung von kohlensauerm Kalk auflöslich. Beide sind in einer Richtung sehr vollkommen spaltbar. Die Farbe von Tirolit ist apfelund spangrün, die von Chalkophyllit smaragdgrün in's Spangrüne. Hier schliesst sich an der KonkhcUcit,

As, Cu, Ca, H, welcher dicht vorkommt, mit splittrigem Bruch. Die geschmolzene Probe reagirt alkalisch.

Lirokonit (Linsenerz) Cu, Al, As, H. V. d. L. verknistert er nicht und nimmt, gelinde erhitzt, eine schöne smalteblaue Farbe an. In Ammoniak ist er mit Ausscheidung weisser Flocken auflöslich. Enthält viel Wasser und erleidet einen Glühverlust von 22 Procent. Farbe himmelblau, auch in's Grüne.

Enchroit Cu As -j- 7 H und Erinit Cu® As -f- 2 H unterscheiden sich vorzüglich durch den Gewichtsverlust, welchen sie im Feuer erleiden. Der erste verliert 18'/* Procent, der zweite nur 5 Procent Wasser. Ihre Farbe ist smaragdgrün. Erinit amorph.

Ein diesem ähnliches ebenfalls amorphes Mineral mit 13 Proc. Wasser ist der CornwalUt.

h. Es entwickeln v. d. L. keinen arsenikalischen Geruch. Die meisten geben für sich schon ein geschmeidiges Kupfer körn.

Atakamit Cu -Gl -J- 3 Cu H färbt für sich schon, ohne vorher mit Salzsäure befeuchtet worden zu sein, die Löthrohrflamme oder eine Lichtflamme schön blau. Die Salpeters. Lösung fällt mit Süberlösung Chlorsilber. Farbe grün, lauch-ärzlich-olive-smaragdgrün. Nahestehend der TaUingit und Percylit, welch' letzterer in der Salpeters. Lösung mit Schwefels, ein Präc. von Schwefels. Bleioxyd giebt. — Vergl. Atlasit.

Chalkanthit (Kupfervitriol) Cu S -f 5 H, Brochantit 2 (Cu'' S -f- H) -j- Cu LI-'' und Covellin (Kupferindig) Cu geben v. d. L. mit Soda Hepar, was bei den folgenden nicht stattfindet. Kupfervitriol ' ist in Wasser leicht auflöslich. Farbe himmelblau. Brochantit und Covellin sind in Wasser unaufl., werden aber von Salpetersäure aufgelöst. Die Aufl. geben mit salpetersaurem Bait Präc. von schwefelsaurem Baryt. Covellin brennt im Oxydationsfeuer und entwickelt den Geruch von schweflichter Säure, Brochantit zeigt dieses Verhalten nicht. Die Farbe von Covellin ist indigoblau-schwarz, die von Brochantit smaragdgrün. Dem Brochantit ähnlich verhält sich der Langit. Er hat eine grünlichblaue Farbe. Brochantit enthält 12 Proc. Wasser, Langit 16 Procent.

Ouprit (ßothkupfererz) Gu und Kupferschwärze Cu sind in Säuren leicht und ruhig auflöslich. Die con-centr

. salzsaure Aufl. von Cuprit giebt mit Wasser verdünnt ein weisses Präcipitat (Kupferchlorür) , mit Kalilauge ein ockergelbes. Die ähnliche von Kupfer- ärze giebt mit Wasser keinen, mit Kalilauge einen bläulichen Niederschlag. Die Farbe von Cuprit ist cochenillroth , die von Kupferschwärze bräunlich oder bräunlichschwarz. (Die meiste Kupferschwärze braust etwas mit Säuren.) Das reine Cu ist der Teorit, dunkel stahlgrau, in dünnen Blättchen braun durchscheinend.

Malachit Cu C -j- Cu H, Azurit (Kupferlasur) 2 Cu C + Cu H und Mysorin Cu C lösen sich in Salpeter- säure mit Brausen, unter Entwicklung von Kohlen- säure auf. Malachit und Azurit geben v. d. L. im Kolben viel, Mysorin kein oder sehr wenig Wasser. Die Farbe des Malachits ist immer grün, die des Azurit blau, meistens lasurblau, die von Mysorin bräunlichschwarz. — Aurichalcit und Buratit verhalten sich wie zinkhaltiger Malachit und geben v. d. L. auf Kohle einen Zinkbeschlag. — AÜasit verhält sich wie Malachit, die Salpeters. Lösung giebt aber mit Silber- lösung ein Präcipitat von Chlorsilber.

Lihethenit und Lunnit (Phosphorochalcit) Cu'* P -j- H und Cu® P -f- 3 H sind in Salpetersäure leicht und ruhig auflöslich. Die (nicht zu saure) Aufl. giebt mit essigsaurem Bleioxyd ein Präc. von phosphorsaurem Bleioxyd, welches v. d. L. zur polyedrischen Kugel schmilzt. In Ammoniak sind sie wenig auflöslich. Farbe olivengrün — span-und ärzlichgrün. Der Libethenit verliert beim Glühen 7 Proc., der Lunnit 14 Procent Wasser,

Aehnlich verhalten sich (mit 9 bis lO'/j Procent Wasser) der Ehlit Cu'* P -f 3 H (in einer Richtung vollkommen spaltbar) und der Tag HU (juP-|"3H.

ChalMith (ju* P + P + 16 i*. Die salpetersaure Aufl. hat eine gelblichgrüne Farbe und giebt mit Aetzammoniak in Ueberschuss ein bläulich-grünes Präc. und eine blaue Flüssigkeit. Das Präc., welches die vorhergehenden Mineralien mit Ammoniak geben, wird in Ueberschuss meist vollkommen wieder aufge- löst. Durch essigsaures Bleioxyd erhält man aus der salpetersauren Aufl. ein Präcipitat von phosphorsaurem Bleioxyd. Farbe smaragdgrün. In einer Richtung sehr vollkommen spaltbar.

VoJborihit, Cu, V, H, schmilzt sehr leicht und giebt mit Soda ein Kupferkorn. Reibt man das Pulver mit Soda zusammen und erhitzt das Gemenge in einem Platintiegel bis zum Schmelzen, imd kocht die Masse mit Wasser aus, so giebt die mit Salzsäure versetzte Lösung beim Einkochen eine smaragdgrüne Flüssigkeit, welche sich auf Zusatz von etwas Wasser lichte himmelblau färbt. Die Farbe des Volborthit ist gelbgrün.

4. Es eriheilen v. d. L. dem Boraxglase eine schöne sapphirblaue Farbe: (Verbreiten, auf Kohle geschmolzen, starken Arsenikgeruch.)

Erythrin (Kobaltblflthe) Co® As -f- 8 H giebt v. d. L. im Kolben Wasser und färbt sich smalteblau. In Salzsäure zur rosenrothen Flüssigkeit auflöslich. — Karmesin-pfirsichblüth-rosenroth etc.

Annabergit Ni® Äs -j- 8 H (immer etwas Kobaltoxyd enthaltend). V. d. L. im Kolben giebt er viel

Wasser. Die salzsaure und salpetersaure Auflösung hat eine grüne Farbe. Aetzammoniak giebt ein grüniches Präc. , welches sich in Ueberschuss mit sapphirblauer Farbe auflöst. Farbe apfel-und zeisiggrün.

5. Es gehen v. d. L. in der Pincette oder auf Kolde im licductions/cuer geschmohen eine schivarze, die Magnetnadel irritirende Masse ohne unter die vorhergchendcn Abtheilungen gu gehören:

(Um den Magnetismus zu beobachten, ist es gut, von den leichtflüssigen möglichst grosse Proben zu schmelzen und einige Zeit dem ßeductionsfeuer auszusetzen.)

a) Es entwickeln beim Schmelzen auf Kohle starken arsenikalischen Geruch :

Pittizit (Eisensinter) Fe* As -f- 12 Beudantit (Würfelerz) F'e* As 15 H und Slcorodit Fe Äs 4 H schmelzen vor dem Löthrohr leicht zu einer magnetischen Perle. Mit Kalilauge wird das Pulver schnell röthlichbraun gefärbt. Beudantit und Skorodit kommen krystallisirt vor, der erste tesseral, der zweite rhombisch. Ihre Farbe ist gewöhnlich grün in verschiedenen Abänderungen. Eisensinter ist amorph, opalartig. Farbe bräunlich, blutroth, auch weiss.

Ärseniosiderit, Ca'' Äs -f Fe* Äs -f- 6 H, fasrig, seidenglänzend, bräunlichgelb.

Pyromelin Ni, S, H, Äs, lichte bläulichgi*ün, in Wasser grösstentheils auflöslich, mit Ammoniak in Ueberschuss eine kornblaue Flüssigkeit gebend.

b) Es sind in Salzsäure ohne merklichen Rückstand auf- löslich und ohne Gallerte zu bilden;

(Entwickeln v. d. L. keinen Arsenikgeruch.)

Fefikoit, S, 4*'e, i'e (H l',j Proc.) giebt v. d. L. im Kolben nur sehr wenig Wasser, ist in Wasser löslich, mit salzs. Baryt wird Schwefels. Baryt gefällt. Schwarz, Strich schmutzig grünlich.

Mdanicrit (Eisenvitriol) Fe S -f H und Botryogen Fe, Pe, Mg, S, H blähen sich v. d. L. stark auf und schmelzen unvollkommen im Keductionsfeuer zu einer magnetischen Schlacke. Sie sind im Wasser auflöslich, Melanterit vollkommen, Botryogen mit Hinterlassung eines gelben Rückstandes. Die Aufl. giebt mit salzsauerm Baryt starkes Präc. von schwefelsauerm Baryt, mit Aetzammoniak ein grüniches Präc., welches sich bald an der Luft bräunlichroth färbt. Botryogen hat eine hyazinthrothe Farbe, Strich gelb, Melanterit ist grün. Dem Botryogen ähnlich verhalten sich Römerit, gelbbraun, Coqawihit, Jarosit und Fibrofcrrit, sämmtlich gelb, der letztere in fasrigen seidenglänzenden Massen vorkommend. Diese Verbindungen werden als Pulver mit Kalilauge übergossen sogleich bräunlichroth, Melanterit anfangs grünlich, dann schwarz. Hieher gehören auch (ebenfalls von gelbem Pulver) der (Jopiapit, der Baimondit, Fastreit und Karphosiderit, welche in Wasser unlöslich.

Ein ähnliches Sulphat, der Voltait, unterscheidet sich von den vorhergehenden durch schwarze (dunkelgrüne Farbe) und oktaedrische Krystallisation.

Alle diese Sulphate geben v. d. L. im Kolben viel Wasser.

Eiseuspath Fe C, z. Thl. schwer schmelzbar, wird beim Glahen schwarz und magnetisch. Löst sich in erwärmter Salzsäure mit Brausen auf. Vergl. Mesitinspath.

Hureaulit 5 H und TripUt Fe Fe )

Mn ¥ sind vor dem Löthrohr leicht schmelzbar und färben, mit Schwefelsäure befeuchtet, die Flamme schwach bläulichgrün. Von Borax werden sie im Oiydationsfeuer zu einem amethystfarbenen Glase aufgelöst. Hureaulit giebt im Kolben viel Wasser, Triplit nur wenig. Mit Phospliorsäure stark eingekocht, geben beide eine farblose Flüssigkeit, welche sich auf Zusatz von Salpetersäure violett färbt. Hureaulit ist von röthlichgelber Farbe, nicht spaltbar, Triplit braunschwarz, spaltbar nach drei aufeinander rechtwinklichen Richtungen. Dem Triplit ähnlich verhält sich mit Phosphorsäure der ZwieseUt, beide geben mit Schwefelsäure merkliche Reaction von Flusssäure. Farbe nelkenbraun, fettglänzend. Hier schliesst sich an der Sarkopsid von fleischrother Farbe, Strich strohgelb. Vergl. den folgenden Triphylin.

TriphyUn L"* P 2 P verhält sich v. d. L.

den vorhergehenden ähnlich, giebt aber mit Borax keine so deutliche Reaction auf Manganoxyd, sondern mehr ein von Eisenoxyd gefärbtes Glas. Wird die salzsaure Auflösung mit Zusatz von Salpetersäure zur Trockne gelinde abgedampft, dann Weingeist zugesetzt und dieser zum Kochen erhitzt und angewöndet, so bemerkt man von Zeit zu Zeit, besonders zuletzt.

purpurrothe Streifen in der Flamme. Dieses Verhalten unterscheidet den Triphylin leicht von ähnlichen Eisenphosphaten. Mit Phosphorsäure verhält er sich wie die vorigen. Farbe grünlichgrau, bläulich etc. spaltbar nach vier Richtungen.

Diadochit Fe 4 Fe S -j;- 112 H, sehr leicht in Salzsäure löslich, die Lösung giebt mit salzsaurem Baryt starkes Präc. von schwefelsaurem Baryt. Amorph, roth-gelbbraun, Pulver gelb.

Vivianit Fe® P -j- 8 H, Kraurit (Grüneisenstein) Fe* P 4- 2'/* H) Kukoxen Fe* P -t- 12 H und Borickit schmelzen v. d. L. leicht und verhalten sich, mit Schwefelsäure befeuchtet, wie die vorhergehenden. Dem Boraxglase ertheilen sie aber nur die Farbe des Eisenoxyds (im Oxydationsfeuer roth, beim Abkühlen gelblich, im Keductionsfeuer bouteillengrün). Die salzsaure Lösung giebt mit salzsaurem Baryt kein Präc. Sie geben ira Kolben viel Wasser. Kakoxen verliert beim Glühen 33 Proc. Wasser, Vivianit 28 Procent, Borickit 19 Proc, Kraurit 8'/2 Proc. Die Farbe des Vivianit ist blau in verschiedenen Abänderungen, die von Kraurit dunkel lauchgrün, die von Kakoxen ockergelb, die von Borickit röthlichbraun. Ein ähnliches Phosphat ist der Beraunit, von hyazinthrother bis röthlichbrauner Farbe.

Hämatit (Rotheisenerz) ist leicht durch die kirschrothe Farbe des Striches zu erkennen (meistens im Schmelzgrade über 5).

c) Es bilden mit Salzsäure eine Gallerte, oder werden leicht mit Ausscheidung von Kieselerde zersetzt*).

Cronstcdtit Mn® / Si 4- Fe giebt v. d. L. im Kolben Mg® )

Wasser und schmilzt, sich etwas auflähend, zu einem schwarzen Glase. Bildet mit Salzsäure vollkommene Gallerte. {SideroschisoUth verhält sich ähnlich und gehört vielleicht zu derselben Species.) Kabenschwarz, im Striche dunkel lauchgrün, hart zwischen Steinsalz und Kalkspath.

Chalcodit Si -f Si -f Stilimo- Mg) Al j

melan, von ähnlicher Mischung, geben im Kolben Wasser (9 Proc.) und werden ohne Gallertbildung von Salz- säure zersetzt. Die Farbe des Chalcodit ist grün in's Broncefarbene , die von Stilpnomelan schwarz. Ihr Strichpulver ist grünlichgrau. Dem Chalcodit nahestehend sind; Voigtit und Eltmannit. Diese Mineralien sind glimmerähnlich blättrig. — Von bräunlichgelbem Strich ist der amorphe Palagonit, Si, Al, Fe, Ca, Mg, H. Giebt im Kolben viel Wasser, schmilzt 3 zu einem schwarzen glänzenden magnetischen Glase. Mancher wird mit, mancher ohne Gallertbildung zersetzt. Vergl. Jollyt.

Dass der Rückstand Kieselerde sei, erkennt man, wenn er sich in Kalilauge leicht und vollkommen oder grSsstentheili auflöst. Die LOsung mit auf Zusatz einer hinreichenden Menge Salmiaklösung sogleich oder nach einiger Zeit weisse Flocken von Kieselerdehydrat.

Lievrit i'e* Si -f / Si und Allanit (Orthit)

Si* -f- 1 Si bilden mit Salzsäure Gallerte.

V. d. L. geben sie kein oder nur Spuren von Wasser. Allanit bläht sich stark auf und schmilzt leicht zu einem voluminösen bräunlichen oder ärzlichen Glase. Die salzsaure Lösung giebt nach Abscheidung der Kieselerde mit Aetzammoniak ein starkes Präcipitat, welches auf Zusatz einer hinreichenden Menge Klee- säure sich mit Hinterlassung eines weissen Rückstandes auflöst. Dieser Rückstand giebt geglüht, und dann nach Entfernung des kohlensauren Kalkes durch ver- dünnte Salzsäure, wieder geglüht eine blass ziegelrothe Masse (Ceioxyd). Bräunlich grünlichschwarz, Strich grünlichgrau, hart wie Orthoklas. — Lievrit bläht sich nur wenig auf, knistert und schmilzt ruhig zu einer eisenschwarzen Perle. Bräunlichschwarz, Strich schwarz, hart zwischen Apatit und Orthoklas.

Fayalit, Fe® Si, für sich magnetisch, leicht schmelzbar, gelatinirt, schwarz, kr 3 'stallinisch. Sp. Gew. 4,1.

Pyrosmalith, Fe, 01, Fe, Mn, F'e, Si und Ästrophyllit Si, Ti, Fe, H-. . . werden von Salzsäure mit Ausscheidung von Kieselerde zersetzt, ohne zu gelatiniren. V. d. L. schmelzen sie sehr leicht 2 — 2,5. Pyrosmalith ertheilt mit einem Glase von Phosphorsalz und Kupferoxyd zusammengeschmolzen der Flamme eine blaue Färbung, Ästrophyllit nicht. Beide sind in eiver Richtung sehr deutlich spaltbar. Spaltungsplatten von Pyrosmalith drehen das Kreuz im Stauroskop nicht,

Astrophyllit dreht es. Die salzsaure Lösung des letzteren mit Stanniol eingekocht, färbt sich violett, beim Verdünnen rosenroth (von Titansäure).

Lepidomelan , 3 (AI , e) Si -f ( Ka) Si , in körnig schuppigen Massen, rabenschwarz, Strich berggrün. Von Salzsäure leicht zersetzt, hinterlässt er die Kieselerde in der Form der schuppigen Blättchen.

Mancher Allochroit (Eisen kalk granat) Ca'* Si -(- ¥e Si wird ebenfalls von concentr. Salzsäure grösstentheils zu einer galleryähnlichen Masse zerlegt. Ist leicht schmelzbar. Farbe grün, braun, schwarz, nicht spaltbar. Thraulit und Xylotil (Bergholz) sind nur schwer schmelzbar und werden nach längerem Blasen magnetisch. Von Salzsäure werden sie ohne Gallertbildung zersetzt. Thraulit ist bräunlichschwarz, amorph, Xylotil braun, fasrig und holzähnlich. Beide geben v. d. L. im Kolben Wasser*).

d) Es werden von der Salzsäure nur wenig angegriffen:

Krohydolith Si'* -j- 3 Fe'* Si* -f und Arf- Mg3 j

vedsonit 3 Si* -f 2 i'e Si* schmelzen v. d. L.

S

sehr leicht 1,7—2 mit starkem Anschwellen und Blasen austreibend zum schwarzen Glase. Arfvedsonit giebt im Kolben kein Wasser, spaltet vollkommen unter 123® 50', und ist von schwarzer im Striche

Mancher Thoneisenstein ist schmelzbar, nach dem Schmelzen magnetisch und wird von concentrirter Salzsäure mit Ausscheidung von Thon etc. aufgelöst. Strich meist ockergelb, auch bräunliohroth.

graulich-seladongrüner Farbe*). Krokydolith giebt im Kolben etwas Wasser, ist von lavendelblauer Farbe und bis jetzt fast nur in faserigen Aggregaten beobachtet worden.

(Vergl. Ainpliibol und Tunmiliii, welche in einigen VarietiUcn nach dem Schmelzen schwucli auf die Miignelnadel wirken.)

Seladoilit (Grünerve) Si, Fe, Ka, H, Mg, schmilzt v. d. L. ruhig ohne Anschwellen 3 und giebt im Kolben etwas Wasser. Farbe seladongrfln. Härte 1.

Achmit Si, Na, i'e, Fe und Bahiiifftouü 3 Ca'' Si* -f i'e Si* schmelzen ruhig, Achmit 2, Babingtonit 2,6 zu einem schwarzen glänzenden Glase. Achmit ist spaltbar unter einem Winkel von ungefähr 93". Babingtonit giebt nach dem Aufschliessen mit Kali und Fällen der salzsauern Auflösung mit Aetzammoniak noch weiter mit kleesauerm Ammoniak ein starkes Präcipitat, Achmit aber keynes oder ein sehr geringes. CVergl. Augit.)

Almandin (Thoneisengranat) Fe'' Si -j- Ä1 Si, schmilzt ruhig 3, gelatinirt nach dem Schmelzen, ist nicht spaltbar und seine Härte 7—7,5. Farbe roth, braunroth. Sp. Gew. 3,7 — 4. "Vergl. auch Allochroit.

Wolfram und , W, Fe, Mn, schwarz, Strich bräunlich, von metallähnlichem Glasglanz, geben, mit concentr. Phosphorsäure eingekocht, einen blauen Syrup, der, mit Wasser verdünnt, eine farblose Lösung giebt. Auf Zusatz und Schütteln mit Eisenpulver färbt sich diese Lösung schön blau. Aehnlich verhält sich der Megabasit (Blumit), wesentlich, Mn W. Strich ockergelb.

Ein ähnliches Silicat, der Aegyrin, spaltet unter 93®.

Rhodonit (Mangankiesel) wird nach dem Schmelzen in manchen Var. auch magnetisch. Ertheilt dem Boraxglase eine schöne Amethystfarbe. Rosenroth, bräunlichroth.

lÄthionit (Lithionglimmer), öfters nach dem Schmelzen magnetisch, färbt die Löthrohrflamme deutlich purpurroth. Ist in einer Richtung sehr ausgezeichnet spaltbar. Vergl. auch Pistazit (pistaziengrfln).

Stilpnomelan, wird von Salzsäure etwas schwer zersetzt. Schmilzt leicht 3, giebt im Kolben Wasser. Schwarz. — Vergl. Lepidomelan.

Molybdänoclcer Mo, schmilzt v. d. L. auf Kohle, raucht und wird eingesogen. Mit Soda erhält man beim Schlemmen der Kohle ein stahlgraues Pulver von reducirtem Molybdän. Mit Phosphorsalz giebt er im Reductionsfeuer ein dunkles Glas, welches beim Erkalten klar und schön grün wird. In Salzsäure leicht auflöslich ; die Auflösung ist farblos, nimmt aber beim ümrühreu mit Stanniol sogleich blaue Farbe an. Farbe schwefelgelb in's Pomeranzengelbe.

Eulylin (Wismuthblende), wesentlich B-i* Si', schmilzt V. d. L. leicht zu einer braunen Perle. Mit Soda auf Kohle zum Wismuthkorn reducirbar. Bildet mit Salz- säure vollkommene Gallerte. Farbe braun in's Gelbe.

Bismuthü C, Bi, H. V. d. L. leicht zu Wismuth redncirbar, in Salzsäure mit Brausen auflöslich.

Vergl. Samarskit. Vergl. auch aus der vorigen Abtheilung c. den Allanit -welcher nach dem Schmelzen nicht immer magnetisch reagirt. — Vergl. auch Lepidomelan.

II. y. d. L. mit Soda geschmolzen kein Metallkorn gebend und keine auf die Magnetnadel wirkende Masse;

1. Es reagiren, nach dem Schmeleen und anhaltendem Erhitzen auf Kohle, in der Pincette, oder im Platin- löffel, alkalisch und färben ein angefeuchietes Kurkumapapier rothbraun. Die Probe ist in Splittern anzuwenden und nicht als Pulver*).

a) In Wasser leicht und vollkommen auflöslich:

Salpeter (Kalisalpeter) Ka iV-und Nifralin (Natronsalpeter) Na V. d. L. auf Kohle verpuffen sie lebhaft, was bei den folgenden nicht geschieht. Im Platindraht geschmolzen ßrbt Kalisalpeter die Flamme bläulich mit einem Stich in's llothe, Nitratin stark gelb. In der Aufl. von Salpeter bringt Platinauflösung einen gelben, in der von Nitratin keinen Niederschlag hervor.

Soda Na C -f 10 H und Na C -j- H und Trona Na* C® -f 4 H geben v. d. L. im Kolben viel Wasser. Die wässerige Auflösung reagirt alkalisch und braust beim Zusatz einer Säure. Die Krystalle von Soda verwittern schnell an der Luft, die von Trona aber nicht.

Mirabilit (Glaubersalz) Na S 10 H, Thenardit NaS, Glaserit (Schwefelsaures Kali) !S, Epsomit (Bittersalz) Mg S -f 7 H und Kalialaun Ka S -f- Ä1 S ' -f 24 H.

Wie Kenngott gezeigt hat, reagiren eine Menge von Silicaten und andern Yerbindungen für sich oder nach dem Schmelzen alkalisch, wenn sie als Pulver auf Kurkumapapier gebracht und mit Wasser befeuchtet werden. Sie zeigen aber in Splittern diese Reaction nicht, w&hrend dieses bei den hier aufgeführten sehr deutlich der Fall ist.

Ihre Aufl. in Wasser reagirt nicht alkalisch und braust nicht beim Zusatz einer Säure. Mit salzsauerm Baryt erhält man ein starkes in Säuren unauflösl. Präc. von schwefelsauerm Baryt. Kalialaun und Epsomit geben in ihren Auflösungen mit kohlensauerm Kali weisse Niederschläge*). Sie unterscheiden sich leicht v. d. L., indem die, nach dem Austreiben des Wassers stark geglühte Masse des erstem mit Kobaltauflösung befeuchtet und erhitzt eine schöne blaue, die des letztem eine blass fleischrothe Farbe annimmt. Die übrigen geben mit Alkalien in ihren Aufl. keine Niederschläge. Die concentr. Aufl. von Glaserit wird durch Platinaufl. gelb, die von Thenardit und Mirabilit nicht gefällt. Thenardit giebt v. d. L. im Kolben kein, Mirabilit sehr viel Wasser.

Steinsalz Na Gl und Sylvin Ka Gl sind leicht durch den Geschmack zu erkennen. Die wässerige Auflösung giebt mit Barytaufl. und Alkalien kein, mit salpetersauerm Silberoxyd aber ein starkes Präc. von Chlorsilber; sie reagirt nicht alkalisch und giebt mit Platinauflösung von Steinsalz kein, von Sylvin aber ein starkes gelbes Präcipitat.

Tinkal Na 10 H. Die Aufl. reagirt alkalisch: nicht mit Säuren und giebt mit Schwefelsäure zersetzt und zur Trockne abgedampft, eine Masse, welche dem Alkohol die Eigenschaft ertheilt, mit grüner Flamme zu brennen.

Aelitilich verhält sieh der Kaimt, 2 Mg S Ka CI 0 dessen wässerige Lösung aber mit Silbcriüsung ein starkes Präoipitat von Chlorsilber giebt.

T. Kubell, Tufoln. 9. Au9. 4

6) In Wasser schwer oder unauflöslich:

Borocdlcit Ca + 6 H schmilzt 1, färbt für sich die Flamme gelb. Giebt im Kolben viel Wasser. In Salzsäure leicht und ruhig aufl. Abgedampft ertheilt die Masse dem Weingeist die Eigenschaft, mit grüner Flamme zu brennen. (Zartfasrige fllzartige Massen.) In heissem Wasser z. Thl. löslich, die Lösung reagirt alkalisch. — Ebenso verhält sich der Boronatrocalcit fUlexit).

Gaylussit Ca C + Na C -f 6 H, Witherit Ba C und

Staffdit Ca P, Ca C werden von verdünnter Salzsäure mit Brausen aufgelöst. Die stark verdünnte safe Aufl. giebt mit Schwefelsäure bei Gaylussit und Staffelit kein, bei Witherit ein starkes Präc. Gaylussit giebt V. d. L. im Kolben viel, Witherit und Staffelit geben kein Wasser. Die salzsaure Lösung des Staffelit giebt mit Aetzammoniak ein Präcipitat, die der übrigen nicht. Vergl. Sirontianit, welcher die Löthrohrflamme purpurroth färbt.

Anhydrit Ca S, Gyps Ca S 2 H, Bolyhallit Ka S -j- Mg S + 2 Ca S -f- 2 H und Bronyniartin Na S -f- Ca S sind in viel Salzsäure ruhig auflöslich. Die Aufl. giebt mit salzsaurem Baryt starkes Präc. von schwefelsaurem Baryt, nach demNeutralisiren mit Ammoniak erhält man mit kleesaurem Ammoniak ein Präc. von kleesaurem Kalk. Gyps giebt v. d. L. im Kolben viel Wasser, Polyhallit giebt wenig, die übrigen nur Spuren davon. Polyhallit und Brongniartin werden von Wasser mit Ausscheidung von schwefelsauerm Kalk zersetzt. Kocht man eine Probe mit Wasser und filtrirt

, so erhält man bei beiden durch kleesaures Ammoniak ein geringes Präc. , wird dieses filtrirt, so erhält man mit phosphors. Natrum und Ammoniak bei Brongniartin kein, bei Polyhallit aber ein starkes Präcipitat. Ihre Schmelzbarkeit ist 1,5. — Anhydrit und Gyps sind in Wasser nur wenig auflöslich: ihre Schmelzbarkeit 2,5 — 3. Die Härte des Anhydrit 3,5, alle übrigen sind weicher.

Baryt Ba S und Cölestin Sr S werden von Salzsäure nicht oder nur sehr wenig angegriffen; die Salzsäure, mit welcher feines Pulver von Cölestin gekocht wurde, trübt sich mit salzs. Baryt. V. d. L. mit Soda geben sie Hepar. Baryt ertheilt beim Schmelzen in der Pincette der Flamme eine blass gelblichgrüne, Cölestin eine schwach purpurrothe Färbung. Lässt man auf geschmolzene Stückchen, welche anhaltend im ßeductionsfeuer erhitzt wurden,, einen Tropfen Salzsäure fallen und hält sie dann an den blauen Saum der Lichtflamme (ohne darauf zu blasen), so wird die Flamme schön purpurroth gefärbt, wenn die Probe Cölestin, aber nicht, wenn sie Baryt ist.

Liparit (Fluss) Ca 1, Kryolith 8 Na PharmaJcoIith Ca* Äs -f- G H geben v. d. L. mit Soda kein Hepar, und brausen nicht mit Salzsäure. Pharmakolith ist von den übrigen leicht durch den arsenikalischen Geruch zu unterscheiden, welchen er beim Schmelzen auf Kohle (in möglichst grossen Stöcken angewendet) entwickelt. Fluss und Kryolith entwickeln mit Schwefelsäure in einem Glaskolben erhitzt viel flusssaures Gas, welches das Glas angreift. Die Schmelzbarkeit von Kryolith ist 1, die von Fluss 3. Der

Antozonhaltige Liparit (Antozonit) entwickelt beim Reiben chlorartigen Geruch.

Dem Kryolith ähnlich verhält sich der Chioliih 3 Na -f- 2 Al Er kommt gewöhnlich nur klein- körnig vor, während der Kryolith bis jetzt immer in grosskrystallinischen Massen gefunden wurde, welche nach drei rechtwinkligen Richtungen spaltbar sind. Nahe steht ferner der Pachnolith, welcher sich von den vorhergehenden dadurch unterscheidet, dass er im Kolben ein stark sauer reagirendes Wasser giebt. Aehnliche Verbindungen sind (ohne Wasser) der Ärksutit und Chodneffit, (mit Wasser) der Tlwmsenolit und GearTisiäit (mit 19 Proc. Ca).

Cancrinit Si, C, Al, Ca, Na braust mit concentr. Salz- säure, und damit erwärmt, gelatinirt er. V. d. L. wird er sogleich weiss und trübe und schmilzt 2,5 mit starkem Aufblähen und Schäumen zu einem weissen blasigen Glase, welches befeuchtet auf Curcumapapier nach einigem Liegen alkalisch reagirt. Gehört zum Nephelin.

S. Es sind in Sah säure, einige auch in Wasser, ohne merTüchen Jiücksfund auflöslich. Eie Auflösung hildet keine Gallerte.

Chondroarsenit, As, Mn, H . . . leicht schmelzbar, auf Kohle Arsenikrauch entwickelnd, das Boraxglas amethystroth färbend. Farbe gelb.

Adamin Zn® As -j- Zn H, leicht schmelzbar, auf Kohle mit Entwicklung von Arsenikrauch einen Zinkbeschlag gebend. Honiggelb.

H, Kvramoluitit Al S'* -)- 18 H und Goslarit (Ziiikvitriol) Zu S - 4 - 7 H schmelzen beim ersten Erhitzen und blähen sich zu einer unschmelzbaren Masse auf. Diese nimmt mit Kobaltaufl. befeuchtet und geglüht beim Tschermigit und Keramohalit eine schöne blaue, beim Goslarit eine grüne Farbe an. Sie geben mit Soda Hepar und sind in Wasser aufl. Tschermigit entwickelt mit Kalilauge übergossen ammoniakalischen Geruch, Keramohalit nicht.

Struvit W H"* 0 Mg* P -j" 12 H schmilzt leicht, giebt im Kolben viel Wasser, mit Soda kein Hepar und entwickelt, als Pulver mit Kalilauge übergossen, Ammoniak, an einem mit Salzsäure befeuchteten und dar- über gehaltenen Glasstab Salmiaknebel bildend.

zen V. d. L. leicht und mit Schäumen und färben die Flamme grün. Werden sie als Pulver mit Schwefel- säure befeuchtet und erhitzt, und dann Alkohol darüber abgebrannt, so brennt dieser mit grüner Flamme. Dieses geschieht nicht bei den folgenden. Boracit giebt V. d. L. kein, oder nur Spuren von Wasser, die übrigen geben sehr viel Wasser. Die Borsäure ist in Wasser und Weingeist aullöslich, die übrigen sind es nicht. Der Hydrohoracit enthält 26 Proc. Wasser, ein ähnliches Mineral, Szajbelyit, enthält nur 7 Proc. — Dem Boracit steht sehr nahe der Stassfurtit.

Vergl. Tinkal.

Alabandin und Hauerit geben mit Phosphors, und zugesetzter

Salpetersäure eingekoclit violette Lösungen. Vergl. I. A. 5.

Wagnerit Mg Mg® jp und Apatit 3 Ca® P -f

J -Cl

schmelzen v. d. L. Apatit ruhig 5, Wagnerit mit Sprudeln 3—3,5 und färben mit Schwefelsäure befeuchtet die Flamme vorübergehend blass bläulichgrün. Die nicht zu sauere salpetersaure Aufl. von beiden gieht mit essigsaurem Bleioxyd ein stares Präc. von phosphorsaurem Bleioxyd, welches v. d. L. zur polyedrischen Kugel schmilzt. Wagnerit ist auch in verdünnter Schwefelsäure auflöslich, Apatit nicht. Der Brushit 2 Ca P 5 H verhält sich auf nassem Wege dem Apatit ähnlich, gieht aber im Kolben viel Wasser, 26 Procent.

Ämbhjgonit (p® -f Al® P® R Fl + Al Fl® Na® j

schmilzt sehr leicht 2 und färbt die Flamme purpurroth. Ist in concentr. Salzsäure und Schwefelsäure schwer auflöslich und entwickelt mit letzterer Fluss- säure. Spaltbar unter 106'' 10', hart 6. Phosphorescirt beim Erwärmen mit lichtblauem Schein.

Uranit Ca* P -f -f 16H schmilzt v. d. L.

leicht, giebt im Kolben viel Wasser, und mit Phosphorsalz im Oxydationsfeuer ein gelbes Glas, welches im Reductionsfeuer schön grün wird. Die salzsaure oder salpetersaure Auflösung hat eine gelbe Farbe und giebt mit Aetzammoniak ein gelbliches Präcipitat.

Vergl. Chalcolith.

3. Es sind in Salzsäure zur vollkommenen steifen Gallerte auflöslich:

Datolith 3 Ca Bo Ca SH + 3 H giebt im Kolben wenig Wasser (die übrigen geben viel Wasser), schmilzt zu einem dichten klaren, meistens farblosen Glase und fUrbt dabei die Flamme schön grün. Uebergiesst man die Gallerte mit Weingeist, so erhält dieser die Eigenschaft, mit grüner Flamme zu brennen.

Edingtonit Si, Al, Ba, H, die salzsaure verdünnte Lö- sung giebt mit Schwefelsäure ein Präc. von Schwefels, Baryt. Sp. Gew. 2,7.

NatroUth Na Si -f Si 2 H schmilzt v, d. L. ruhig 2, ohne merkliches Aufblähen oder Anschwellen, das Glas ist hell, fast durchsichtig. Die salzsaure Auflösung giebt, nachdem die Thonerde durch Aetzammoniak gefällt worden, durch kohlensaures Ammoniak kein oder ein sehr geringes Präcip. Glühverlust 9 Procent.

Skolezit Ca Si -(- Ä1 Si -f 3 H und Laumontit Ca'* Si* -1- 3 Ä1 Si* -f- 12 H krümmen sich beim Schmelzen wurmförmig, vorzüglich Skolezit. Dieser giebt in der äusseren Flamme eine voluminöse, schaumartige, stark leuchtende Masse, welche in der innern zu einem blasigen schwach durchscheinenden Glase zusammenfällt. Laumontit schmilzt unter Entwicklung einiger Luftblasen zu einem weissen durchscheinenden Email. Die - Härte der Skolezit 5,5, die des Laumontit 3. Der Skolezit wird durch Erwärmen electrisch.

Dem Skolezit sehr nahe stehend sind und zeigen sehr ähnliches chemisches Verhalten: MesoUth und T/towsom7 (Comptonitj, sind aber nicht pyroelectrisch.

schmilzt mit geringem Aufblähen (mancher zerbröckelt, wie Arragonit). Bisher nur in Krystalleii beobachtet, welche rectanguläre, mit einer Khombenpyramide zugespitzte Prismen ; gewöhnlich in Zwillingen, bei gemeinschaftlicher Hauptaxe ein Individuum gegen das andere um gedreht.

In die Nähe des Phillipsit gehört der Giamonilin, welcher in scheinbaren Quadratpyramiden krystallisirt.

Ittnerif Si, Al, Na, Ca, S, H . . . schmilzt mit Aufblähen und unterscheidet sich von den vorhergehenden dadurch, dass die salzsaure Lösung von Barytlösung getrübt wird.

Vergl. auch aus der folgenden Altheilung 4. Apophyllit, Okenit und Analcim, welche von Salzsäure zu einer gallery- ähnlichen Masse zersetzt werden.

b) V. d., L. im Kolben kein oder nur Spuren von Wasser gebend (vergl. Datolith aus der vorhergehenden Abthl.):

Tephroit (Manganchrj'solith) Mn'' Si und Helvin Mn, Mn, Fe, Be, Si, unterscheiden sich leicht von den folgenden, indem sie mit Borax ein stark amethystroth gefärbtes Glas geben. Helvin entwickelt mit Salzsäure Schwefelwasserstoff, Tephroit nicht. Tephroit ist rechtwinklich spaltbar (in einer Richtung sehr vollkommen), Helvin nicht. Die Farbe von Helvin ist honiggelb, wachsgelb; die von Tephroit röthlichbraun, graulich. Dem Helvin nahestehend ist der zinkhaltige Danalit. Er giebt v. d. L. mit Soda auf Kohle einen geringen

Zinkbeschlag, mit Borax Eiseureactioii. Farbe fleischroth in's Graue.

Hunyn, Si, jU, Ca, Ka, S, S und Lasurit (Lasurstein) von ähnlicher Mischung, sind von himmelblauer und lasurblauer Farbe. Hauyn schmilzt schwer 4,5, Lasurstein leicht 3, beide zu einem weissen Glase. Beide geben v. d. L. mit Soda auf Kohle Hepar, mit charakteristischen bräunlichrothen Flecken.

Nosin und Sholopsit, Si, AI, Ca, Na, S sind von graulicher oder bräunlicher Farbe, Nosin schmilzt 4,5, Skolopsit 3 mit Schäumen und Sprudeln. Die salzsaure Aull, beider giebt mit salzs. Baryt ein Präc. von schwefelsaurem Baryt. Nosin kommt meistens in Khombendodecaedern krystallisirt vor, Skolopsit derb mit splittrigem Bruche.

Sodalith Na -Gl Na® Si -j- 3 Al Si und Eudialyt Si, Zr, Ca, Na, Fe, Gl reagiren v. d. L. mit einem Fluss von Phosphorsalz und Kupferoxyd zusammengeschmolzen auf Chlor, indem dabei die Flamme vor- übergehend blau gefärbt wird. In der salpetersauem Autiösung giebt Silberauflösung ein Präc. von Chlorsilber. Die verdünnte salzs. Lösung von Eudialyt färbt Curcumapapier orangegelb, mit schwefelsaurem Kali zur Krystallisation eingekocht und dann mit Wasser gekocht, trübt sie sich von gefälater Zirkonerde. Sodalith schmilzt V. d. L. zu einem klaren farblosen Glase, Eudialyt zu einem undurchsichtigen pistaziengrünen Glase. Das sp. Gew. des Sodalith ist 2,3, das des Eudialyt 2,9.

Wollastonit Ca® Si schmilzt v. d. L. ruhig zu einem ungefärbten halbdurchsichtigen Glase. Die salzsaure

Auflösung giebt, nach Abscheidung der Kieselerde, mit Aetzammoniak kein oder ein unbedeutendes Präcipitat; mit kohlensauerm Ammoniak aber einen reichlichen Niederschlag von kohlensauerm Kalk. Vergl. Pektolith.

ka*

nit Ca Si 2 Al Si und Humboldtilith (Melilith)

Si.

Die Auflösung dieser Mi-

neralien giebt mit Aetzammoniak einen Niederschlag. Mejonit schmilzt mit Schäumen und Leuchten zu einem blasigen Glase, welches sich aber nicht vollkommen runden lässt. Die übrigen schmelzen ohne ein solches Schäumen. Die Lösung des Nephelin giebt nach Abscheidung der Thonerde Aetzammoniak , im Filtrat mit kleesaurem Ammoniak kein oder ein geringes, die des Humboldtilith ein starkes Präcipitat. (Der zersetzte kalkhaltige Nephelin reagirt nach dem Glühen alkalisch, der Humboldtilith nicht. Vergl. Cancrinit.) Nephelin krystallisirt hexagonal, Humboldtilith quadratisch. Dem Humboldtilith ähnlich verhält sich der Barsowit Ca Si* -f 3 Al Si, welcher aber V. d. L. etwas schwerer 4 schmilzt, während die Schmelzbarkeit des Humboldtilith 3. Auch bläht sich der Humboldtilith beim Schmelzen ein wenig auf, der Barsowit schmilzt ganz ruhig.

Vergl. Oohlenit, welcher nur sehr Bchwer schmelzbar ist, und Tuchylit, 4. b.

d. Es sind in Salzsäure mit Hinterlassung von Kieselerde auflöslich, ohne vollkommene Gallerte zu bilden. (Bei vielen muss das feine Pulver mit concentrirter Säure behandelt werden.)

a) V. d. L. im Kolben Wasser gebend:

Klipsteinit Mn"* Si -j- Mn* Si 4 H. Von Salzsäure unter Chlorentwicklung leicht zersetzt, die Kieselerde als schleimiges Pulver absetzend. Mit concentr. Phosphor- säure eine violette Lösung gebend.

Äpophyllit Ka Si* -f 8 Ca Si -f 16 H, PeJetolith 3

Si -h 4 Ca® Si* -f- 3 H und Okenit Ca® Si* Ka)

6 H werden von Salzsäure sehr leicht zersetzt und hinterlassen die Kieselerde in gallertartigen Klumpen, ohne eine strife Gallerte zu bilden. Nach Abscheidung der Kieselerde*) giebt die Auflösung (mit überschüs- tiger Säure) durch Aetzammoniak kein oder nur ein sehr geringes Präcipitat. — Pektolith schmilzt v. d. L. leicht unter Entwicklung einiger Luftblasen zu einem weissen durchscheinenden emailleartigen Glase. Er giebt im Kolben nur wenig Wasser und bildet nach dem Glühen oder Schmelzen mit der Salzsäure eine Gallerte. — Die übrigen geben im Kolben viel Wasser. Sie werden nach vorhergegangenem Glühen oder Schmelzen von Salzsäure nur schwer angegriffen. Apophyllit schmilzt =1,5 zu einem blasigen weissen Glase,

Zur Tollkommenen Abscheiduug der Kieselerde muss man die Auflösung zur Trockene ebdampfen , wieder mit etwas Salz- säure digeriren und dann flitriren.

Okenit 2,5 — 3 mit Schäumen zu einer porcellanartigen Masse*). Vergl. Xonaltit.

Analctm Na® Si* -f 3 Al Si* + 6 H wird von der Salzsäure, wie die vorhergehenden, zu einer gallery- ähnlichen Masse zerlegt. Manche ganz frische Variat. bilden eine vollkommene Gallerte. Die Auflösung giebt nach Abscheidung der Kieselerde mit Aetzammoniak ein starkes Präcipitat. V. d. L. wird er bei der ersten Einwirkung der Flamme weiss und trübe, bei anfangender Schmelzung aber wasserklar, und giebt, ohne sich aufzublähen, ein glänzendes Glas. — Meistens in Krystallen, Würfel und Trapezoeder. Nicht spaltbar.

PyrosMerit l Si 2 Si -f l'/j H, Chonihrit

Mg®

Äl* Si + 3 Qa® Fe®

Si -j- 6H und JoUyt

Fe®

Mg®

Si

-4- 2 Al Si 6 H unterscheiden sich von den vorhergehenden und folgenden durch ihre geringe Härte, welche der des Kalkspaths gleich kommt. Chonikrit schmilzt v. d. L. 3,5 — 4 mit Blasenwerfen, ist nicht spaltbar, weisslich. Pyrosklerit schmilzt 4 ohne Blasenwerfen, ist in einer Richtung spaltbar, grün; Jollyt bläht sich etwas auf, schmilzt schwer, amorph, braun, Pulver lichtgrünlich.

Mosandrit Ce, Ca, Na, Si, Ti, H VLüdKatapleü Xr, Na, Ca, Si, H, haben die Härte 4 — 4'/* und zeigen Spaltbarkeit. Mosandrit schmilzt anfangs mit einigem Bla-

Vergl. Meerschaum.

senwerfen, dann ruhig 2,5—3 zu einem gelbbraunen Glase, Katapleit 3 ruhig zu einer weissen porcellanähnlichen Perle. Die verdünnte salzs. Lösung von Katapleit färbt Curcumapapier orangegelb und giebt mit Schwefels. Kali eingekocht ein Präc. von Zirkonerde. Man muss fast bis zur Trockne einkochen, dann wieder mit Wasser lösen. Mosandrit zeigt dieses Verhalten nicht*).

Breivstreit

Sr

Si + Ä1 Si* -f 5 H schmilzt v. d. L.

mit Schäumen und Aufblähen 3. Er unterscheidet sich von ähnlichen Mineralien leicht dadurch, dass die verdünnte salzsaure Aufl. mit Schwefelsäure einen in Säuren unauflöslichen Niederschlag giebt.

Stilbit CaSi -f AI SP -f 5 H, Desmin Ca Si + AlSi''

und Prehnit Ca* Si + Si H blähen sich v. d. L. mehr oder weniger stark auf und schmelzen mit Krüm- mungen zu emailleähnlichen Massen**). Prehnit giebt im Kolben nur wenig Wasser und verliert beim Glü- hen nur 4,3 Proc. an Gewicht. Die übrigen geben im Kolben viel Wasser und verlieren beim Glühen 15 — 20 Proc. Chabasit unterscheidet sich leicht durch seine

Der Titangehalt des Mosandrit rerrSth sich durch Koclien der salzsauern Lösung mit Stanniol ; er kann nur gering sein, denn die so behandelte Lösung zeigt nur eine schwach röthliehe Färbung.

Nach Fisctier (Clavis der Silicate) schmilzt Desmin zu einem blasigen Glan. Ich habe am Schmelzprodukt ganz normaler Krystalle von Stilbit und Desmin keinen Unterschied gefunden.

rhomboedrische Krystallisation und unvollkommene Spaltbarkeit. Stilbit und Desmin sind in c!na- Richtung sehr vollkommen spaltbar. Das Krystallsystem des Stilbits ist klinorhombisch, das des Desmin rhombisch. Ein ähnliches fasriges, kleinkugliches Mineral ist der Mordenit mit 12 Proc. Wasser, schmilzt ohne Aufblähen.

Sepiolith (Meerschaum) unterscheidet sich von den vorhergehenden leicht, indem er weit strengflüssiger ist und begierig Wasser einsaugt. Der Deveylit (Gymnit) Mg* Si -j- 3 H ist ebenfalls strengflüssig (5), amorph, von schwachem Wachsglanz, saugt kein Wasser ein.

Sordawalit, Si, ÄJ, Fe, Mg, H, amorph. Schmilzt (2,5) ruhig zu einem dichten schwarzen glänzenden Glase. Von Salzsäure etwas schwer zersetzt, die Lösung giebt mit Aetzammoniak starkes grünlichgraues Präcipitat. — Bräunlichschwarz.

l) V. d. L. kein oder nur Spuren von Wasser gebend (vergl. V. a Pektolith, Chonikrit und Prehnit). Mancher Lasurstein bildet keine vollkommene Gallerte. Ist leicht an der lasurblauen Farbe kenntlich.

Knjophyllii , Si, Al, Ka, Li ... . Glimmerartig, durch die Spaltungsblätter gesehen, smaragdgrün. Sehr leicht schmelzend.

Tdchylyt Si* + Al Si. Amorph. V. d. L. schmilzt Na' )

er seh leicht (2,5) und ruhig zu einem schwarzen glänzenden Glase, von Salzs. wird er mit Ausscheidung

gelatinöser Kieselerde zersetzt. Die Lösung, mit Stanniol eingekocht, nimmt keine violette Farbe an.

Schorlomit, Ca Si -)- Fe Si -j- Ca Ti* und Tscheiv- Icinit Ce, Fe, Ti, Si schmelzen 3—4, der erstere ruhig,, der zweite mit starkem Aufblähen zu einem schwarzen Glase oder einer graulichen Masse. Schorlomit wird von Salzsäure etwas schwer zersetzt und scheidet die Kieselerde als ein schleimiges Pulver ab. Die Aufl. mit Stanniol zur Concentration eingekocht nimmt eine violette, beim Verdünnen rosenrothe Farbe an. Tschewkinit wird von coucentr. Salzsäure leicht zersetzt und scheidet gelatinöse Kieselerde aus, verhält sich mit Stanniol wie Schorlomit. Beide schwarz mit starkem Glasglanz auf frischem Bruch. Pulver grau. — Dem Schorlomit ähnlich verhält sich der Ivaarit, der vielleicht mit ihm zu vereinigen ist.

Si* -f 2 Ä1 Si und Porcellanit Si,

Pa 3

Wernerit

Al, Ca, Na, -Gl schmelzen v. d. L. anfangs 2,5 unter Schäumen und Leuchten zu einem weissen blasigen Glase, welches sich nicht leicht vollkommen runden lässt. Sind ziemlich deutlich nach zwei rechtwinkligen Richtungen spaltbar. Zum Wernerit gehören der NnttaJit, Glaukolith und Stroganowif.

Wöhlerit, Si, b, Zr, Ca, Na. V. d. L. leicht schmelzbar 3 zu einem lichtgrünen sehr blasigen Glase. Von Salzsäure mit Ausscheidung flockiger Kieselerde zersetzt. Die salzs. Aufl., mit Zusatz von Stanniol stark eingekocht, nimmt zuletzt eine schön blaue Farbe an und giebt bei Zusatz von etwas Wasser eine blau

filtrirende Lösung. Diese Lösung färbt Curcuinapapier orangegelb. Weingelb, honiggelb, bräuulichroth. Der sogenannte EukoUth gehört wahrscheinlich hieher.

Labrador ( Si -f '1 Si Anorthit Ca Si + 3

Nai

AI Si schmelzen v. d. L. ruhig zu einem ziemlich dichten klaren Glase. Anorthit schmilzt schwerer (4,5) als Labrador (3,5). Labrador ist nach zwei Richtungen ungleich spaltbar unter 94", er zeigt auf den vollkommenen Spaltungsflächen carte Streifung, auf den weniger vollkommenen keine, und häufig Farbenwandlung von blau und , auch roth und gelb. Anorthit ist vollkommen unter 94" 12' spaltbar. Der Labrador wird von Salzsäure nicht ganz vollständig zersetzt.

Auch mancher Gross?)- (Thonkalkgranat) Ca*Si-j- Al Si wird von concentr. Salzsäure grösstentheils zersetzt. Er schmilzt V. d. L. ruhig 3 und ist von den vorhergehenden leicht durch den Mangel an Spaltbarkeit zu unterscheiden.

Auch mancher wird von concentr. Salzsäure mit Ausscheidung von Kieselerde zerlegt. Die Auflösung mit Stanniol gekocht nimmt eine violette Farbe an.

S. Danburit, welcher die Löthrohrflamme schön iUrbt. Vergl. Tephroit, welcher dem Boraxglase eine amethystrothe Farbe ertheilt.

5. Es werden von der Salzsäure nur wenig angegriffen und ertheilen v. d. L. dem Boraxglase eine starke Manganfarhe. Sie gehen mit Phosphorsäure zur Syrupconsistenz eingekocht eine Masse, welche hei Manganepidot unniiflelbar eine violette l'ärhe zeigt, hei

den nhriycn aba' diese Farbe durch Umrühren mit einem in Salpetersäure getauchten Glasstab annimmt.

KarphoUth Si, Al, Fe, Mn, ie, H giebt v. d. L. im Kolben eine merkliche Quantität Wasser, welches sauer ist und das Glas angreift. (Die folgenden geben kein Wasser.) Bis jetzt nur in fasrigen und scbmalstrahligen Massen von strohgelber Farbe vorgekommen.

Spessartin (Thonmangangranat) Mn Si Al Si. V. d. L. ruhig schmelzbar 3. Nicht spaltbai'. Bräunlichroth.

mit Sprudeln schmelzbar 2—2,5. Spaltbar in einer Richtung deutlich, in einer zweiten weniger. Kirschroth-röthlichschwarz.

Jthodonit (Rother Mangankiesel) Mn Si*. V. d. L. ruhig schmelzbar 3. Spaltbar deutlich unter 92 55'. Rosenroth, pfirsichblüthroth. Der ähnliche Mchterit (Manganamphibol) spaltet unter 124".

Die noch übrigen Mineralien von II. sind, den Scheelit ausgenommen , kieselsnure Verbindungen , welche von da' Salzsäure nicht angegriffen oder nur unvollkommen zersetzt tverden:

(Vergl. Pyropliylit, der sich stellenweise v. d. L. etwas rundet.)

Danburit Ca' Si ' + 3 B Si schmilzt 3 zu einer in der Hitze klaren, beim Erkalten trüb werdenden Perle und färbt die Flamme schön grün. Mit Schwefelsäure gekocht, bis die Säure verdampft ist, ertheilt der Rückstand dem Weingeist die Eigenschaft, mit grüner Flamme zu brennen. Nahestehend der Hnwlit.

T. KuhplI, Tafoln. 9. AuH. 5

Scheelit Ca W schmilzt v. d. L. schwer 5. Das Pulver ist in Salzsäure und Salpetersäure mit Hinterlassung eines grünlichgelben oder citrongelben Pulvers (von Wolframsäure) auflöslich. Mit Phosphorsäure bis zum anfangenden Verflüchtigen derselben eingekocht, giebt er nach dem Erkalten eine schöne blaue Masse, die in Wasser gelöst die Farbe zuweilen schnell verliert. Wird aber der entfärbten Lösung Eisenpulver zugesetzt, so färbt sie sich, anhaltend damit geschüt- telt, wieder sehr schön blau. — Sp. Gew. 6.

lAthionit ¥, Ä1 Si und Cookeit, Si, Al, Ka, L, H, sind glimmerartig, in einer Richtung sehr vollkommen spaltbar. Lithionit schmilzt 2, förbt die Flamme purpurroth, giebt im Kolben kein oder nur Spuren von Wasser, Cookoit bläht sich stark auf, färbt die Flamme ebenfalls roth, giebt aber im Kolben viel Wasser.

Thermopkyllit, Si, Mg, H . . . EuphylUt, Si, Al, Cä, H, und Margarit (Emerylit) Si, Al, Ca, H . . . sind wie die vorigen glimmerartig. Thermophyllit bläht sich V. d. L. sehr stark auf und giebt im Kolben eine merkliche Menge Wasser, die übrigen sind ohne Aufblähen schmelzbar 4—4,5) und geben wenig Wa.sser. Ihre Blätter sind nicht elastisch. Euphyllit wird von Schwefelsäure leicht, Margarit schwer zersetzt. Vergl. Muskowit und Biotit.

Petalit -f 4 Al SH 'und Triphan Si* -f-

4 Al Si* zeigen nicht die leichte und vollkommene Spaltbarkeit der vorigen und die Härte ist 6,5. Sie

färben aber die Lbthrohrflamme auch roth, besonders wenn man an ein Stückchen in der Fincette saures schwefelsaures Kali anschmilzt, dieses einigemale wiederholt und beim Blasen die Perle etwas in der Flamme hin und her bewegt. Petalit schmilzt ruhig zu einem weissen Email, Triphan bläht sich etwas auf und bekommt feine Zweige, welche schnell zu einem klaren oder weissen Glase schmelzen. Das sp. Gew; des Petalit ist 2,43, das des Triphan 3,1.

Leukophan, Si, Ca, Be, Na ¥, schmilzt leicht (unter 3) und ruhig zu einem durchsichtigen farblosen Glase. Spaltbar vorzüglich in einer Kichtung. H. 3,5 — 4. Phosphorescirt beim Erwärmen stark und anhaltend mit röthlich violettem Lichte ; auch mit dem Hammer im Dunkeln geschlagen, werden die Stücke momentan mit einem röthlichen Schein erleuchtet.

Wilsonit, Si, Al, Ca, Ka, H. Schmelzbar 2, mit Anschwellen zu einem weisslichen Glase, giebt im Kolben etwas Wasser. Härte 3. Deutlich rechtwinklig spaltbar.

Sordatoalit, schmelzbar 2,5, amorph, bräunlichschwarz. Vergl. Abth. 4. a.

Dicdlage ) Si* schmelzbar 3,5 , ausgezeichnet

durch metallähnlichen Perlmutterglanz, und deutliche Spaltbarkeit in einer Eich tun g.

Harmotom (Barytharmotom) Ba ä -f Al Si* 5 B unterscheidet sich von den vorhergehenden und folgenden leicht dadurch, dass er v. d. L. im Kolben eine

merkliche Quantität Wasser giebt und dass die partielle

salzsaure Aufl. von Schwefelsäure getrübt wird und ein Präc. von schwefelsaurem Baryt giebt. —

. G8

Gewöhnlich wie der Kalkhamioiom , in Zwillingskrystallen.

Axinit Si, Al, Ca, Fe, Mn, Bo und Turmalin Si, Al, Fe, Ka, Na, L, Bo. Ihre Härte ist 6,5 — 7,5. Sie ertheilen, mit einem Gemenge von Flussspath und saurem schwefelsaurem Kali zusammengeschraolzen, der Löthrohrflamme eine vorübergehende grüne Färbung*). Axinit schmilzt leicht und mit starkem Aufwallen zu einem glänzenden dunkelgrünen Glase. (Das feine Pulver des geschmolzenen Axinits gelatinirt mit der Salzsäure.) Turmalin zeigt in verschiedenen Species verschiedenes Verhalten. Ein Theil schmilzt leicht und mit Aufwallen, zuweilen sich krümend, zu einem weissen, auch grünlichgrauen, seltner schwarzen Glase ; ein Theil ist sehr strengflflssig und einige (Lithionturmaline) sind unschmelzbar. — Der Turmalin wird durch Erwärmen stark elektrisch, der Axinit nicht.

Diopsid Ca Si* + Mg* Si* und Augit Ca* Si* -f-

Mg I Ihre Härte 6. Sie sind schmelzbar Fe* )

3,5—4 theils ruhig, theils mit geringem Blasen-

Man sieht die Färbung bei guter Flamme am deutlichsten, wenn man an den glühenden Platindraht das Gemenge von Flussspath und sauerm sohwefelsanerm Kali durch Berührung (ohne darauf zu blasen) anschmilzt und die Oberfläche des Flusses mit dem feinen Mineralpulver bedeckt. £s zeigt sich dann die Färbung bei dem ersten Zusammenschmelzen. Wenn man das feine Pulver von geschmolzenem Axinit oder Turmalin mit Schwefelsäure digerirt, bis zu einem Brei abdampft und dann Weingeist darüber anzündet, so brennt er mit grüner Flamme.

Ein Eisenkalk-Augit mit wenig Magnesia ist der Uedenberyit.

werfen, Diopsid zu eiuem weisslichen, Augit zu einem schwarzen Glase, Beide sind deutlich spaltbar unter 93" und 87". Der Diopsid ist farblos oder lichte grünlich und graulich, der Augit schwarz oder dunkelgrün geförbt.

Tranolü (Grammatit) Ca' Si* -f- 3 Mg* Si* und Amphibol (Strahlstein, Hornblende) Ca ' Si* -f- 3 Si*.

Ihre Härte 5,5. Sie schmelzen 3 — 4 mit Anschwellen und Kochen, Tremolit zu einem weissen oder wenig gefärbten, Amphibol zu einem schwarzen oder graulichen Glase. Beide sind deutlich spaltbar unter 124'/*" und 55'/2"- Der Tremolit ist farblos oder weiss in's GiUnliche, Grauliche etc., der Amphibol grün oder schwarz gefärbt. — Hieher der Asbest und Amianth. Der Eichterit ist ein Manganhaltiger Tremolit; mit conc. Phosphorsäure eingekocht giebt er auf Zusatz von Salpeters, eine schön violette Masse. Dem Tremolit in der Mischung nahestehend ist der Nephrit, welcher dicht verkommt. Bruch splittrig, H. 6. Grünlich. Fühlt sich etwas fettig an.

Sphen (Titanit) Ca* Si'* -f 3 Ca Ti*. V. d. L. schmilzt er 3,5 — 4 mit einigem Aufwallen zu einem ärzlichen Glase. Von concentr. Salzsäure wird er, meist unvollkommen, zersetzt. Die Aufl. mit Stanniol gekocht nimmt allmählig eine violette Farbe an , die beim Verdünnen mit Wasser rosenroth wird. Krystallsystem klinorhombisch. Der Gmrinit ist dieselbe Verbindung mit quadratischer Krystallisation.

Yttrotitanit Ca, Y, Al, Si, Ti schmilzt nur unvollkommen an den Kanten mit lebhaftem Sprudeln zu einer

ärzlichen Masse. Von Salzsäure wird er wenig angegriffen. Mit Kalihydrat geschmolzen und mit Salz- säure behandelt reagirt die Ldsung, nach Abscheidung der Kieselerde mit Stanniol gekocht, wie beim Sphen.

Orthoklas Ka Si + Al und Alhit Na Si + ÄlSi-' (Feldspäthe) stehen in der Härte zwischen Apatit und Quarz. Sie schmelzen ruhig, Orthoklas 5, Albit 4. Von Säuren werden sie nicht angegriffen. Orthoklas spaltet sehr deutlich nach zwei aufeinander rechtwinklichen Richtungen, Albit nach zwei Richtungen unter OS'/j®. Dem Albit sehr ähnlich aber noch etwas leichter schmelzbar ist der Oligoklas (Na, Ka, Ca*) Si* 2 Ä1 Si*. Er zeigt auf einer Spaltungsfläche gewöhnlich eine ausgezeichnete Zwillingsstreifung, wie der Labrador, welcher aber von Salzsäure grossentheils zersetzt wird, was beim Oligoklas nicht der Fall ist.

Dem Orthoklas sehr ähnlich ist der Uyalophan. Wenn man diese Mineralien im Silberlöffel mit Ealihydrat schmilzt und die Masse mit etwas Salzsäure und Wasser löst und filtrirt, so giebt die Lösung des Hyalophan mit Schwefelsäure ein merkliches Präcipitat von schwefelsaurem Baryt, bei Orthoklas und Albit aber kein Präcipitat.

Zoisit Si -f 2 Al Si und Pistaeit Ca Si -f 2 Si

(Epidot). Ihre Härte ist 6,5. Sie schmelzen v. d. L. 3—3,5 mit Anschwellen und Schäumen zu einer blasigen blumenkobläbnlichen oder schlackigen Masse, welche von Zoisit weiss oder gelblich, von Pistazit schwarz oder dunkelbraun ist. — Nach dem Schmelzen gelatiniren sie. — Die Farbe des Zoisit ist grau, gelblichgrau

, graulichweiss , die des Pistffcit grün. Zoisit spaltet vorzüglich in einer Richtung deutlich, Pistazit spaltet ziemlich deutlich nach zwei Richtungen unter 115°.

Grossular (Thonkalkgranat) Ca'* Si -f- Al 8i, Vesuvian

3 Ca" 8i -f- 2

Al

Fe

Si und Pyrop pg

Si -f

A1

€r

Si.

Ca

Ihre Härte 6,5 — 7,5. Grossular und Vesuvian schmelzen 3, der erste ruhig, der letztere mit Aufschäumen; beide gelatiniren nach dem Schmelzen. Pyrop schmilzt 4,5 ruhig. Vesuvian ist spaltbar nach den Flächen eines quadratischen Prisma's; Grossular und Pyrop sind nicht spaltbar. Grossular wird von concentrirter Salzsäure z. Thl. stark angegrilfen; seine Farben sind grän, gelblich, braun, hyazinthroth, auch weiss; Pyrop wird von Säuren nicht angegrilfen und ist bis jetzt nur von blutrother Farbe vorgekommen. Er giebt v. d. L. mit Borax ein chromgrünes Glas.

Aedelforsit Al Si -f" 9 (Ca, Mg, Fe) Si und SphenoMas Al Si -f- 3 (Ca, Mg, Fe)* Si sind nahezu von der Härte 6. Sie werden von Säuren nicht merklich angegriffen. Aedelforsit schmilzt 4, einzelne Blasen entwickelnd. Zeigt beim Erwärmen starke Phosphorescenz mit grünlichgelbem Lichte. Sphenoklas schmilzt 3 und vollkommen ruhig. Phosphorescirt mit schwach gelblichem Scheine.

Vergl. aus der folgenden Abtheilnng C Smaragd, Euklas, Cordierif, Biotit und Muscovit.

Obsidian, Pechstein, Perlstein und Bimsstein schmelzen mit Anschwellen 3,5—4 zu einem blasigen weissen

Glase oder porcellanartigen Masse. Sie sind amorph. Obsidian ist durch einen starken Glasglanz , grossmuschligen Bruch und scharfkantige Bruchstücke charakterisirt, Pechstein durch ausgezeichneten Fettglanz, Perlstein durch Perlmutterglanz und Bimsstein durch schaumartig aufgeblähte Formen. — Gehören zu den vulkanischen Gläsern. Manche Pechsteine geben im Kolben Wasser. Si, AJ, Na, Ka, H.

(1. Unschmelzbar oder von dem Schmelzgrade ttber 5.

1. Es nehmen {einige nach vorhergegangenem Glühen und in Pulverform) mit Kohaltauflösung befeuchtet und geglüht eine schöne latte Farbe an.

Bei den härteren, wasserfreien Mineralien, welche hieher gehören, zeigt sich die Farbe am deutlichsten, wenn man sie zu einem feinen Pulver zerreibt und dieses mit der Kobaltauflösung befeuchtet und glüht. Die Farbe erscheint erst nach dem Erkalten der Probe und ist nur beim Tageslicht deutlich zu sehen.

a) V. d. L. im Kolben viel Wasser gebend;

Alunit KaS-f3AlS-|-6H und Äluminit Al S -f- 9 H geben mit Soda auf Kohle geschmolzen Hepar, was bei den folgenden nicht der Fall ist. Äluminit ist in Salzsäure leicht auflöslich, Alunit wird nicht merklich angegriffen. Aus dem geglühten Alunit wird von Wasser Alaun ausgezogen, welcher bei gelindem Abdampfen der Auflösung in Octaedern krystallisirt. Der Alunit verliei't beim Glühen 13 Proc. Wasser, der Äluminit 47 Proc., ein ähnliches Mineral, der Felsobanijit, 37 Procent.

Dem Aliimiiiit ähnlich verhält sich der Piasuphan (v. Keichenbach in Schlesien) S, Al, i'e, H, brennt sich aber theilweise ärzlich und färbt die Flamme etwas grünlich. Der Aluminit ist weiss und undurchsichtig, der Pissophan grünlich und durchscheinend.

Yergl. Kali-und Ammouiukalaun und Keramohulit, welche in Wasser auflüslich, was bei den vurlicrgehenden nicht der Fall ist.

Bleigummi P -f 6 schwillt v. d. L. an und schmilzt halb bei strengem Feuer, ohne aber zum Flusse zu kommen. Giebt mit Soda auf Kohle metallisches Blei.

Calamin (Kieselgalmei) 2 Zn Si 3 bildet mit Salzsäure vollkommene Gallerte und giebt v. d. L. mit Soda auf Kohle bei starkem Blasen einen gelblichweissen Beschlag, welcher mit Kobaltaufl. befeuchtet und erhitzt grüne Flecken zeigt. Nach Abscheidung der Kieselerde giebt die salzs. Aufl. mit Aetzammoniak ein Präc. , welches in üeberschuss wieder auflöslich ist, aus der Lösung fällt Schwefelammonium ein weissliches Präc. von Schwefelzink.

Wavellit 18 H, Evansit AP P -p 18 H,

Peganit Al* P 6 H und Fischerit Al* P -f 8 H, Beiiinü Äl' P + Vs Eichmondit, P, Äl, H,

sind in Kalilauge grossentheils auflöslich. Wird der Aufl. etwas Wasserglasaufl. zugesetzt, dann mit Essig- säure schwach angesäuert, gekocht und filtrirt, so erhält man im Filtrat mit essigsauerm Bleioxyd ein Präc. von phosphorsauerm Bleioxyd. Mit Schwefel- säure befeuchtet färben sie den Saum der Löthrohrflamme blass grünlich. Berlinit verliert beim Glühen

nur 4 Proc. Wasser, Peganit verliert 24 Proc. , Wavellit 27, Fischerit 20, Kichmondit 85, Evansit 40. Aehnliche Verbindungen sind der Trolleit mit 6 Proc. Wasser, der Sphärii mit 23 Proc., der Tavistokit und Amphithalit (P, Al, Ca, H) mit 12 Procent Wasser.

Gibbsit (Hydrargillit) Al H-', Viaspor Al H, Xanthuphyllit Si, Al, Ca, Mg, H und Fhohrit (Nakrit) APSi' 6 H. H 3 'drargillit ist in Kalilauge ziemlich leicht auflöslich, verliert -beim Glühen 34'/!! Proc. Wasser. Die übrigen sind in Kalilauge nicht löslich. Sie spalten deutlich in einer Eichtung. Xanthophyllit, wachsgelb, verliert beim Glühen nur 4'/* Proc. ; Diaspor und Nakrit verlieren gegen 15 Proc., diese sind durch die Härte zu unterscheiden, welche bei Diaspor nahezu 6, bei Nakrit 1 ist. Der letztere kommt in perlmutterglänzenden Schuppen und Blättchen vor.

AUophan AP SP 15 H, Hailoysit ÄP SP -f 12 H, Sanioif Al Si -f 5 H und KoUyrit Al* Si -f 15 H werden von der Salzsäure mit Ausscheidung gelatinöser , Kieselerde zerlegt. Die Härte von AUophan ist 3, er gelatinirt vollkommen, färbt die Löthrohrhamme ge- wöhnlich grün ton zufälligem Kupfergehalt) und verliert beim Glühen 42 Proc. Wasser. Ist amorph. Die Härte von Samoit ist 4, er hat blättrige Structur und verliert beim Glühen 30 Procent. Die Härte der übrigen ist 1—2. Der Glühverlust von Hailoysit ist 16 Proc., von KoUyrit 33 '/2 Proc.

Es ist hiemit der zuerst unter diesem Namen von Klaproth analysirte Eollyrit vom Stephani-Schacht zu Chemnitz gemeint. Andere sog.Kollyritc, z. B. der von Weisscnfels, gelatinircn nicht.

Citmlit Al Si ' -f- 3 H und PorceUanerde (Kaolin) AP Si"* -f Ö H und AP Si' -j- 6 H werden von Salz- säure nur schwer angegrilfen. Sie zeigen keine krystallinische Structur. PorceUanerde fühlt sich fein, aber nicht fett, sondern etwas rauh an, und wird von Schwefelsäure zersetzt. Cimolit ist zähe, giebt beim Schaben Späne und wird von Schwefelsäure nur unvollkommen zersetzt. Diese Mineralien verlieren beim Glühen 12 — 16 Proc. Wasser. Hier schliessen sich die unreinen gewöhnlichen Thone (Argillite) an, welche mit Wasser einen Teig bilden, ferner manches sog. Steinmarlc mit 14 Proc. Wasser, der öttcrit mit 35 Proc. Wasser, der 3HloscMn Bolus mit 24— 26 Proc. Diese bilden mit Wasser keinen Teig, die letztem zwei zerfallen darin mit Knistern.

Vergl. unter den folgenden Lazulith, Svanbergit, Pyrophyllit, Disterrit, Wörthit, Myelin und Agalmatolith , welche im Kolben ebenfalls, aber nur wenig Wasser geben. Vergl. auch Ripidolith.

b) Vor dem Löthrohre im Kolben wenig oder kein

Wasser gebend:

Alumian, Al, S, giebt v. d. L. auf Kohle mit Soda Hepar.

Lazidith P, Al, Mg, H färbt die Löthrohrflamme schwach grünlich*), bläht sich etwas auf, zerklüftet und zerfallt in kleine Stücke. Dabei verliert er seine blaue Farbe und wird weiss. Von Säuren wird er unmittelbar nicht angegriffen und die blaue Farbe nicht verändert.

Svanbergit, P, S, Al, Ca, H . . . giebt auf Kohle mit Soda Hepar; gelb, gelblichbraun.

Deutlich, wenn er vorher mit Schwefelsäure befeuchtet wird.

Wilkmit ( Hebetin) Zn'* Si wird mit KobaltauH. v. d. L. blau und stellenweise grün. Gelatinirt mit Salzsäure. Die Lösung giebt nach Abscheidung der Kieselerde mit Aetzamraoniak ein in Ueberschuss lösliches Präc. Aus der ammoniakalischen Lösung wird durch Schwefelammoniura Schwefelzink gefällt.

Myelin (Talksteinmark) 2 AP Si* + 3 H, Ayalmatolith Si, Al, Ka, H und Pyrophyllit SP + 9Ä1 Si + 9 H, sind von geringer Härte 1 — 3. Pyrophyllit ist in einer Kichtung sehr vollkommen spaltbar und zertheilt sich V. d, L. fächeförmig zu einer aufgequollenen sehr voluminösen Masse, wobei er theUweise zerfällt und mit weissem Lichte leuchtet. Glühverlust 5Proc. Die übrigen sind nicht spaltbar* und v. d. L. unver- änderlich. Myelin wird von Säuren theilweise zersetzt, Agalmatolith wird nicht merklich angegriffen.

Miiscooit (Zweiaxiger Glimmer) Ka Si 3 Al Si. Ist in einer Richtung hö vollkommen spaltbar. Die Blätter sind elastisch biegsam. Bläht sich v. d. L. nicht merklich auf und schmilzt in sehr dünnen Blättchen. Das Blau mit Kobaltauflösung ist nur stellenweise rein. Wird von Säuren nicht angegriffen. Seine Härte 2,5.

DisterrU, Si, Al, Mg, Ca, H, in einer Richtung spaltbar. Frische Blätter werden v. d. L. graulichweiss und trübe, dann mit Kobaltaufl. befeuchtet und geglüht deutlich blau. Härte 4 — 5. Von concentrirter Schwefelsäure zersetzt.

Andalusit (Chiastolith) und Disthen AP Si* werden von Säuren nur wenig angegriflen. V. d. L. werden

sie von Phosphorsalz zerlegt und scheiden ein Kieselskelett aus. Andalusit spaltet ziemlich deutlich nach zwei Kichtungen unter 91V*°; die Härte des Andalusits ist 7,5. Die Chiastolith genannten Krystalle haben eine Zersetzung erlitten und sind meist nur von der Härte 5,5. Gewöhnlich sind 4 prismatische Krystallindividuen bei paralleler Hauptaxe so zusammengewachsen, dass ein hohler Baum zwischen ihnen bleibt, welcher mit Thonschiefermasse ausgefüllt ist. — Disthen spaltet nach zwei Bichtungen unter lOö", besonders in einer Bichtung ist die Spaltbarkeit sehr deutlich. Seine Härte ist 6 und weniger. Das spec. Gew. des Andalusit 3,2, das des Disthen 3,6. Dem Disthen nahestehend ist der Sülimanit (Wörthit, Monrolith), sein spec. Gew. ist aber geringer, nämlich 3.

malin) Si, Bo, Al, Mn, L, K. Sie werden von Säuren nicht angegriffen, und sind v. d, L. in Phosphorsalz nicht vollkommen auflöslich; das Glas opalisirt beim Abkühlen. Topas behält beim Glühen seine Durchsichtigkeit und schwillt nicht an. In grössem Stücken erhitzt brennen sich die gelben Var. weiss, beim Erkalten aber nehmen sie eine Bosenfarbe an. Bubellit wird weiss und schwillt an, manchmal zur schlackigen Masse. Topas ist in einer Bichtung deutlich spaltbar und seine Härte 8; Bubellit ist nicht spaltbar und seine Härte 6,5. Bubellit wird durch Erwärmen ziemlich stark elektrisch, was beim Topas nur in einzelnen Var. der Fall ist. Das spec. Gew. des Topas 3,5, das des Bubellit 3.

Korund (Sapphir) Al und ChrysoleriU Be Al werden

von den gewöhnlichen Säuren nicht 'angegriffen, mit Phosphorsäure bis zur anfangenden Verflüchtigung derselben erhitzt, wird das feine Pulver von Korund vollkommen aufgelöst, das von Chrysoberill weniger. Die Lösungen beider geben mit Kalilauge ein Präc., welches sich in Ueberschuss wieder vollkommen löst. Sie sind (als Pulver) v. d. L. in Phosphorsalz langsam, aber vollkommen auflöslich und das Glas opalisirt nicht beim Erkalten. Die Härte des Korund 9, die des Chrysoberill 8,5 ; das spec. Gew. des erstem 4, das des letztem 3,7. Vergl. Spinell.

Auch von manchem Leucit wird das Pulver, mit KobaltauflSsung befeuchtet und geglüht, blau gefürbt. Seine Hirte ist nicht über 6. Kbenso nimmt mancher Kassiterit ah Pulver mit Eobaltauflösung befeuchtet und erhitzt eine bliuliche, auch grünliche Farbe an. Giebt mit Cyankalium auf der Kohle leicht Zinnkugeln.

Das Blau, welches feines Quarzpnlver mit Kobaltauflüsung giebt, unterscheidet sich von dem der vorhergehenden Mineralien durch einen Stich in's Rothe und geringe Intensität.

2. Es nehmen, mit Kobaltauflösung befeuchtet und geglüht, eine grüne Farbe an.

Es genügt, die befeuchtete Probe zum Kothglflhen zu erhitzen.

Die hieher gehörenden Verbindungen von Zinkoiyd beschlagen die Kohle mit einem, in der Hitze gelben, beim Abkühlen sich bleichenden Rauch.

Smithsouit (Zinkspath) Zn C und Hgdrozinlit (Zinkblflthe) Zn C + H 2 Zn H lösen sich in Salzsäure leicht und mit Brausen, unter Entwicklung von Kohlensäure, auf. Die Aufl. giebt mit Aetzammoniak ein im Ueberschuss auflösliches Präcipitat. Smithsouit giebt

V. d. L. im Kolben kein oder nur wenig, Hydrozinkit viel Wasser.

Wülimit Zn''* Si und Calamin (Kieselgalmei) 2 Zn® Si 3 H bilden mit Salzsäure vollkommene Gallerte. Der letztere giebt v. d. L. im Kolben Wasser, der erste nicht. Diese Zinksilicate werden v. d. L. mit Kobaltaufl. nur stellenweise grün und mehr blau.

Vergl. Zinkvitriol und Zinkblende. Vergl. Kassiterit.

3. Es reagiren nach dem Glühen alkalisch und färben ein angefeuchtetes Curcumapapier rothbraun {gerü- themes Lahnuspapier blau).

Vergl. die Anmerkung pag. 48.

Brucit Mg H*), HydronuignocalrSt, Ca, Mg, C, H, und Hydromagnesit Mg H'* + 3 Mg C geben v. d. L. im Kolben viel Wasser, was bei den folgenden nicht der Fall ist. Brucit löst sich in Salzsäure leicht und ruhig, die beiden andern mit Brausen auf. Die conc. salzs. Lösung von Hydromagnesit giebt mit Schwefels, kein, die von Hydromagnocalcit ein starkes Präc. (von Gyps). Aehnlich wie der letztere verhält sich auch der Predazsit und Pencatit.

Dem Hydromagnesit ähnlich verhält sich der Nemalith Mg® C 6 H, wahrscheinlich ein Gemeng von Brucit und Hydromagnesit.

Calcit (Kalkstein) Ca C und Aragonit Ca C brausen beide mit einem Tropfen Salzsäure befeuchtet lebhaft und werden schon in grösseru Stücken, ohne Beihülfe

Ein Mangan-Brucit iat der Fyrochroit, verhält sieh ähnlich wie Brucit, giebt aber mit concentr. Phosphoraäure gekocht, auf Zusatz von Salpetersäure eine violettrothe Flüssigkeit.

Bo

der Wärme, aufgelöst. Die concentr, Aufl. giebt mit Schwefelsäure ein Präc. von schwefelsauerm Kalk, die stark verdünnte giebt damit keinen Niederschlag. Der Aragonit zerbröckelt v. d. L. und zerfällt, der Calcit verknistert manchmal, zeigt aber nicht das Zerfallen des Aragonits. Das spec. Gew. des Calcit ist 2,6— 2,8 ; das des Aragonit 2,9—3.

Vergl. Strontianit p. 80.

Dolomit (Bitterkalk) Mg C Ca C und Magnesit Mg C brausen mit Salzsäure befeuchtet nicht oder nur vor- übergehend, wenn sie zu Pulver zerrieben sind. Bei Einwirkung der Wärme lösen sie sich mit Brausen auf, Magnesit viel schwerer als Dolomit. Die concentrirte Aufl. des Dolomits giebt mit Schwefelsäure ein Präc. von schwefelsauerm Kalk, die des Magnesit's giebt keinen Niederschlag. Der Magnesit löst sich auch in Schwefelsäure vollkommen oder grösstentheils auf, der Dolomit nur zumTheil*). Vergl. die nächstfolgenden.

Strontianit Sr C und Barytocaldt Ba C -f Ca C sind von den vorhergehenden leicht zu unterscheiden, indem sie in kleinen Stücken mit concentrirter Salzsäure übergossen, nicht oder nur vorübergehend brausen, auf Zusatz von etwa dem doppelten Vol. Wasser aber das Brausen lebhaft mit der Auflösung stattfindet. Auch die stark verdünnte Aufl. giebt mit Schwefelsäure ein Präcipitat, bei Barytocalcit sogleich, bei Strontianit

Dem Ritterkalk ähnlich verliält sich der Brauuspath, welcher heim Qlfihen schwarz und gewöhnlicli schwach magnctiscli wird. Vergl. auch Siderit (Eisenspath) und Dialogit (Manganipath), welche nach dem Glühen in manchen Varietäten alkalisch roiigiron.

nach einiger Zeit. Strontianit bekonomt v. d. L. im starken Feuer kleine Aeste, welche mit blended weissem Scheine leuchten und die Flamme schön purpurroth färben. Barytocalcit färbt dagegen die Flamme schwach gelblichgrün und nimmt selbst eine grüne Farbe an.

Vergl. Yttrocerit.

4. Es werden von Salzsäure oder, wo diese nicht wirksam, von Salpetersäure vollkommen oder grösstentheils aufgelöst, ohne zu gelatiniren oder einen bedeutenden Rückstand von Kieselerde zu hinterlassen.

Cervantit v. d. L. auf Kohle unschmelzbar, mit Soda leicht zu Antimon reducirbar. Gelblich.

Aehnlich der Stiblith und Volgerit, welche im Kolben Wasser geben (5 Proc. und 15 Proc.).

Fe

Mn

-f Mg C, Dialogit (Manganspath) Mn C und Nickelsmaragd Ni' C -j- 6 H sind in Salzsäure bei Einwirkung der Wärme mit Brausen, unter Entwicklung von Kohlensäure auflöslich. Die folgenden brausen nicht. Siderit, Mesitin und Nickelsmaragd brennen sich v. d. L. sogleich schwarz oder grau und werden vom Magnet gezogen. Nickelsmaragd ist durch seine grüne Farbe leicht kenntlich, sowie dadurch, dass die salzs. Aufl. sich durch einen Ueberschuss von Aetzammoniak lichte kornblau färbt. Siderit verknistert in den meisten Variat. 'sehr stark. Dem Boraxglase ertheilt er eine bouteillengrüne Farbe. Die salpetersaure Aufl. von Mesitin giebt, nach Präc. des Eisenoxyds durch Aetzammoniak, mit kleesauerm Ammoniak kein, mit phos-

V. Kobell, Tafelu. 9. Aufl. 0

phorsaurem Natron und Ammoniak aber noch ein starkes Präc.; die Aufl. von Siderit giebt mit den letztgenannten Reagentien keine oder nur geringe Niederschläge. — Dialogit brennt sich v. d. L. grau oder schwarz, wird manchmal magnetisch. Das Boraxglas färbt er im Oxydationsfeuer stark amethystroth.

Dem Siderit ähnlich verhält sich der Ankcrit Ca C

Fe f

C, dessen salpetersalzsaure Lösung nach Fäll- Mg'

ung des Eisenoxyds mit Aetzammoniak, im Filtrat mit kleesaurem Ammoniak ein starkes Präcipitat giebt.

Völhnerit (Hydrotalkit) Äl, Mg, H, C, giebt im Kolben viel Wasser. Wird im Reductionsfeuer nicht magnetisch. Das Pulver braust anfangs mit Salzsäure und löst sich dann vollkommen auf. Neutralisirt man die saure Lösung mit doppelt kohlensaurem Natron und bringt das Präcipitat auf's Filtrum, so erhält man im Filtrat mit kleesaurem Ammoniak kein, mit phosphorsaurem Natrum und Ammoniak aber ein starkes Präc.

Parisit, Ce, La, C, Ca ist in Salzs. langsam und mit Brausen auflöslich. Die nicht zu sauere Lösung giebt mit Kleesäure ein weisses Präc., welches beim Glühen ziegelfarben wird.

Das Eisenoxydhydrat in Form von Pyrit kommt chemisch mit Qöthit überein. Der gelbe Thoneisenstein, das Bohnerz, die Eisenniere, das äumpferz etc. sind Gemenge von Limonit,

Tlion, Sand, phosphorsauerm Kalk und Eisenoxyd etc. Sie sind gewöhnlich schmelzbar, manchmal sehr leicht und werden von SalzsSure mit Ausscheidung von Thon etc. aufgelöst. Ein Gemenge von Limonit mit Quarz scheint auch der An-

werden v. d. L. im Reductionsfeuer erhitzt, schwarz und magnetisch; im Kolben geben sie Wasser. In concentr. Salzsäure sind sie langsam und ohne Brausen auflöslich. Die Aufl. giebt mit Aetzammoniak ein braunrothes Präc. Göthit kommt krystallisirt vor und spaltet deutlich in einer Richtung; seine Farbe ist hyazinthroth, auch braun und ärzlichbraun; er verliert heim Glühen 10 Proc. Limonit kommt gewöhnlich in fasrigen, auch dichten Massen von brauner Farbe vor und verliert heim Glühen 14 V 2 Proc. Die Strichfarbe beider ist ockergelb.

Der Hydrohämatit (Turgit) Pe* H hat ein braunrothes Pulver und verliert beim Glühen 5—7 Proc. Wasser; der Hämatit, in manchen Var. ohne Metallglanz und auch von rothem Strich, giebt kein oder nur Spuren von Wasser.

Greenokit Cd entwickeln mit Salzsäure gekocht Schwefelwasserstoffgas (mit Eisenpulver gemengt, schon in gewöhnlicher Temperatur) und geben v. d. L. mit Soda Hepar, wobei Greenokit die Kohle mit einem braunrothen Ring von Cadmiumoxyd beschlägt, die übrigen gelblichen Zinkbeschlag geben. Concentr. Salpetersäure löst sie mit Ausscheidung von Schwefel auf. Aetzammoniak bringt ein Präc. hervor, welches bei Sphalerit und Greenokit grösstentheils in Ueberschuss wieder auflöslich ist, bei Marmatit aber eine merkliche Menge Eisenoxyd zurücklässt. Die ammoniakalische Flüssigthosiderit

von Antonio Peroira zu sein. Die bei der Zersetzung mit Salzsäure ausgescliiedene Kieselerde verlmlt sich gegen Kalilauge wie Qnarzpulver.

6

keit giebt mit Schwefelammonium ein starkes weissliches Präcipitat von Schwefelzink.

Wad Mn H und Zinkit Zn, Mn reagiren v. d. L. mit Borax stark auf Mangan. Zinkit (Rothzinkerz) hat eine rothe Farbe, das Pulver tief orangegelb, Wad eine braune Farbe.

Vergl. Psilomclan (ist von grauer Farbe). Vergl. Pyroohroit.

Asholan (Erdkobalt) Co, Äln, ft etc. giebt v. d. L. mit Borax ein schön sapphirblaues Glas. Riecht gewöhnlich auf Kohle schwach nach Arsenik. Mit Phosphors, bis zum dicken Syrup eingekocht giebt er eine violblaue und auf Zusatz von Wasser eine violettrothe Lösung, welche sich, mit Eisenvitriol geschüttelt, rosenroth färbt. (Mancher Erdkobalt schmilzt.)

Nasturan (Uranpecherz) U Ü und Zippeit (üranocker) Ü, S, ft geben v. d. L. mit Phosphorsalz im Oxydationsfeuer ein gelbes, im Reductionsfeuer ein schön grünes Glas. In Salpetersäure sind sie zu einer gelben Flüssigkeit auflöslich, worn Aetzammoniak ein schwefelgelbes Präcipitat hervorbringt, beim Zippeit giebt auch salpetersaurer Baryt in der sauren Lösung ein Präc. von Schwefels. Baryt. Die Farbe von Nasturan ist pechschwarz, die von Zippeit*) gelb. Das spec. Gew. des Nasturans 6,5.

Kalait P, Äl, ft, Cu, färbt die Löthrohrflamme grün und mit Salzsäure befeuchtet vorübergehend blau. Ist in Kalilauge grösstentheils aufl. mit Hinterlassung eines braunen kupferhaltigen Rückstandes. Im Kolben viel Wasser gebend. Himmelblau und grün. Sp. G. 2,6 — 2,8.

Mancher unreine Uranocker ist schmelzbar.

Apatit 3 Ca'' P + Ca j, schmelzbar 5, färbt mit

Schwefelsäure befeuchtet die Löthrohrflamme schwach grünlich. Ist in Salpetersäure aufl. Die nicht zu saure Aufl. giebt mit essigsaurem Bleioxyd starkes Präc. von phosphorsaurem Bleioxyd, mit kleesaurem Ammoniak ein Präc. von kleesaurem Kalk. Gieht v. d. L. im Kolben kein Wasser. Spec. Gew. 3,2.

Monazit, P, Ce, La, Th, unschmelzbar, färbt als Pulver mit Schwefelsäure befeuchtet und in einem engen Oehr eines Platindrahts erhitzt die Löthrohrflamme grünlich. In Salzs. schwer aufl. Wird das Pulver mit Kalihydrat geschmolzen und die Masse mit Wasser ausgelaugt und filtrirt, so giebt das mit Salzs. ausgesäuerte Piltrat auf Zusatz von salzs. Kalk und Aetzammoniak ein Präc. von phosphors. Kalk. Der Rückstand vom Auslaugen giebt mit Salzs. eine Lösung, die, nicht zu sauer, mit Kleesäure ein starkes Präc. giebt, welches sich, im Platinlöffel geglüht, ziegelroth färbt (Ceroxyd). Bis jetzt nur in kleinen tafelförmigen Xllen von röthlichbrauner oder gelblicher Farbe vorgekommen. Spec. Gew. 4,9— 5;2.

Childrenit, P, Al, Fe etc. frittet v. d. L. nur auf der Oberfläche und wirkt nach dem Glühen im Reductionsfeuer auf die Magnetnadel. Mit Schwefels, befeuchtet färbt er die Löthrohrflamme grünlich. In Salzs. schwer aufl. Mit Kalilauge gekocht färbt sich das Pulver dunkel bräunlich. Spec. Gew. 3,2.

Polykras, ivb, Ti, ix, Y, Fe, Ce etc. V. d. L. verknisternd, wenn er rasch erhitzt wird, unschmelzbar und unveränderlich. Wird das Pulver mit Kalihydrat ge-

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schmolzen, die Masse mit Wasser gelöst und filtrirt, BO entsteht beim Neutralisiren des Filtrats mit Salz- säure ein Präcipitat, welches mit einem Ueherschuss von concentr. Salzsäure und mit Stanniol gekocht eine bläuliche trübe Flüssigkeit giebt, die sich mit wenig Wasser klärt und blau filtrirt. Diese Lösung färbt Curcumapapier orangegelb. — Schwarz. Sp. Gew. 5. Farbe schwarz.

Fluocerit Ce ie entwickelt mit Schwefelsäure flusssaures Gas. V. d. L. wird er weiss und von Borax im Oxydationsfeuer zu einem rothen oder dunkelgelben Glase aufgelöst, dessen Farbe sich beim Abkühlen bleicht und endlich gelb wird. Das Glas kann emailweiss geflattert werden. Sp. Gew. 4,7. Aehnlich verhält sich der Yttrocerit ¥ Ca, Y, Ce, welcher sich durch Spaltbarkeit nach den Flächen eines quadratischen Prisma's unterscheidet. (Eeagirt nach starkem Glühen wahrscheinlich alkalisch.) Sp. Gew. 3,5.

5. Es bilden mit Salesäure eine Gallerte oder widen mit Ausscheidung der Kieselerde zersetzt, ohne zu gelatiniren. — Zeigen nicht die Kennzeichen der vorhergehenden Nummern. a) V. d. L. im Kolben Wasser gebend:

Bioptas Cu Si* -j- 3 H, ChrysoJcoll (Kieselmalachit) Cu" Si* -f- 6 H und Asperolith Cu" Si* -f 9 H geben V. d. L. mit Soda unter Brausen ein Glas, welches ein geschmeidiges Kupferkorn einschliesst. Dioptas bildet mit Säuren eine vollkommene Gallerte, ChrysokoU und Asperolith werden zersetzt, ohne zu gelatiniren. Wird das Pulver dieser Mineralien mit Kalilauge gekocht, so erhält mau eine sapphirblaue Elfis-

Digilized-by

sigkeit and das Pulver wird bräunlich; bei weiterem Kochen nimmt die blaue Farbe der Lauge wieder ab und das Pulver wird braunschwarz. In der filtrirten Lösung fällt Salmiak (in hinreichender Menge zugesetzt) weisses Kieselerdehydrat. Dioptas verliert beim Glühen 11 Proc. Wasser, Chrysokoll 20 Proc. , Asperolith 27 Procent*).

Xonaltit Ca® Si* -j- H (nach Rammeisberg unschmelzbar). Die salzs. Lösung nach Abscheidung der Kieselerde giebt mit Aetzammoniak kein, mit kleesaurem Ammoniak ein starkes Präc. 3,7 Proc. Wasser. Dicht.

Thorit Th®Si -f- 3H und Gerit Ce® Si -(- 3H geben mit Soda kein Kupferkorn und gelatiniren**). Die Lösung des Cerits giebt (nicht zu sauer) mit Kleesäure ein weisses Präcipitat, welches im Platinlöffel geglüht Ziegelfarben wird (Ceroxyd). Die Farbe von Thorit ist schwarz, Strich dunkelbraun, die von Cerit ist schmutzig röthlichgrau, im Striche weiss. Ihr spec. Gew. ist 4,7—5.

Chloropal, ¥e Si* -f 3 H (Nontronit), Wolchonskoit Si, Äl, Gh, H und Eöttisit (Nickelgymnit ?) Si, Ni, H, sind amorph und von grüner Farbe, Wolchonskoit dunkel lauchgrfln, die übrigen gelblichgrün. Wolchonskoit giebt V. d. L. mit Borax ein smaragdgrünes Glas, welches sich beim Erkalten nicht bleicht, Chloropal

Nach Nordenskiöld findet sich noch ein ähnliches Kupfersilicat Cu' Si' -)- 12 mit 34 Procent Wasser.

Die Gallerte von Cerit mit ziemlich verdünnter SalzsSure ist etwas weich; mit einer etwas starken Salzsäure giebt er nur eine galleryähnliche Masse.

ein grünes Glas, welches sich beim Erkalten bleicht, ßöttisit ein braunes Glas. Wird das grüne Pulver mit Kalilauge übergossen, so färbt es sich bei Chloropal sogleich (ohne Kochen) ärzlich, bei Röttisit wird die Farbe erst beim Kochen und bei starker Concentration in's Braune verändert, bei Wolchonskoit wird sie nicht merklich verändert. Die salzs. Lösung von Röttisit färbt sich mit Ammoniak in Ueberschuss himmelblau. Dem Röttisit sehr ähnlich ve.'hält sich der Genthit.

Thraulit f e Si -f 3 Aq und Xylotü (Bergholz) i'o Si' -4- Mg" Si* -j- 5 H werden nach längerem Glühen oder nach dem Schmelzen v. d. L. im Reductionsfeuer magnetisch. Sie werden von Salzsäure leicht zersetzt, ohne vollkommene Gallerte zu bilden. Die Aufl. von Xylotil giebt, nach Fällung des Eisenoxyds mit Aetzammoniak, mit phosphorsaurem Natron und Ammoniak noch ein starkes Präcipitat, die von Thraulit keynes. Thraulit ist zerbrechlich, spröde und von bräunlichschwarzer Farbe; Xylotil ist bis jetzt nur in fasrigen, zähen, holzähnlichen Massen von holzbrauner Farbe vorgekommen.

Sepiolith (Meerschaum), MgSi 2 H, ist sehr leicht, sp. Gew. 1,5. V. d. L. brennt er sich weiss und schrumpft zusammen. Von Salzs. wird er leicht zu einer galleryähnlichen Masse zerlegt. Saugt begierig Wasser ein.

soil Mg" Si* Mg H" zeigen metallähnlichen schillernden

Pcrlniutterglanz, der erste auf einer Spaltungsfläche, der Chrysotil auf den fasrigen Massen, die er bildet. Mancher Chrysotil zeigt Seidenglanz. V. d. L. brennt sich der Bastit braun, der Chrysotil wei.ss. Beide werden von concentr. Salzs., leichter von Schwefelsäure ohne Gallertbildung zersetzt. Glühverlust 12 Proc. Dem Chrysotil ähnlich (von schwachem Seidenglanze) ist der derbund feinfasrig vorkommende Meiaxit. Er ist grünlichweiss , der meiste Chrysotil graulichgrün oder gelblichgrün.

KirolUh Mg Si* Ä1 Si 15 H. Amorph. H. 2— 3. Nimmt v. d. L. mit Kobaltlösung befeuchtet und geglüht eine blass fleischrothe Farbe an. Glühverlust 30 Procent.

Serpentin 2 Mg Si* -f- 3 Mg H*, wird von conceutr. Salzsäure ohne Gallertbildung zersetzt. Gewöhnlich derb und dicht, H. 3— 4. Glühverlust 12—13 Proc. Aehnlich verhalten sich nachstehende wasserhaltige Talksilicate, welche aber krystallinische Struktur und Spaltbarkeit zeigen: Fikrophi/ll, H. 2,5. Glühverlust 10'/* Proc. Pikrosmin, H. 2,7. Glühverl. 9 Proc. 3Iarmolith, H. 2,5- 3. Glühverl. 15,7 Proc. Kämnmeiit, Si, Mg, Al, H. H. 1,5—2. Glühverl. 13 Proc.*) Der Käm- mererit ist carmoisinroth , die übrigen sind von grün- licher oder graugrüner Farbe. Mit dem Kämmererit kommt chemisch der Kotschubeit überein. Sie unterscheiden sich optisch, da jener einaxig, dieser zweiaxig.

Vergl. auch Chlorit und Ripidolith , welch, obwohl schwer, von concenlrirter Salzsäure zersetzt werden. C. Vgl. Ojmnit.

Antigorit Si* + Mg H, Monradit 4 Si*

-f 3 H, Neolith Mg'* Si* 4" W und Clintonit Si, Al, Mg, Ca, ti werden ebenfalls von concentr. Salzsäure ohne Gallertbildung zersetzt, der Glühverlust bekägt aber nur 4 — 6 Procent. Antigorit kommt sehr dünnschiefrig vor, in einer Richtung vollkommen spaltbar. Härte 2,5 ; Monradit krystallinisch blättrig , H. 6 ; Clintonit von metallähnlichem Perlmutterglanz ist in einer Richtung vollkommen spaltbar, H. 4,4 — 5 ; Neolith sehr weich, H. 1, geschmeidig wie Seife anzufühlen.

6) V. d. L. im Kolben kein oder nur Spuren von Wasser gebend:

Vergl. die zuletzt genannten Mineralien der vorhergehenden Abtheilung.

Gadolinit Si, Y, Fe, Ce, Be und Gehlenit 3 Ca® Si -j-

Si bilden mit Salzsäure vollkommene Gallerte.

Gadolinit schwillt v. d. L. an und manche Var. zeigen ein eigenthümliches Verglühen. Stark geglüht nimmt er eine lichte schmutzig grünliche Farbe an. Einiger rundet sich an sehr dünnen Kanten. Nicht spaltbar. Farbe schwarz, ärzlichgrün; spec. Gew. 4 — 4,3. Gehlenit schwillt v. d. L. nicht an und rundet sich in dünnen Kanten ohne besondere Erscheinungen. Farbe graulichweiss ; spec. Gew. 3*).

Der sogenannte derbe Gehlenit von Montzoni schmilzt viel leichter und bildet eine besondere Species.

Chrysolith (Olivin) Mg® Si und Chondrodit 2 Mg® Si + Mg -F gelatiniren mit Salzsäure vollkommen. Chondrodit entwickelt mit Schwefelsäure viel Flusssäure, Chrysolith entwickelt keine. Chrysolith ist von der Härte 7 und v. d. L. wenig veränderlich. Farbe olive- . Chondrodit ist von der Härte 6,5. Farbe gelb, bräunlich, grünlich. Der eisenhaltige Olivin, Hyalosiderit, giebt mit Salpetersalzsäure zersetzt, nach Abscheidung der Kieselerde, mit Ammoniak ein braunrothes Präcipitat; der kalkhaltige, Montkellil (Batrachit), giebt nach Fällung von etwas Eisenoxyd durch Ammoniak, mit kleesaurem Ammoniak ein starkes Fräc.

Boltonit Mg® Si, in einer Richtung deutlich spaltbar. Spec. Gew. 3. Wird von concentr. Salzsäure zersetzt und scheidet die Kieselerde als schleimiges Pulver aus.

Leucit Ka® Si* 3 Al Si*, nicht spaltbar, kommt fast nur in Trapezoedern krystallisirt vor. Von Salzsäure ohne Gallertbildung zersetzt. Manche Var. geben mit Kobaltlösung ein schönes Blau. H. 5,5. Sp. G. 2,5.

6. Die noch übrigen Specks, weiche nicht unter die vorhergehenden Äbtheüungen gebracht werden können, lassen sich nach der Härte in ewei Gruppen unterscheiden.

kovit (zweiaxiger Glimmer) Ka Si 3 Al Si und Talk Mg Si® geben v. d. L. im Kolben kein oder nur wenig Wasser. Der Glühverlust geht beim Talk (und

Speckstein) nicht über 5 Procent. Sie sind in einer Richtung vollkommen spaltbar, ihre Härte ist 1 — 2,5. Talk fühlt sich fett an, die übrigen nicht. Biotit wird von concentr. Schwefelsäure zersetzt, die übrigen werden nicht zersetzt. Biotit verändert beim Drehen im Stauroskop das schwarze Kreuz nicht, die übrigen ver- ändeiTi es mit verschiedenen Farben. Die Blätter von Muskovit sind elastisch biegsam, die von Talk nicht. (Als ein dichter Talk ist der Speckstein (Steatit) anzusehen, welcher ebenso fettig anzufühlen ist.) Vergl. Pyrophyllit. Dem Biotit ähnlich verhalten sich Mar- (jarodit und VMogopU, die von concentr. Schwefelsäure zersetzt werden. Sie sind optisch zweiaxig und drehen das Kreuz im Stauroskop oder verändern es mit Farben.

Dem Muskovit nahestehend ist der stark perlmutterglänzende Muryarit und der Odlaiherit mit 57* Proc. Baryterde, welche, nachdem das Mineral durch Kali aufgeschlossen, aus der salzsauren Lösung durch Schwefelsäure gefällt wird.

Chlorit und Eipidoliih (Klinochlor) Si, M, Mg, Fe, H geben v. d. L. im Kolben eine merkliche Quantität Wasser. Der Glühverlust ist 12 Proc. Sie sind in 'er' Richtung vollkommen spaltbar, die Blätter nicht elastisch (Chlorit zeigt oft kleinblättrig körnige Massen), ihre H. 1 — 2,5. Sie werden bei längerem Kochen von concentr. Salzsäure, leichter von Schwefelsäure zersetzt. Ripidolith brennt sich v. d. L. weiss und schmilzt schwer (5,5) zu einem graulich gelben Email, Chlorit wird schwarz und irritirt eine feine Magnetnadel. Die Ripidolithe geben v. d. L. mit Borax in gehöriger Menge zusammengeschmolzen meistens ein

von Chrom grün gefärbtes Glas, die Chlorite aber ein von Eisen gefärbtes, welches sich beim Abkühlen bleicht. In die Nähe des Ripidolith gehört der Leuchtenbergit, von gelblicher Farbe; er verhält sich optisch einaxig, während der Ripidolith, besonders in der, Klinochlor genannten, Var. sich zweiaxig zeigt. Der nahestehende ebenfalls einaxige Pennin hat wie der Chlorit dunkelgrüne Farbe, kryst. in Rhomboedern von 657*'' Ilandktw. Diesen Mineralien ähnlich verhält sich der Chloritoid (Sismondin, Masonit), welcher von der Salz- säure nicht merklich angegriffen, von concentr. Schwefelsäure zersetzt wird. Seine Härte 5—6 unterscheidet ihn leicht, auch ist der Glühverlust nur 77* Procent.

Kerolith (vergl. Abthl. 5 a). Amorph, gelblich weiss. H. 2—3, Glühverlust 30 Proc. Wird von Salzsäure grossentheils zersetzt.

Bauxit Äl, ie, H. Amorph, graulich weiss , röthlichbraun. H. 3. Glühverlust 20 Proc. Wird von Salzs. wenig angegriffen, von concentr. Phosphorsäure fast vollständig aufgelöst. Vergl. Argillit.

Wolchonshoit, Si, -Gh, Al, H. Amorph, dunkelgrün. Mit Phosphors, eingekocht eine smaragdgrüne Lösung gebend, die mit Wasser verdünnt die Farbe behält und gelatinöse Kieselerde ausscheidet. — Chroniit, zuweilen von metallähnlichem Fettglanz, zeigt wie der vorige ChromreactioD, ist aber von schwarzer Farbe und gelblichbraunem Striche. Vergl. I. B. 3.

Warwiclcit B, Ti, Mg, Fe. Das Pulver wird von concentr. Schwefels, zersetzt. Zur Trockne abgeraucht.

ertheilt die Masse dem Weingeist die Eigenschaft mit grüner Flamme zu brennen. Wenn man diese Masse mit Salzsäure kocht und Stanniol zusetzt, so färbt sich die Flüssigkeit heim Concentriren violett und nimmt dann mit Wasser verdünnt eine rosenrothe Farbe an.

Broncit Mg* Si* -f / Si* und Anthophyllit Fe* Si* Fe* )

8 Mg* Si*. Broncit ist in einer Eichtung vollkommen spaltbar und zeigt auf den Spaltungsllächen starken metallähnlichen Perlmutterglanz; Anthophyllit ist in zwei Eichtungen unter 124' 30' deutlich spaltbar und zeigt auf diesen Flächen einen ähnlichen, doch weniger lebhaften Glanz. Ihre Härte 5—5,5. Hypersthen, dem Broncit sehr nahestehend, spaltet deutlich unter 86 2 ''-

Wolframsäure W giebt mit Phosphors, gekocht eine bläuliche Lösung, welche noch warm mit Eisenpulver und wenig Wasser umgerührt sogleich dunkelblaue Farbe annimmt. — Findet sich in weichen erdigen Massen von gelber Farbe.

Scheelit Ca W (schmilzt 5), hinterlässt beim Kochen des Pulvers mit Salpetersäure einen citrongelben Eückstand von Wolframsäure. Mit Phosphors, stark eingekocht eine (oft blaue) Masse bildend, welche mit viel Wasser gelöst, eine farblose Flüssigkeit giebt, die beim Schütteln mit Eisenpulver eine schöne blaue Farbe annimmt. H. 4,5 — 5. Spec. Gew. 6 .

Kassiterit (Zinnstein) Sn, wird in Splittern v. d. L. mit Cyankalium auf Kohle leicht (für sich nur sehr schwer) zu metallischem Zinn reducirt. Ist bedeutend schwerer.

als ähnliche Mineralien; specif. Gewicht 6,8 — 7. Härte 6,5.

Anatas und Rutil Ti. Wird das feine Pulver mit Kalihydrat geschmolzen und dann in Salzsäure aufge- löst, so nimmt diese Aufl. beim Einkochen mit Stanniol eine violette Farbe an, die beim Verdünnen mit Wasser roth wird und diese Farbe nicht weiter ver- ändert. Anatas ist vollkommen spaltbar nach den Flächen einer Quadratpyramide von 136'' 22' ßandktw., Rutil nach den Flächen eines quadratischen oder auch eines gleichwinklichen octogonalen Prisma's. Die Härte von Anatas 5,5; Farbe indigoblau, braun, selten roth. Die Härte von Rutil 6,5; Farbe meistens roth, bräunlichroth, gelb, ärzlich. Beide besitzen starken metallähnlichen Diamantglanz. Aehnlich ver- hält sich der BrooMt, ebenfalls 'li, aber von rhombischer Krystallisation. Härte 5,5 — 6, gelblich-röthlichbraun.

Aeschinit und Eitxenit (Niobsaure Verb, von ir, Ce, Y, La, Ca etc.) Wird das Pulver mit Kalihydrat im Silbertiegel geschmolzen, ausgelaugt, filtrirt und das Filtrat mit Salzsäure neutralisirt , so erhält man ein Präc., welches mit Ueberschuss von concentr. Salzsäure und Stanniol einige Minuten gekocht, auf Zusatz von Wasser eine klare sapphirblaue Lösung giebt, die sich an der Luft bald olivengrün färbt und allmählig bleicht. Wird der beim Auslaugen bleibende Rückstand mit Salzsäure und Stanniol gekocht, so erhält man beim Verdünnen eine blass rosenrothe Flüssigkeit, welche vom Aeschinit das Curcumapapier orangegelb färbt. Aeschinit schwiUt v. d. L. stark an und wird gelb

oder bräunlich. Die Farbe des Aeschinit ist schwarz, das Pulver lichte bräunlich; der Euxenit ist v. d. L. unveränderlich, seine Farbe bräunlichschwarz, das Pulver röthlichbraun. Sie sind von metallähnlichem Fettglanz. — Eine sich ähnlich verhaltende Verbindung ist der Pyrochlor (von Miask), welcher durch seine

oktaedrische Form charakterisirt ist. Seine Farbe ist

braunroth, das Pulver blassgelb.

Opal Si, H giebt v. d. L. im Kolben Wasser und mit Soda unter Brausen ein klares Glas. Unschmelzbar. H. 6 — 6,5. Spec. Gew. 2 — 2,3. Amorph. In Kalilauge beim Kochen grösstentheils oder vollkommen auflöslich. Die Aufl. mit einer hinreichenden Menge Salmiakauflösung versetzt, fällt Kieselerdehydrat.

Xenotini (Phosphorsaure Yttererde) Y ' P. V. d. L. mit Schwefelsäure befeuchtet, die Flamme schwach grün- lich färbend, in Phosphorsalz sehr schwer zu einem ungefärbten Glase aufl. H. 5. Sp. Gew. 4,4.

Vergl. Childrenit. . Orthoklas und Hyaloplmn.

Vergl. aus der vorhergehenden Abtheilung Eassiterit, Rutil und Opal , deren Hörte 7 nahe steht.

Q,aars (Bergkrystall , Amethyst, Hornstein, Feuerstein, Chalcedon etc.) Si schmelzen v. d. L. auf Kohle mit Soda (woven nicht zu viel zugesetzt werden darf) leicht unter Brausen zu einem klaren Glase zusammen. Für sich sind sie auch im strengsten Feuer unschmelzbar und unveränderlich. Das feine Pulver mit Kalihydrat geschmolzen giebt mit Wasser eine mehr oder weniger vollständige Lösung , in welcher eine hinreichende Menge von Salmiaklösung ein starkes weisses Präc.

(Kieselerdehydrat) hervorbringt.. Die Härte des Quarzes 7, giebt lebhafte Fnnken am Stahl, seine gewöhnliche Krystallfonn die Comb, einer hexagonalen Pyr. von lOSVa" Eandktw. mit dem hexagonalen (horizontal gestreiften) Prisma. Spec. Gew. 2,6.

Vergl. Korund.

Cnrdierit Si* SAlSi und Staurolith Si

sind von der Häiie 7. Sie geben v. d. L. mit Soda kein klares Glas. Cordierit ist schmelzbar 5—5,5; seine Farbe blau, graulich. Sp. Gew. 2,6. Staurolith ist unschmelzbar; seine Farbe bräunlichroth, braun. Sp. Gew. 3,6.

Smaragd (Berill) Be* Si* *1- Al Si*, Euklaa Si, Al, Be, H. Phenakit Be* Si und Zirkon ir Si sind von der Härte 7,5. Smaragd und Euklas werden v. d. L. in strengem Feuer milchweiss und runden sich in sehr dflnnen Kanten. Smaragd XXsirt in hexagonalen Prismen und ist basisch ziemlich deutlich spaltbar. Euklas XXsirt in klinorhombischen Prismen und ist vollkommen nach zwei rechtwinkligen Richtungen spaltbar. Phenakit und Zirkon sind v. d. L. unschmelzbar, Zirkon brennt sich farblos. Wenn man Zirkonpulver mit kaustischem Kali zusammenschmilzt und dann mit Salzsäure kocht, so färbt die verdünnte sauere Flüs- sigkeit das Curcumapapier orangefarben. Wird die salzsaure Lösung bis zur Krystallisation concentrirt und dann mit einer gesättigten Lösung von schwefelsaurem Kali gekocht, so bildet sich ein weisses Präc. (_von Zirkonerde). Beide kommen nur krystallisirt vor, Phenakit in hexagonalen Pyramiden, Prismen und

V. Kübell, Trtfeln. 9. Aufl. y

Rhomboedern, Zirkon in Quadratpyramiden und quadratischen Prismen. (Das spec. Gew. des Zirkons 4,4 — 4,6; das der übrigen 2,7 — 3.) 'i

Topas *A1 -f- 5 Ä1 Si. Härte 8. Krystallisirt in rhombischen Prismen, basisch deutlich spaltbar. Der gelbe wird in grösseren Stöcken geglüht blass rosenroth ; die Farbe zeigt sich erst nach dem Erkalten. Schmilzt man Borsäure im Platindraht so lange, bis die Flamme nicht mehr grün gefärbt erscheint und setzt dann feingeriebenes Topaspulver zu, so kommt bei anhaltendem Blasen die grüne Farbe wieder deutlich zum Vorschein (Fluorborgas),*) Sp, Gew. 3,5.

Uwarotvit, Ca'* Si -1- 4?r Si, smaragdgrün, unschmelzbar, färbt sich in der Hitze ärzlichgrün, nimmt aber beim Erkalten die Smaragdfarbe wieder an. Mit Borax als Pulver zusammengeschmolzen ein smaragdgrünes Glas gebend. H. 7,5 — 8. Sp. Gew. 3,5.

Spinell Mg Al, Pleonast Al, Gahnit Al

und ChlorospineU Mg . sind von der Härte 7,5 — 8.

I ¥

Sie kommen fast nur in Octaedern krystallisirt vor. Das feine Pulver mit Phosphorsäure bis zum Verflüchtigen dieser Säure im Platintiegel erhitzt giebt auf Zusatz von Wasser (nach dem Erkalten) bei allen eine meist vollständige Lösung. Diese Lösung mit Kalilauge in Ueberschuss versetzt, giebt beim Spinell ein starkes weisses Präc., beim ChlorospineU ein ähnliches

Um die Flusssäure in Topas sicher naohzuweisen, vergl. Einleitung p. XY.

gelbliches, beim Pleonast ein grfinliches; die von den Niederschlägen abfiltrirte Flflssigkeit giebt mit Schwefelammonium kein Präc. — Gahnit giebt in der pbosphorsanren Lösung mit Kali in üeberschuss ein geringes Präc., dessen Filtrat mit Schwefelammoniom aber ein starkes grünscbwarzes Präc., welches v. d. L. auf Kohle erhitzt starken Zinkbeschlag giebt. — Spinell ist gewöhnlich von rother oder bläulicher Farbe, Pleonast schwarz, Gahnit dunkelgrün, Chlorospinell olivengrün und durchscheinend. Dem Gahnit ähnlich verhält sich der Dysluit und der Kreittonit, welcher vor dem Glühen auf eine feine Magnetnadel wirkt Das spec. Gew. des Gahnit, Dysluit und Kreittonit 4,3— 4,6, das der übrigen Spinelle 3.6.

Diamant C, durch seine Härte, welche die des Korunds übertrifft, hinlänglich charakterisirt. Tesseral. Spec. Gew. 3,5— 3,6.

1

Anhang.

Die wichtigsten fossilen Kohlen sind der Anthracit, die eigentlichen Stein-oder Schwarzkoblen und die Braunkohlen. Den Schwarzkohlen theilweise sehr ähnlich ist der Asphalt. Zu ihrer chemischen Unterscheidung dienen folgende Kennzeichen:

Der Anthracit ist an der Flamme eines Kerzenlichtes nicht entzündlich, giebt im Kolben ausser etwas Wasser keinen oder nur einen sehr geringen Beschlag von Theer und verbrennt v. d. L. allmählig ohne zu schmelzen mit Hinterlassung von etwas Asche. Mit Kalilauge gekocht ertheilt er der Lauge keine Färbung.

Die Stein-und Braunkohlen und der Asphalt sind an der Flamme eines Kerzenlichtes entzündlich und brennen mit Entwicklung eines brenzlichen Geruches. V. d. L. im Kolben erhitzt geben sie bräunliche und bräunlich-gelbe Theertropfen.

Die Steinkohlen und der Asphalt ertheilen der Kalilauge beim Kochen keine oder nur eine schwach gelbliche Farbe. Kocht man ihr Pulver mit Aether, welches am besten in einem Kolben oder in einer an einem Ende zugeblasenen Glasröhre geschieht, welche in heisses Wasser gestellt werden, so färbt der Asphalt den Aether weinroth oder braunroth, die Steinkohlen aber färben

ihn nicht oder nur schwach gelblich. Asphalt schmilzt auch merklich leichter als die meisten schmelzbaren Steinkohlen und fliesst am Kerzenlicht wie Siegellack.

Die Braunkohlen unterscheiden sich von den vorhergehenden leicht durch ihr Verhalten zur Kalilauge, indem sie ihr beim Kochen eine braune Farbe ertheilen.

Die Steinkohlen an der Flamme eines Lichtes oder V. d. L. zum Glühen erhitzt, erlöschen sogleich, wenn sie aus der Flamme genommen werden, bei den Braunkohlen aber dauert dann das Glühen noch einige Zeit fort.

Alle diese Kohlen geben in einem Kolben oder bedeckten Platintiegel scharf geglühte Koaks , welche

r

mit einer Ziukkluppe in eine Lösung von Kupfervitriol getaucht sich sogleich mit metallischem Kupfer belegen.

Zusatz.

Bei eisenhaltigen Nickelerzen, wie Chatamit, ist es zweck- mSssig, statt Salpetersäure zur Zersetzung Salpetersalzsänre anzuwenden, um die blaue Farbe des ammoniakalischen Filtrats reiner zu erhalten. — Das Kupfer aus Kupfererzen wird am sohSnsten als metallischer ITeberzug auf Eisen erhalten, wenn man die Erze' durch Salpetersäure zersetzt, dann Schwefelsäure zugiebt und eindampft, dann mit Wasser verdünnt und ein blanket Eisenblech in die Flüssigkeit stellt.

Pag. 60 Z. 13 statt Cbonihrit lies Chonikrit. Pag. 77 Z. 16 statt ie' lies

Register,

Abichit S&.

Aebmit 46.

Aesohinit 65. Agalmatolith Z6. Akanthit 16. Alabandin 14. Alannstein Alunit. AJbit 70.

Algodonit 4.

Allanit 20. 44. AUoohroit 45.

Alloklag 4.

Allophan 74. Almandin 46.

Altait 8.

Alomian Z5 Alnminit 72.

Alunit 72.

Amalgam IS. Amblygonit Amethyst 96.

Amianth 69. Ammoniakalaun 52. Amphibol 69. Amphithalit 74. Analoim 60.

Anatas 95.

Andaluiit 26.

Anglesit 32.

Anhydrit 50.

Ankerit 82. Annabergit 38. Anorthit 64. Aatbopbyllit 94. Antboiiderit 82. Aotbradt 100.

' Antigorit 90. Antimonblende 22. Antimonfablerz LL Antimonglanz 10. Antimonit 10.

I Antimonnickel 13.

Antimonoxyd 22.

I Antimonailber LL

Antimonailberblende 28. Antozonit 62.

Apatit 54. 85.

Apophyllit 39.

, Aquamarin Beryll.

' Aräoxen Deobenit. Aragonit 29.

Arfredaonit 45.

Argentit 2. 13.

Argillite 25.

Arkanait 24.

Arkautit 32.

Arquerit 18.

Araenicbte Säure 27, Arsenikfahlerz 3. Arsenikkiea 6. Arsenikaaurea Bleioxyd 30. Arsenioaiderit 39.

Arsenit 22.

Araenomelan 3. i Arsenopyrit 6.

I Araonailberblende 28.

I Aabeat 69- ! Aabolan 84.

! Aaperolith 86.

I Asphalt 100. j Aatropbyllit 44.

I Ataknmit 36.

Atlaeit 32.

Augit 68.

; Auriobaloit 3L

Automolit Oahnit. Axinit Ü8.

Azurit üL

Babingonit 46. Barnbardit Ü Bareowit fiS.

Barytharmotom fiL Barytooalcit 8Ö.

Bastit 8ä.

Batrachit äl.

Bauxit

Bayldonit S4.

Belonit lä.

Beraunit 42.

Bergholz 4ö. 88. Bergkrystall 24L Berlinit 23.

Berthierit 13.

Beryll 92.

Berzelin L Beudantit 39.

Bimsstein TL Bindheimit 39.

Binnit 3.

Biotit 9L Bismuthin 18,

Bismuthit 4L Bitterkalk — Dolomit. Bittersalz 48. Bitterspath Dolomit. Blilttcrerz 9. Bleioarbonat .32. ßleiglanz-Qalenit 11. Bleigummi 23. Bleivitriol 32.

Blumit 43,

Bohnerz 82,

Boltonit ÜL Bolus 23.

Boraoit 5.3.

Borax — Tinkal. Borickit 42.

Bornit 16.

Borocaloit .50. Boronatrocalcit 5Ü. Borsäure 33.

Botryogen 49. Boulangerit 11. Bournonit 19.

Brauneisenerz 82. Braunit 2L Braunkohle 100. Braunspath 89. Breithauptit 13. Brewsterit fiL Brochantit 3fi. Brongniartin 39. Brongniartit 12. Bronzit 9L Brookit 93.

Brucit 29.

Brushit äL Buntkupfererz 13. Buratit 3L

" Calamin 23. 79. Calcit 29.

Calomel 28. Cancrinit 32. Carmenit IL Carrollit IL Castillit 13.

Cerit SL I Cerussit 32. i Cerrantit 8L Chabasit fiL Chaloedon 9G.

. Clialkantit .36.

Chalkodit 43. i Chalkolith 38.

Chalkophyllit 33.

' Chalkopyrit 13. j Chalkosin IL ' Chalkostibit 12.

I Chatamit 3.

, Chenevixit 3L Chiastolith 2fi.

I Childrenit 83. ChioUth 32. Chiviatit 18. Chloanthit 3. Chlorblei 28. 32. Chlorit 02. Chloritoid 03. j Chloropal 87.

Chlorospinell 98,

I Chlorquecksilber 28 i Chlorsilber 29, i Chodneffit 32.

I Chonikrit fiO.

Chondroarsenit 52. Chondrodit 31. Chromeisenerz 23. Chromit 23.

Chromsaures Bleioxyd äL Chrysoberill 27. Chrysokoll Sfi.

Chrysolith Sl.

Chrysotil SS.

Cimolit 25.

Cluusthalit 7.

Clintonit 2Ö.

Comptonit 55.

Cookeit Sfi.

Copiapit 40.

Coquimbit 40.

Cölestin 51.

Cordierit .17.

Coruwallit 30.

Covellin 36.

Crednerit 21.

Cronstedtit 43.

Cubaii 15.

Cuprit 36.

Cuproplumbit 14. 15, Cyunit Distben.

Danalit 56.

Danburit 65.

Datolith 55.

Davyn 5S.

Dechenit 3L Descloizit 34.

Desmin 6L Deveylit 62.

Diadochit 42.

Diallage 67.

Dialogit Sl.

Diamant ilO.

Dianit 25.

Diaspor 74.

Dichroit Cordierit. Digenit 17.

Diopsid 66.

Dioptas 66.

Diskrasit li.

Disterrit 76.

Disthen 76.

Dolomit SO.

Domeykit 3.

Dul'renoysit 3.

Dysluit aa.

Khlit 36.

Binaxiger Glimmer 6L Eisenglanz , Eisenglimmer HSmatit.

Eisenkalkgranat 45.

Eisenkies 17.

Eisonnickelkies 15.

Eisenniere 82.

Eisenocker, gelber s. Linioiiit. Eisensinter 30.

Eisenspath 4L SL Eisenvitriol 40.

Ekmannit 43.

Eläolith 56.

Elektrum L Emboli t 20.

Emerylit 66.

Enargit 3.

Epidot IO.

Epsomit 46,

Erdkobalt SL Erinit 35.

Erythrin 38.

Euchroit 35.

Eudialyt 57.

Eukairit 7.

Eukoiith 6L Euklas 07,

Eulytin 47.

Euphyllit 66.

Eusynchit 33.

Euxenit 05.

Evansit 73.

Fahlerz 3.

Fayalit 20. 4L Feldspath s. Orthoklas 70. Felsobanyit 72.

Ferberit 46.

Fergusonit 25.

Feuerstein 96.

Fibroferrit 40.

Fischerit 73.

Fluocerit 86.

Franklinit 22.

Freiesiebenit 12,

Gadolinit Qü.

Galinit tltL Galenit lA.

Gal Imei s. Calamin.

Gaylusäit üü.

Gearksutit älL Gediegen Antimon lU,

— Arsenik

— Blei 2.

Eisen i — Gold L — Kupfer i — Palladium 'i.

— Platin 2.

— Quecksilber 2.

— Silber L

— Tellur tL

— Wismuth IS. Geblenit 2Ü.

Gclbbleierz s. Wulfenit. Gentliit 8S.

Geokronit 1 1.

G ersdorffit Gibbsit ZA,

Gismondin fiS.

Glanzarsenikkies ü. Glanzkobalt A.

Glaserit AS.

Glaserz 13.

Glaubersalz AS.

Glaukodot A.

Gluukolith Ü3.

Glimmer s. Biotit und Muscorit Göthit 82.

Goldsilber L Goslarit 53.

Granimatit 62.

Granaten A5. 46, 65. 17. Graphit 24.

Grauspies8glanzerz=Autimonit. Greenokit 83,

Grossular II.

Grünbleierz Pyromorphit. Grüneisenstein A2.

Grünerve 46.

Guarinit 62.

Gymnit 62.

Gyps 50.

Haarkies 17.

Hämatit 22.

Halloysit ZA. Harmotom 67.

Hauerit lA.

I Hausmannit 2L I Hauyn 52.

Hebetin 26. Hedenbergit 68. Hedyphan 3L llelvin 56.

Ilessit 2. S. Homichlin 15. Hornblei 32. Hornblende 62.

' Hornstein 26.

! Howlit 65.

! Huascolit LA.

! Humboldtilith 5S.

I Hureaulith Al.

1 Hyalit Opal.

, Hyalophan lü.

I Hyalosidcrit 9L ! Hyazinth Zirkon.

Hydrargillit ZA.

I llydroboraoit 53.

I Hyd'rohämatit 83.

' Hydromagnesit 22.

[ Hydromagnocalcit 22. I Hydrotalkit 82.

Hydrozinkit 28.

I Hypersthen 2A. j Hystatit 22.

' Jalpait 13.

Jamesonit 10.

Jarosit All Ilmenit 22.

! Jodit 22,

; Jodsilber 29.

; Jollyt 60,

Jordanit 3.

Joseit 2.

Iridosmin 25.

Iserin 22,

Ittnerit 56.

Ivaarit 63.

Kämmererit 82,

Kainit 42.

Kakoxen 42,

Ealait 8A. i Kalialaun AS.

Kalisalpeter 4fl. Ealkhannotom 5fL Ealkspath — Calcit.

Kalomel 2S.

Kaolin Zö>

Karpholith tüL Karphosiderit 40.

Kassiterit 91.

KatapleTt gQ.

Keramohalit 53.

Kerargyr 29.

Kerolith 89.

Kerasin 32.

Kibdelophan 22. Kieselgalmei Z3. Kieselmalachit 89. Kilbrickenit 11.

Klaprotbit 19.

Klinochlor 92.

Klipstoinit 19.

Kobaltbifltbe 38.

Kobaltin 1.

Kobellit LL

Kohlensaures Silberoxyd 30. Kollyrit

Konichalcit 33.

Korund ZI.

Korynit 5.

Kotschoubeit 89.

Kraurit 12.

Kreittonit 99.

Krokoit 31.

Krokydolith lä,

Kryolith al.

Kryophyllit 92. Kupferantimonglanz 12. Kupferglanz iX. Kupferglimmer 33. Kupferindig 39.

Kupferkies 13.

Kupferlasur 37. Kupferschaum 33. Kupferschwärze 39. Kupfervitriol 36. Kupferwismutherz 11.

Labrador 91.

Lanarkit 32.

Langit 39.

Lasurit 5L Lasurstein 57.

Laumontit 33 Lazulith 13 Leadhillit 32. j Lehrbachit 6.

Lepidokrokit Göthit. Lepidolith Lithionit. Lepidomelan 13 Leuchtenbergit 93. Leucit 9L Leukophan 91.

' Libethenit 31.

Lievrit 20. 11.

Limonit 82.

I Linarit 32.

! Linnit IZ.

Linsenerz 33 I Liparit 3L I Lirokonit 33 ; Lithionglimmer 93 Lithionit IZ, 93 I Lithionturmalin TL I Lölingit 3 ! Lunnit 3Z.

Magnesioferrit 22. Magnesit 83 Magneteisenerz 22. Magnetit 13 23 Magnetkies IZ. Magnoferrit 23 1 Malachit 37.

Manganohrysolith 53 ' Manganepidot 65.

; Manganglanz 11.

' Manganit 2L Manganspath 8L Margarit 93 93 I Margarodit 93 Markasit 12.

Marmatit 83 I Marmolith 89. Mascagnin 22.

Masonit 93 Matlookit 33 Meerschaum 93 88. Megabasit 13 Mejonit 53 Melanterit 13 Melilith 53 Menakan 23 I Mendipit 33

Meneghinit LL Mennig äL Mesitinapath BL Meaolith 55.

Metaxit Bä.

Millerit IZ.

Miloaohin 75.

Miineteait 3Ü.

Mirabilit 4B.

Molybdanglanz 2A.

Molybdänit 24.

Holybdähooker 17. MolybdSnaaures Bleioxyd 55. Monazit 85.

Monradit 90.

Monrolith 77.

Monticellit 91.

Mordenit 62.

Moroxit Apatit.

Moaandrit 60.

Müllerin ä.

Muacorit 76. 91.

Myargyrit 19.

Myelin 76.

Myaorin 57.

Nadelerz 15.

Nagyagit 9.

Nakrit 74.

Naatnran 26. B4.

Natrolith 55.

Natrumaalpeter 48.

Naumannit 7.

Nemalith 79.

Neolith 90.

Nephelin 66.

Nephrit 69.

Newjanaldt 25. Nickelantimonglanz 13. Niokelaraenikanz 5.

Niokelin 5.

Nickelocker Annabergit 5B. Niokelsmaragd 81. Nickelwiamuthglanz 15.

Niobit 25.

Nitratin 4B.

Nontronit 87.

Nosin 57.

Nuttalit 65.

Obaidian TL Oellacherit 92.

Okenit 59.

Oligoklaa 70.

Olirenit 54.

Olirin Chrysolith 9L Opal 96.

Operment 2L Orthit 44.

Orthoklaa 70.

Pachnolith 52.

Palagonit 45.

Pariait 82.

Pastreit 40.

Pechatein TL Peganit 75.

Pektolith 59.

Penoatit 79.

Pennin 93.

Pentlandit 15.

Peroylit 36.

Perlatein ZL Perowakit 24.

Petalit 66.

Pettkoit 40.

Petzit 9

Pharmakolith 51.

Phenakit 97;

Phillipait 66.

Phlogopit 92.

Pholerit 74.

Phosphorit Apatit. Pliosphoroohalcit 37. Phoaphorsaure Yttererde 96. Piemontit 65.

Pikrophyll 89.

Pikroamin 89.

Piasophan 75.

Piatazit 70.

Pittizit 39.

Plagionit LL Plattnerit 20.

Pleonaat 98.

Polyanit 22.

Polybaait 3.

Polyhallit 50.

Polykraa 85.

Polytelit LL Porcellanerde 75.

Porcellanit 63,

Predazzit 79.

Prehnit tLL Proustit

Psilomelan 20. 21. Pyrargrit 2S.

Pyrit 12.

Pyroclilor ilfi.

Pyrochroit 22.

Pyrolusit 22.

Pyromelin 32. Pyromorphit 3L Pyrop 21.

Pyrostibit 22.

Pyrrhotin 12.

Quarz 2S.

Quecksilber, gediegen 2, Queoksilberfahlerz 12.

Rainiondit 10. Raramelsbergit ö. Raphanosmit 2.

Realgar 22.

Römerit 4Ü,

Röttiait 8L Rhodonit 12. fiä.

Rhomb. Eisenkies IL Richmondit 23.

Richterit 65.

Ripidolith 22. Rothbleierz Krokoit. Rotheisenerz 22.

Rother Mangankiesel 23. Rothkupfererz 36. Rothnickelkies 5. Rothzinkerz Sl.

Rubeln t 22.

Rutil 25.

Salmiak 22.

Salpeter IS.

Samarakit 20.

Saiuoit 21.

Sappbir 22.

Sarkopsid 4L Sassolin 53.

Saynit 15.

Scheelit üfi. 91. Schillerapath 88.

Schorlomit 63.

Sclirifterz 2.

ötterit 25.

Schwarzer Mangankiesel 12. Sehwarzkohle UM).

Schwefel 26.

Schwefelkies Pyrit und Markasit.

Schwefelsaures Kali 18. Schwerspath Baryt. Seladonit 16.

Selbit 30.

Sclenblei L Selenbleikupfer L Selenkupfer L Selenquecksilber 6. Seleiiqueckailberblei 6. Selensilber L Senarmontit 22.

Sepiolith 62. 88.

Serpentin 82.

Siderit SL Sideroschisolith 13.

Siegenit 17.

Silberfahlerz IL Silberkupferglanz LL Sillimanit 22.

Sismondin 93.

Sisserskit 25.

Skapolith Wernerit. Skolezit 55.

Skolopsit ÖL Skorodit 39.

Skutterudit 1.

Smaltin L Smaragd 2L Smithsouit 28.

Soda 48.

Sodalith 52.

Sordawalit 62. 62,

Spaniolith 12.

Spatheisenstein Siderit. Speckstein 92.

Speisskobalt L Spessartin 65.

Spbärit 21.

Spbalerit 83.

Sphen 69. /

Sphenoklas 2L Spinell 98.

Spodumen Triphan.

Sprödglaserz Stephanit 1_L Staffelit 5£L Stannin 15.

Stassfnrthit ÜH.

Stanrolith ÜZ.

Steatit 92,

Steinkohle 100.

Steinmark IfL Steinsalz Stephanit 1_L Sternbergit ü Stiblith tlL Stilbit QL

Stilpnomelan 4iL 47.

Stolzit 33.

Strahlstein 6iL Stroganowit ü3,

Stromeyerit LL Strontinnit . 80 .

Struvit 53,

Stylotyp IL Susannit 32.

Svanbergit 75,

Sylyanit SL Sylvin 49,

Szajbelyit 53,

Tachylit 02.

Tagilit 3fi,

Talk 2L

Talksteinmark 75.

Tallingit 30.

Tannenit 10.

Tantalit 25.

Tavistokit 14,

Tellurblei 8.

Tellursilber 8,

Tennantit 3.

Tenorit 37.

Tephroit Tesaeralkies 4,

Tetradymit IL Tetraedrit LL Thenardit 43.

Thermophyllit 00,

Tbumsenolit 52.

Thomsonit 55.

Thone 75.

Thoneisengranat Almandin. Thoneisenstein 45. Thonkalkgranat Qrusaular.

Thonmangangranat Spessartin.

Thorit 87- Thraulit 45, 83.

Tiemannit fi.

Tinkal 49.

Tirolit 35.

Titaneisen 22,

Titanit 62,

Topas ZT, 98.

Tremolit 62.

Triphan 60,

Triphylin 4L Triplit 4L Trolleit ZL Trona 48.

Tschermigit 52.

Tschewkinit 63.

Türkis Kalait.

Turgit 83.

Turmalin 63.

Ulexit .50,

Ullmannit 13.

Uranit 54.

Uranocker 84.

Uranpecherz 26, 84.

Uwarowit 93. '

Valentinit 2Z,

Vanadinbleierz 33.

Vanadinit 33.

Yauquellinit 33,

Vesuvian ZL ~Vivianit 42,

Völknerit 82.

Voigtit 43.

Volborthit 38.

Yolgerit 8L Voltait 42.

Wad 84,

Wagnerit 54.

Warwickit 93,

Wavellit 73.

Weissbleierz 32. Weissnickelkies 5,

Weisstellur 9. j Wernerit 63,

'Wismuthblende 4L 'WisinnthglAnz lä.

Witherit 5Ö.

Withneyit 4.

Wittichit M.

WShlerit 63.

Wörthit IL Wolchonskoit SL 33. Wolfranr 12. 46. WolframsSure 94. Wolframsaures Bleioxyd 33. Wollastonit iiL WOrfelerz 32,

Wulfenit 33.

Xanthokon 22.

Xanthophyllit 14.

Xenotim 26,

Xonaltit SL Xylotil 43. ä2.

Yttertantal 23. Yttrocerit 86. Yttrotitanit 62.

Zinkblende 82. Zinkblttthe 78.

I Zinkenit IfL Zinkit 84.

Zinkspath 78.

I Zinkyitriol 53.

Zinnkies 15.

I Zinnober 14. 28. Zinnstein 24.

Zippeit 84.

Zirkon 9L Zoisit 76.

Zweiaxiger Glimmer 76. Zwieselit 41.

bniek von C. tt Sohuirlclito St&ncHen.

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